Gamescom 2011 - Impressionen zu Assassins Creed: Revelations

21. August 2011

Gamescom 2011 - Impressionen zu Assassins Creed: Revelations

Im Mittelpunkt der Präsentation standen der verbesserte Eagle Sense und die neuen Bomben, die Ezio benutzen kann, um sich seiner Gegner zu entledigen oder vor ihnen zu flüchten. Fragen nach anderen Aspekten des Spiels wie z.B. nach Desmonds Story oder anderen Spielmechaniken wurden nicht beantwortet.

Ezio, der rüstige Rentner

Obwohl Ezio mittlerweile einen leicht grauen Bart und Falten hat, sprintet, klettert und springt er wie eh und je durch das Demo-Level. Seine Mission ist es, einen von Altairs Schlüsseln von Leandros, einem ehemaligen Assassinen und jetzigen Verräter, zu bekommen. Da Ezio nicht genau weiß, wo Leandros sich befindet, hilft ein neuer Trick des Eagle Sense. Abgesehen davon, dass er visuell besser aussieht, sieht Ezio jetzt zudem auch, wo bestimmte Personen entlanggelaufen sind. Wir folgen Leandros also in sein Versteck. Durch eine Verletzung kann Ezio vorerst nicht klettern, so dass er sich auf direktere Weise mit den Wachen auseinandersetzen muss. Hier kommen die Bomben ins Spiel. Neben den Standardvarianten, die bei Kontakt explodieren, gibt es auch Minen, die an einer Leiche platziert werden können und explodieren, wenn Wachen in der Nähe den Körper untersuchen wollen. Für größere Gruppen gibt es eine Splittergranate mit hohem Streuradius. Bomben können aber auch defensiv eingesetzt werden, zum Beispiel in Form von Krähenfüßen. Diese kleinen Metallhaken wirft der flüchtende Ezio hinter sich und hält seine Verfolger damit auf, so dass er sich leichter verstecken kann.

Alle Bomben kann Ezio selbst herstellen. Dazu gab es im Level eine Art Schrank, der das entsprechende Menü öffnet, wenn man mit ihm interagiert. Jede Bombe besteht dabei aus drei Komponenten: Hülle, Sprengstoff und Inhalt. Für jede Komponente gibt es verschiedene Materialien für verschiedene Effekte. Eine Hülle aus Ton zerbricht bei Aufschlag, eine aus Eisen nicht. Als Sprengstoff stand in der Demo nur Schwarzpulver zur Verfügung, was laut Entwickler der stärkste von allen ist. Der Inhalt sorgt für verschiedene Effekte wie die bereits erwähnten Krähenfüße oder Splitter. Jede Eigenkreation lässt sich separat speichern, benennen und auf dem Waffenrad für einen schnellen Zugriff platzieren. Die Zutaten fürs Bombenbasteln gibt es zum einen aus den bereits bekannten Kisten, die überall in der Welt und den Missionen herumstehen, zum anderen sollen sie aber auch in das Wirtschaftssystem des Spiels integriert werden. Wie das genau passieren soll oder was sonst noch an der Wirtschaft getan wurde, wollte der Entwickler nicht sagen.

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Altair als Jungspund

Nachdem Leandros von Ezio erledigt wurde, nimmt er den Schlüssel von Altair an sich, auf dem seine Erinnerungen gespeichert sind. Damit stehen wir auch schon mitten in einer Altair-Mission. Diese spielt vor den Ereignissen des ersten Teils, was aber nicht für alle gelten soll. Und auch Al Mualim, Altairs Mentor hat einen Auftritt in dieser Mission; er verleiht seinem Schüler nämlich gerade den Rang eines Meisterattentäters. Gleich danach wird auch schon die Assassinenfestung angegriffen und alle werden gefangengenommen. Nur Altair kann sich verstecken und muss nun unter Zeitdruck den Anführer der Angreifer töten, der nach und nach einen Assassinen nach dem anderen mit der Armbrust exekutiert. Wir müssen ihn ausschalten bevor er Al Mualim tötet. Der Rest der Mission läuft dann ziemlich gewöhnlich ab, ohne neue Features oder sonstiges zu zeigen.

Bemerkungen am Rande

Zuletzt noch eine Sammlung an Bemerkungen, die so nebenher gefallen sind, aber nirgendwo so richtig reinpassen. Rein technisch hat sich so gut wie nichts verändert. Die Grafik wurde nicht nennenswert aufpoliert und auch das Tearing ist wieder da, wenn auch gefühlt ein bisschen weniger als bei Brotherhood. Die Framrate ist immer stabil, da gibt es nichts zu meckern. Das Kampfsystem scheint auch unverändert zu sein, mit der Ausnahme, dass es bei Nahkampf-Finishern jetzt ein kleiner Slow-Motion-Effekt eingefügt worden ist. Das Sync-System aus Brotherhood ist wieder mit dabei, also entweder kann eine Sequenz zu 50% oder zu 100% synchronisiert sein, was mit verschiedenen Anforderungen verbunden ist. Einige der Bomben, wie die Krähenfüße, werden auch im Multiplayer auftauchen. Auch in Revelations kann man wieder seine Assassinen in der Gilde trainieren und als Verstärkung rufen. Selbstverständlich gibt es auch wieder ein neues Versteck, welches gründlich renoviert und neu dekoriert werden will.

FAZIT:

Revelations scheint die Tradition der Vorgänger fortzuführen, indem es das Alte beibehält und es um ein paar kleine Features ergänzt. Leider gab es nichts über Spielzeit, Desmond oder Nebenquests zu erfahren. Da werden wir uns noch ein wenig gedulden müssen.

[ Special verfasst von Sanguinis ] [(c) 2011 www.onpsx.net ]