Gamescom 2010 - Impressionen zu From Dust

22. August 2010

Gamescom 2010 - Impressionen zu From Dust

Der Name sagt euch nichts? Das macht nichts, denn von From Dust (ehemals Project Dust genannt) gab es außer einem kleinen Video nichts zu sehen. Es ist das neue Projekt von Creative Director Eric Chahi, dessen Spiel Another World Kultstatus erlangte. Nach langer Abstinenz lässt er nun mit From Dust wieder von sich hören.

Populous lässt grüßen

Eric startet die Demo und wir blicken auf eine hübsch gestaltete Inselgruppe inmitten eines endlosen Ozeans. From Dust ist vor allem eine Weltsimulation. Bei Populous stand das eigene Volk im Mittelpunkt, hier ist es die Natur. Sie reagiert auf vielerlei Einflüsse unseres göttlichen Terraformings. Türmt Eric einen Sandberg zu steil auf, dann rieselt er hinab bis der Winkel flach genug ist. Durchbricht er einen natürlichen Damm, sucht sich das Wasser dynamisch seinen Weg ins Tal und baut sich nach und nach ein eigenes Flussbett. Wo Pflanzen und Bäume fehlen, entsteht Bodenerosion und neu gepflanzte Vegetation überwuchert große Flächen. All das ist auf seine Weise ziemlich beeindruckend und lädt wie ein Sandkasten zum Verweilen ein, doch es gibt auch ein richtiges Spielziel.

Die helfende Hand

Auf der Insel siedelt nämlich ein primitiver Stamm, der ein Problem hat: Ein Tsunami droht ihr Dorf auszulöschen und bittet Eric um Hilfe. Auf einer anderen Insel steht ein magischer Stein, der den Bewohnern die Macht verleiht, die Wasserwand abzuwehren. Er muss dem Schamanen des Dorfes nun heil hin und zurück bringen bevor der Tsunami die Küste erreicht. Lediglich das Land kann er verändern, den Bewohnern kann lediglich befohlen werden, wann sie losmarschieren sollen. Nach der erfolgreichen Rückkehr des Schamanen erschafft ein ritueller Tanz aller Bewohner einen Schutzschild um das Dorf und die Riesenwelle fließt physikalisch korrekt um das Dorf herum, überschwemmt das Hinterland, reißt Bäume aus und kühlt die Lava eines Vulkans ab bevor es wieder zurückgeht. Als Belohnung erlangen wir die Fähigkeit, Wasser in Eis zu verwandeln.

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Das große Ganze

Es ist schwer, anhand der Demo abzuschätzen, wie sich From Dust letztlich wirklich spielen wird, denn es bot keinen weiteren Kontext. Laut Chahi soll es verschiedene Maps geben, auf denen ein oder mehrere Dörfer existieren oder auch neue gegründet werden müssen. Die Probleme und Belohnungen hängen dabei von der Lage des Dorfes ab. Ein Dorf am Fuße eines Vulkans braucht Schutz gegen die Lava und als Belohnung winkt eine bessere Feuerbeherrschung, wie z.B. die Verwandlung von Lava in Wasser. Es gibt verschiedene Grade der Elementarbeherrschung, Eric nannte aber außer den beiden schon genannten keine weiteren. Ein Feature fehlte in der Demo und zwar spezielle Tiere, mit denen ebenfalls interagiert werden muss.

Bescheidene Anfänge

From Dust ist bei Ubisoft Montpellier in Entwicklung und sei zu 60 Prozent fertig gestellt. Veröffentlicht wird es 2011 auf Steam, Xbox Live und im PSN, was auf ein niedriges Budget hinweist und das gibt Chahi auch offen zu. So habe sein Team schon diverse Ideen für einen Mehrspieler-Modus und einen Map Editor, mit dem Karten auch getauscht werden könnten, allerdings beschränke man sich aus Geldgründen zuerst auf den Einzelspieler-Modus und lässt die Tür ein ganz kleines bisschen offen für die Nachreichung per DLC, wenn der Erfolg stimmt.

From Dust könnte eine ähnliche Nische wie flower finden und trotz wenig PR und Hype ein Erfolg werden. Das Potential ist auf jeden Fall vorhanden, die große Frage ist, ob die Story die einzelnen Elemente zusammenhalten kann und ob es auch einen freie Sandbox geben wird.

[ Special verfasst von Sanguinis ] [ © 2010 www.onpsx.net ]

From Dust - Tech Demo (in Deutsch)

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