Bereits kurz vor der Gamescom kam der erste Dämpfer in Sachen PlayStation Vita. Kazuo Hirai, CEO von Sony, gab nämlich bekannt, dass der neue Handheld in diesem Jahr nur in Japan erscheinen wird. Der Rest der Welt muss sich entgegen erster Pläne somit noch ein wenig länger gedulden. Mittlerweile ist die Rede von Februar/März 2012. Nichtsdestotrotz war die Vita einer der wichtigeren Punkte von Sonys Pressekonferenz und im Anschluss durften wir erstmals selbst Hand anlegen und wie unsere Erfahrungen dabei ausgefallen sind, erfahrt ihr in unserem kleinen Special.
Die Technik
Die ersten Videos von Sony zeigten weniger eigene Spiele für die Vita, als gleich PS3-Portierungen, um die unglaubliche Power des Gerätes zu verdeutlichen. Und bislang konnte man mit den gezeigten Spielen die grafischen Ansprüche auch halten, was natürlich unter anderem in Verdienst der Hardware ist, die wohl so nicht oft in einem portablen Gerät vorzufinden ist. Vor allem wenn man bedenkt, dass man die Vita nächstes Jahr für 249€ kaufen kann, wenn man denn auf die 3G-Funktion verzichten kann. Daher gibt es hier noch eine kurze Zusammenfassung der technischen Daten.
Technische Daten für PlayStation Vita
CPU:
GPU:
Äußere Abmessungen:
Bildschirme (Touchscreen):
Kameras:
Ton:
Sensoren:
Positionsbestimmung:
Tasten/Schalter:
Wireless-Mitteilungen:
It’s about the feeling
Aber was ist schon die beste Technik wert, wenn sie sich in den Händen wie ein unhandlicher Stein anfühlt, weswegen wir jetzt auf die Handlichkeit des Gerätes eingehen. Diese fällt überraschend gut aus, denn das Gerät ist unfassbar leicht. Wer ein Besitzer der ersten PSP ist, wird ganz verwundert gucken, wo denn das Gewicht geblieben ist. Das Gerät fühlt sich nahezu federleicht an, was vor allem bei längeren Spielesessions nicht zu unterschätzen ist. Passend dazu liegt die Vita dank der verbesserten PSP-Form auch wunderbar in der Hand und krampfartige Halteformen sind unnötig. Dabei erreicht man auch nahezu problemlos alle wichtigen Stellen der Vita, wie die Schultertasten, dass Touchpad auf der Rückseite oder den Touchscreen. Hervorzuheben ist auch, dass die Vita anders als die PSP zwei Analogsticks hat, was in spielerischer Hinsicht ein riesiger Fortschritt ist. Zudem handelt es sich bei den Sticks auch um echte Analogsticks, die sich ähnlich anfühlen, wie auf einem Dualshock. Auch wenn diese teilweise etwas zu leichtgängig waren, was aber nach etwas Eingewöhnung auch kein Problem mehr darstellte. Zudem sind die Aktionstasten und das Steuerkreuz etwas klein geraten, weswegen man anfangs nicht immer die richtige Taste trifft. Ich würde sagen, dass sie gefühlt um etwa 1/3 kleiner sind, als die Tasten der PSP. Ansonsten hinterlässt das Gerät einen durchwegs positiven Eindruck und kann auch qualitativ überzeugen. Die Schultertasten sitzen fest, nichts wackelt oder knarzt und hübsch sieht das Gerät auch noch aus. Jetzt bleibt nur noch die Frage, wie lange der Akku hält, denn es wurden verdächtig oft die Handhelds neu aufgeladen.
Die Spiele
Auf die Spiele werden wir noch in späteren Specials genauer eingehen, doch gibt es jetzt schon einen kleinen Ausblick. So gab es nach der Pressekonferenz ein gutes Dutzend an Spielen zu spielen, wovon man wohl die meisten auch zumindest im Launchzeitraum erwarten kann. Dort tummelten sich die bereits bekannten Spiele, wie Uncharted: Golden Abyss, WipEout 2048, Ruin, Reality Fighters oder Sound Shapes, aber auch die bislang eher weniger bekannten Spiele, wie Resistance: Burning Skies, Asphalt Injection und Dungeon Hunter Alliance. Und zu unserer Überraschung machten eigentlich alle Spiele einen rundum positiven Eindruck. Selbst das nicht besonders spaßig aussehende Reality Fighters kann dank coolen Augmented Reality Features punkten. Aber auch Smart As wird sicherlich ein paar Freunde gewinnen, indem es genau das richtige Spiel für Zwischendurch ist und sich ein Schnippchen von dem Erfolg der Spiele, wie Dr. Kawashimas Gehirnjogging, schlagen möchte. Wenn Sony es jedenfalls schafft auch nur die Hälfte der Spiele im Launchzeitraum zu veröffentlichten (immerhin liefen alle bereits lokalisiert und in meist stabilen Fassungen), dann wird sich die Vita schnell und vor allem gut verkaufen. Weitere Informationen zu den Spielen gibt es in den nächsten Tagen, wenn wir gesonderte Previews veröffentlichen.
Die Features
Die Vita zeichnet sich aber nicht nur durch ihr abwechslungsreiches Portfolio aus, sondern auch durch tolle Funktionen, die die Vita zu einem Allrounder machen. Ganz wie beim großen Bruder verfügen auch Vita-Spiele über Trophäen und dank verschiedener Anbindungen an soziale Netzwerke, kann man auch die ganze Welt daran teilhaben lassen. Dank dem Party-Feature ist es sogar möglich während des Spiels mit anderen Leuten zu chatten, auch wenn sie ganz andere Dinge tun. Dies ist insbesondere beachtlich, wenn man bedenkt, dass dies nach mehreren Jahren immer noch nicht auf der PS3 geht. Ansonsten gibt es noch diverse Funktionen, die die Vita zur Multimediamaschine mutieren lässt. Leider müssen wir gestehen, dass man während der Gamescom keine Möglichkeit hatte diese Funktionen auszuprobieren, jedoch hört sich das Ganze auf dem Papier schon recht gut an. Den Rest wird uns die Zukunft aufzeigen.
FAZIT:
Ich muss gestehen, dass ich von der ersten Sekunde an bereits ein Fan der Vita war, aber dieses Event hat meine Vorfreude nur weiter gesteigert, denn Sony scheint den Spagat zwischen Coregames und Spielen für Zwischendurch zu schaffen und zumindest bislang gibt es einige Titel, auf die man sich freuen sollte. Des Weiteren fühlt sich das Gerät unglaublich gut an und nur das stumpfe Halten zaubert dem Spieler schon ein Lächeln ins Gesicht. Die durchaus durchdachten Funktionen, wie Party, tun ihr übriges und so gibt es eigentlich nur einen Knackpunkt: Den späten Release im nächsten Jahr…
[ Special verfasst von crack-king ] [© 2011 www.onpsx.net ]