Mittlerweile ist FIFA alles andere als ein reiner Arcade-Kick und ist in spielerischer Hinsicht längst an Pro Evolution Soccer vorbeigezogen. Trotzdem ist EA bemüht das Gameplay immer weiter zu verbessern, um irgendwann das perfekte Fußballspiel zu liefern. Als große Neuerung wurde daher die Impact Engine angekündigt, welche Zweikämpfe von Spielern so realistisch wie noch nie darstellen soll. Auf den Videos wirkte alles auch wirklich grandios, doch letztlich kommt es auf den Alltag an und wie sich das Spiel beim Anspielen auf der Gamescom geschlagen hat, erklären wir euch jetzt.
Was ist neu?
Zu allererst widmen wir uns der größten und bereits erwähnten Neuerung, der Impact Engine. Diese sorgt dafür, dass Szenen, wo Spieler zusammenprallen und dann unrealistisch kollidieren, der Vergangenheit angehören. Dieses Versprechen konnte man auch einhalten und komische Kollisionen muss man wirklich mit der Lupe suchen. Jedoch wirkt das System bei weitem nicht so bahnbrechend, wie es in manchen Videos dargestellt wurde. Es sorgt aber trotzdem für ein authentischeres Spielerlebnis und vermeidet die übertriebenen Stürze von Spielern nach Fouls, wie noch in den Vorgängern. Wer FIFA nicht regelmäßig spielt, wird die Änderungen auch kaum bemerken, dafür aber die Änderungen in Sachen Abwehrarbeit. Das Abwehrspiel wurde nämlich komplett überarbeitet und neuerdings gibt es eine Taste für den Zweikampf und eine für das Stellen des Gegenspielers und dies macht das Spielen in der Abwehr deutlich anspruchsvoller und zumindest in den kurzen Partien war es teilweise nicht so einfach den Gegner vom Ball zu trennen, wenn dieser sich mit Pässen geschickt nach vorne bewegt hat. Ebenfalls erfreulich ist das langsamere Gameplay, sowie die verbesserte Ballphysik, welche die Ballonflanken und Schüsse ad acta legt. Fernschüsse sind dadurch nun deutlich gefährlicher und wirken auch realistischer, was direkt Abwechslung ins Spiel bringt. In Sachen Gameplay stimmt also das Gesamtpaket, auch wenn man keine Revolution erhält.
Grafisch wirkt auf den ersten Blick alles beim alten, doch wenn man genauer hinschaut, dann merkt man, dass vor allem die Spieler zugelegt haben und nun ihren realen Vorbildern deutlich ähnlicher sehen. Der Rest ist jedoch auf einem gewohnt guten Level geblieben und die Präsentation des Spiels ist wieder mal top, sodass ab der ersten Sekunde Stadionatmosphäre auftritt, was vor allem den Fangesängen zu verdanken ist.
FAZIT:
FIFA 12 ist der nächste Schritt zum perfekten Fußballspiel und auch wenn die Impact Engine nicht die beworbene Revolution ist und eher unauffällig im Hintergrund arbeitet, sorgt sie für ein authentischeres Fußballerlebnis und verbunden mit der verbesserten Ballphysik und dem langsameren Gameplay stimmt einmal wieder das Gesamtpaket. In der Demo war übrigens Borussia Dortmund als einzige deutsche Mannschaft spielbar und ansonsten standen unter anderem Arsenal und Barcelona zur Verfügung.
[ Special verfasst von crack-king ] [(c) 2011 www.onpsx.net ]