Gamescom 2010 - Impressionen zu F3AR (FEAR 3)

30. August 2010

Gamescom 2010 - Impressionen zu F3AR (FEAR 3)

Nach Namens- und Lizenzstreitigkeiten hatte ich komplett den Überblick verloren, was die Fear-Storyline angeht. Aber als der Entwickler die Story von F3AR alias Fear 3 erklärte, dämmerte es mir, dass ich gar nichts verpasst hatte.

Almas Brut

Die Story ist schnell erklärt: Fear 3 spielt neun Monate nach dem zweiten Teil – die Zahl ist natürlich wichtig, denn Alma ist schwanger und erwartet die baldige Geburt ihrer Brut. Keiner weiß so richtig, was dabei herauskommen wird. Und das interessiert den Spieler auch erstmal nicht, denn ihre Wehen zerreißen hin und wieder die Schleier der Realität, was unterschiedliche Resultate zur Folge haben kann, doch in irgendeiner Form sind sie immer ungesund – mal für uns, mal für alle anderen. Als Soldat des zweiten Teils kämpfen wir uns durch die verlassene Vorstadt und haben zunächst nur ein Ziel: Überleben!

Gemeinsam im Dunkeln

Die größte Neuerung ist der Coop-Modus. Doch zu zweit ist es in der Dunkelheit nicht mehr so gruselig, das wissen auch die Entwickler und daher haben sie sich etwas einfallen lassen. Ähnlich wie bei Left 4 Dead spawnen die Gegner immer an unterschiedlichen Stellen. Das sah man auch den beiden Entwicklern an, denn während bei allen anderen Präsentationen, die ich so gesehen hatte, die Entwickler alles auswendig herunterspulten, sprachen sie sich bei Fear 3 richtig ab, genau wie wir es zuhause über Headset tun. Für ein weiteres taktisches Element sorgt der Coop-Partner des Soldaten, nämlich Paxton Vettel, ein Bekannter aus dem Vorgänger. Der Spieler hat ihn erschossen, die beiden hassen sich bis aufs Blut, doch leider sind sie aufeinander angewiesen. Während der Soldat eine Zeitlupe aktivieren kann, kann Vettel als Geist (weil er ja tot ist) von anderen Besitz ergreifen und ihre Waffen und Fähigkeiten nutzen. Als Geist ist er ein sehr schwacher Angreifer und kann auch nicht sonderlich viel einstecken. Wenn er von wem Besitz ergreift, erbt er auch dessen Lebensenergie. Da sein Wirtskörper zerstört wird, wenn er ihn verlässt, kann er so effektiv Gegner ausschalten. Zudem kann nur Vettel spezielle Türen sehen und zerstören, die Items oder Abkürzungen beherbergen. Hier ist es am Spieler, ob er die Feindseligkeit zum Coop-Partner ausspielt und ihm nichts sagt oder ob sie wirklich zusammenarbeiten wollen. Wer lieber alleine unterwegs ist, kann das natürlich ebenfalls tun. In diesem Fall ertönt nur Vettels Stimme in eurem Ohr, ist aber nicht als Figur anwesend. So wollten die Entwickler umgehen, dass er im Weg herumsteht oder kostbare Munition verschwendet.

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Doch auch die Gegner haben aufgerüstet. Ganz besonders fies ist The Creep: Anstatt den Spieler zu töten oder zu verletzen, zieht er ihn in seine eigenen Erinnerungen, die in Form eines separaten Abschnitts durchlebt werden. Hier gibt es auch ein Überraschungsmoment, auf was er in diesem Level genau stößt. Manchmal ist es der Creep selbst, mal sind es nur Monster oder auch Alma höchstpersönlich. Hier machten wir auch zum ersten Mal Bekanntschaft mit Almas Wehen, die wie eine gigantische Druckwelle über die Landschaft fegten und alle Gegner ins Nirvana beförderten. Andere Gegner sollen ebenfalls über spezielle Fähigkeiten verfügen, wie zum Beispiel die Beschwörung von neuen Monstern. Ebenfalls versprochen wurde ein neues Cover-System mit der Möglichkeit, sich per Knopfdruck um 180 Grad zu drehen, um so von hinten angreifenden Gegnern schnell beikommen zu können, doch zu sehen war davon nichts.

Meine Meinung zu Fear 3 ist zwiegespalten. Die Coop-Mechanik wirkt ausgereift und durchdacht, doch ich zweifle daran, dass das genug ist, um das ganze Spiel zu tragen – vor allem für Solo-Spieler. Zudem macht die Story einen denkbar dünnen Eindruck. Coop-Fans bekommen in nächster Zeit einiges geboten, da braucht es schon etwas Besonderes, um sich absetzen zu können.

[ Special verfasst von Sanguinis ] [ © 2010 www.onpsx.net ]

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