Gamescom 2010 - Impressionen zu WH40K: Space Marine

21. August 2010

Gamescom 2010 - Impressionen zu WH40K: Space Marine

Die Hauptfigur Captain Titus ist kein Glatzkopf wie die meisten anderen Space Marines! Raphael van Lierop, seines Zeichens Producer von Space Marine, hat alle anwesenden Journalisten gebeten, diese Tatsache ganz vorne im Artikel zu erwähnen, um mit dem Klischee aufzuräumen. (Anmerkung der Redaktion: Die Screenshots zeigen noch die alte Version und da war Captain Titus tatsächlich unser generischer Muskelprotz, den es in 99% der Videospiele zu sehen gibt) Nachdem das nun geklärt wäre, klickt er sich auch schon durch das Hauptmenü, welches schon zwei weitere Fragen beantwortet: Ja, es gibt einen Multiplayer-Modus und ja, es gibt Coop. Zudem gibt es noch einen dritten Menüpunkt namens Customizer. Ob sich dahinter die Personalisierung der Spielfigur für den Multiplayer befindet oder etwas ganz anderes, wollte Raphael leider nicht verraten.

Big, Blue & Badass

Das Spiel beginnt in einem Valkyrie-Landungsschiff im Anflug auf eine Imperial Forge World, einer Waffenfabrik in Planetengröße, wo das Imperium mitunter ihre mächtigsten Waffen herstellt. Diese wurde einige Tage zuvor von Millionen von Orks angegriffen und das Imperium schickt nun die Ultramarines für die Drecksarbeit. Gleich am Anfang nimmt man Platz am montierten Schweren Bolter und holt fliegende Orks vom Himmel – bis uns schließlich einer ins Triebwerk gerät und wir abstürzen. Dies ist einer der so genannten „Set Piece Moments“, die außergewöhnliche Situationen abseits des normalen Levels darstellen und meistens mit besonders schweren Waffen mit extrem begrenzter Munition einhergehen. Ab jetzt sind wir erstmal auf uns allein gestellt. Auf dem Planeten fällt zuerst die aufwendige gotische Architektur des Imperiums auf mit hohen Bögen und mächtigen Säulen, zwischen denen sich bereits Orks eingenistet haben. Bewaffnet mit Granaten, einem leichten Bolter und einem Kettenschwert ballern und sägen wir uns durch die Horden. Der Übergang zwischen Fern- und Nahkampf ist dabei fließend und bietet äußerst blutige Finisher. Zudem vermitteln die Bewegungen des Space Marines die Schwere seiner Rüstung. Er kann nicht schnell laufen oder springen und wird nur im Nahkampf etwas agiler, ansonsten bewegt er sich behäbig und aufgrund der dicken Rüstung eingeschränkt. Die ist auch der Grund, wieso Relic auf ein Cover System verzichtet. Das Selbstverständnis eines Space Marines ist es, das Schlachtfeld durch den Glauben an den Imperator und seine überlegene Feuerkraft zu beherrschen. Nur Feiglinge gehen in Deckung. Und tatsächlich steckt die Rüstung so einigen Schaden weg bevor die Lichter ausgehen.

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Abwechslung im Visier

Die Umgebungen wechseln häufig und bieten immer etwas Neues. So führte die Demo zuerst durch Ruinen, danach durch die zugemüllte Kanalisation und schließlich auf einen fahrenden Zug. Auch die Gegner sollen eine Vielzahl an Ork-Einheiten aus dem Tabletop bieten und auch andere Einheiten der Space Marines sollen ihre Auftritte haben. Fahrzeuge wird es ebenfalls geben, können vom Spieler allerdings nicht selbst gelenkt werden und tauchen daher wahrscheinlich als „Set Piece Moments“ auf. Es gibt 15 Waffen, darunter auch Exoten wie den schweren Bolter oder Lascannons genannte schwere Laserkanonen. Durch Verwendung der Waffen wird Titus mit ihnen immer besser, was nicht nur ein größeres Magazin erlaubt oder eine höhere Feuerrate, sondern teilweise auch einen neuen Feuermodus. In der Demo gab es ein voll aufgerüstetes Plasmagewehr zu sehen, das sich auflädt und einen massiven Energiestoß mit Flächenwirkung verschießt. Darüber hinaus gibt es keine Möglichkeit zur individuellen Verbesserung der Spielfigur, wie zum Beispiel bei Dawn of War durch Items wie legendäre Rüstungen oder Waffen.

Schweigepflicht

Details zu Multiplayer und Coop gab es leider keine, aber es soll bald eine diesbezügliche Ankündigung folgen. Lediglich die Länge der Story gab Raphael mit 8-10 Stunden an.

[ Special verfasst von Sanguinis ] [ (c) 2010 www.onpsx.net ]

Der Gamescom Trailer