Auf der Gamescom hatten wir die Gelegenheit uns Starhawk exklusiv von Dylan Jobe vorstellen zu lassen, dem Präsidenten von Lightbox Interactive. Was wir dabei neues erfahren haben und was wir für Erfahrungen gemacht haben, erklären wir euch jetzt in diesem kleinen Special.
Bruderkonflikte
Starhawk ist quasi der Nachfolger zu Warhawk (OnPSX Review), dem beliebten Multiplayershooter, der sich damals mit seinen Luft- und Bodenkämpfen erfolgreich aus dem Einheitsbrei der Shooter hervorheben konnte. Manche vermissten jedoch Singleplayermissionen und dieser Kritik nimmt sich Lightbox Interactive nun an. Denn Starhawk bietet eine umfangreiche Singleplayer-Kampagne in einem völlig neuen Universum. Diese dreht sich um die New Frontiers, welche Planeten am Ende der Galaxie sind und die die Menschen für neue Kolonien nutzen. Gleichzeitig sucht man auf den Planeten nach der wichtigen Rift Energie, die für zahlreiche Technologien entscheidend ist. Leider mutieren die Menschen mit der Zeit, wenn sie beim Abbau der Rift Energie mithelfen und irgendwann werden sie aus der Gesellschaft ausgestoßen und werden zu Outlaws – Monsterähnlichen Menschen. Man selber übernimmt dabei die Kontrolle über Emonett Graves, der selber bereits mit der Rift Energie in Kontakt kam, aber noch nicht vollständig mutiert ist und so die Vorteile der Rift Energie in seinem Körper nutzen kann. Deshalb hat er es sich zur Aufgabe gemacht die Outlaws auf den zahlreichen Planeten zur Strecke zu bringen. Problem hierbei ist, dass sein Bruder selber ein Outlaw ist und somit ist ein Kampf unausweichlich und dieser Bruderkonflikt tragender Pfeiler der Story.


Achtung, ein Haus!
Neu bei Starhawk ist das sogenannte Build’n Battle System, womit man seine Basis nach seinen Vorstellungen umbauen kann. Denn jeder Spieler hat Rift Energie, die er durchs Töten von Gegner erhält und kann diese zum Bauen von Türmen, Airhawkstationen oder Mauern nutze. Als Beispiel wurde ein intensives Gefecht gezeigt, in dem einer der Spieler dann vor sein Team eine schützende Mauer gebaut hat, auf der auch noch genügend Waffen vorhanden waren, um das andere Team dann auszuschalten. Um aber Mitglieder daran zu hindern völlig sinnlose Gebäude zu bauen, gibt es ein System, dass solchen Spielern dann die Baufähigkeit für bestimmte Zeit entzieht. Ebenfalls wichtig ist, dass Spieler wissen, wo als nächstes ein Gebäude erscheint. Denn anders als bei den Siedlern werden die Gebäude nicht erst lange gebaut, sondern werden direkt aus dem Himmel abgeworfen und machen unter sich alles dem Erdboden gleich. Um damit aber nicht reihenweise Gegner zu plätten, können diese sehen, wo man ein Gebäude baut, um notfalls noch genügend Zeit zu haben um zu verschwinden. Wer aber nicht aufpasst, wird natürlich geplättet. Neu ist übrigens auch, dass die Airhawks nicht nur reine Flugzeuge sind, sondern sich am Boden in bester Transformers-Manier zu laufenden Robotern verwandeln, die ziemlich schwer zu besiegen sind. Cool ist auch, dass besiegte Airhawks in tausende von Stücken zerfallen und diese Trümmer andere Spieler auch töten können, für welche man dann auch noch Rift Energie erhält. Interessante Anekdote am Rande: Um das Balancing und andere Mechanismen des Spiels auszutesten, gibt es regelmäßig interne Turniere zwischen z.B. Entwicklern und Designern und damit diese sich auch wirklich ins Zeug hängen und Teamplay im Vordergrund steht, erhält das Entwicklerteam eine Prämie von rund 100$. Denn erste Erfahrungen haben gezeigt, dass die Mitarbeiter sich ansonsten teilweise ziemlich egoistisch verhalten haben oder einfach nicht bei der Sache dabei waren. Seit der Prämie sollen aber echte Kämpfe daraus geworden sein. Passend dazu hat man übrigens auch ein neues Turniersystem und Clansystem, sowie einen Coop-Modus eingebaut.


Spacefights
Bereits auf der E3 kündigte man an, dass man nicht nur auf den Planeten kämpfen kann, sondern auch wirklich im Weltall. Immerhin suggeriert der Name Starhawk dies und erstmals wurden diese Kämpfe im Weltall gezeigt. Auf diesen Karten gibt es dann frei herumschwebende Stationen und Steine bzw. Kometen, die um diese Stationen herumschweben und wer respawnt, wird nicht einfach an einer Station wiederbelebt, sondern wird in einer Kapsel abgeschossen, die man dann an seinen gewünschten Landeplatz lenken muss. Wirklich ein cooles Feature! Aber vor allem die Starhawks profitieren von diesen Kämpfen im Weltall, da man quasi keine Grenzen hat und sich Kämpfe überall abspielen können. Dank der schwebenden Stationen gibt es aber auch genügend für Fußsoldaten zu tun und das erste Gameplay machte wirklich Spaß. Für die Fans des Jetpacks gibt es übrigens auch gute Nachrichten. Anders als bei Warhawk ist dies nämlich kein Download Content mehr, sondern fester Bestandteil des Spiels!
FAZIT:
Starhawk scheint ein würdiger Nachfolger von Warhawk zu werden und mit der neuen Singleplayer-Kampagne dürfte man zahlreiche neue Spieler anwerben können. Aber auch die neuen Features wie Build’n Battle oder die Weltraumkämpfe sind eine kreative Neuerung und machten in den ersten Matches viel Spaß. Wenn im finalen Spiel die Balance stimmt, erwartet uns ein tolles Spiel für Multiplayer-Fans.
[ Special verfasst von crack-king ] [© 2011 www.onpsx.net ]