Gamescom 2011 - Impressionen zu The Darkness 2

25. August 2011

Gamescom 2011 - Impressionen zu The Darkness 2

Lange ist es her, das ich den ersten Teil nach dem Ende etwas enttäuscht in mein Spieleregal zurückgestellt habe. Das Spiel hatte Potential, konnte es aber nicht wirklich nutzen. Daher ging ich mit gemischten Gefühlen in die Präsentation von The Darkness 2 – zum einen hoffte ich auf frische und vor allem gut umgesetzte Ideen, zum anderen darauf, dass die alten Stolpersteine in Gameplay und Leveldesign beseitigt wurden.

Willkommen in Hellgate Fields

Einen Preis hat The Darkness 2 jetzt schon gewonnen: Im Präsentationsraum stehen die mit Abstand bequemsten Stühle der ganzen Messe! Da lässt sich die Demo, die das Kampfsystem und die neuen Darkness-Kräfte zeigt, doch ganz entspannt genießen. Die Demo spielt in einem alten Vergnügungspark namens Hellgate Fields und gehört dem neuen Bösewicht im Spiel, der Brotherhood. Die hat in früheren Zeiten die Darkness bewacht, sie beschützt und studiert, wechselte aber dann die Seiten und will nun Jackie ins Jenseits befördern. Die Brotherhood hat also Erfahrung, wie man mit der Darkness umzugehen hat und das zeigt sich auch im Leveldesign. Hell erleuchtete Attraktionen und Gänge, kleine und große Lampen überall, die erst zerschossen werden müssen bevor Jackie sich gefahrlos umschauen kann. Denn Licht setzt der Darkness mehr zu als im Vorgänger. Im Licht verfügt Jackie über keine Darkness-Kräfte und kann auch die Tentakel nicht benutzen. Zudem ist er geschwächt und kann nur noch mit Mühe normale Waffen benutzen. Das nutzen auch die Gegner aus und setzen Scheinwerfer auf hohen Mauern ein oder tragen sie mit sich herum. Das Licht ist aber nicht Jackies einziges Problem, denn er und die Darkness sind sich immer noch nicht so richtig grün und zanken sich daher auch mal, was meistens darin endet, dass die Tentakel an Jackies Waffen zerren, so dass er nicht schießen kann. Optisch hat man sich mehr an den Comic-Vorlagen orientiert, was zur Folge hat, dass das Spiel zwar sehr dunkel ist, aber dennoch viele verschiedene und satte Farben zeigt. Trotzdem ist der Comic-Stil dezent genug gehalten, um sich nicht in den Vordergrund zu spielen.

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Das Herz der Finsternis

Kommen wir zum Herz der Demo: Dem Kampf mit der Darkness. Viele Elemente wurden aus dem Vorgänger übernommen, z.B. die essbaren Herzen der Gegner, die der Darkness mehr Kraft verleihen oder die Execution-Kills mit den Tentakeln. Auch die Darklings sind wieder dabei, allerdings stehen sie nicht unter dem Kommando des Spielers, sondern agieren eigenständig. Sobald man einen gefunden hat, laufen sie meist ungesehen mit und helfen euch ab zu im Kampf, indem sie Gegnern auf den Kopf springen und so vom Schießen abhalten oder sie zerren sie aus ihrer Deckung, damit Jackie sie einfacher erledigen kann. Und beim Erledigen ist Abwechslung angesagt. Jackie kann ganz klassisch mit verschiedenen Pistolen und MPs um sich schießen, mit seinen Tentakeln um sich schlagen oder Gegner greifen und wegschleudern, sie aufspießen, zerteilen oder auf andere werfen. Vor allem die Execution-Kills haben es in sich und lassen das Opfer meist nur in Einzelteilen zurück.

Neu hingegen ist das Skill-System, um neue Kräfte der Darkness freizuschalten. Für gegessene Herzen, erledigte Gegner und Execution-Kills gibt es Dunkle Essenz. Mit genügend Punkten lassen sich in 4 Skill-Trees neue Tricks freischalten: Waffen, Darkness-Kräfte, generelle Skills und Gun Channeling. Für die Demo wurde nur der letzte Skill-Tree vorgestellt. Gun Channeling versorgt eure Waffen temporär mit dunkler Energie, was sie stärker macht und keine Munition verbraucht, also muss auch nicht nachgeladen werden. Dazu gibt es noch den Skill Heart of Darkness, der Gegner nicht nur hinter Mauern und Deckung anzeigt, sondern auch noch erlaubt, durch selbige Deckung zu schießen. Zuletzt bekam dann auch noch das bereits aus dem Vorgänger bekannte schwarze Loch seinen Auftritt und räumt mit den verbliebenen Gegnern ordentlich auf. Im Gegensatz zum Vorgänger ist das schwarze Loch aber keine Kraft mehr, sondern taucht als Item in den Levels auf. Und dann war die Demo auch schon vorbei.

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FAZIT:

Optisch und vom Kampfsystem her, verspricht The Darkness 2 mehr als sein Vorgänger. Ich bin auf das Questsystem, Leveldesign und die Storyführung gespannt, denn hier hatte der erste Teil erhebliche Schwächen. Vor allem so etwas wie die Weltkriegslevels will ich nie wieder sehen! Die neuen freischaltbaren Kräfte geben dem Spieler die Freiheit, seine Fähigkeiten an seinen Spielstil anzupassen, was im Vorgänger nicht möglich war. Und schließlich sorgt das noch gefährlichere Licht für mehr Strategie bei den ohnehin schon dynamischen Kämpfen. Wir dürfen auf weitere Details gespannt sein.

[ Special verfasst von Sanguinis ] [© 2011 www.onpsx.net ]

crack-king’s Meinung:

Bereits der erste Teil von The Darkness konnte mich damals trotz seiner Schwächen überzeugen und dementsprechend war die Spannung vor der Präsentation von 2k Games groß. Und was soll ich groß um den heißen Brei herumreden? Es sah einfach geil aus! Man hat sich stärker an der Vorlage orientiert und mit der Brotherhood gibt es einen neuen Gegner, der weiß, wie man mit den Darkness-Kräften umgehen muss. Dies führt zu intensiven, actionreichen Kämpfen und vor allem die Darkness-Köpfe lassen ihre Muskeln spielen. Scheinbar war es noch nie einfacher einen Menschen zu zerteilen, ihn aufzuspießen oder ihm kurzer Hand das Herz herauszureißen. Glücklicherweise hat man sich auch Problemen angenommen und beispielsweise die schwarzen Löcher abgeschwächt und einen Skilltree eingeführt, um auch später im Spiel noch etwas Neues zu bieten. Übrigens muss sich auch keiner um die Cel-Shading Grafik Sorgen machen, denn diese wird so geschickt eingesetzt, dass man kaum merkt, dass es sich hierbei um Cel-Shading handelt und ich sage es nochmals: Das Spiel sieht einfach genial aus und könnte ein echter Toptitel werden!