Reality Fighters
Im Rahmen der Gamescom erhielten wir die erste Möglichkeit einige Vita-Spiele selbst auszuprobieren und im Falle von Reality Fighters gab es eine echte Überraschung!
Von den Machern von Invizimals
Reality Fighters gehört mit zu den ersten Spielen die für die Vita angekündigt wurden und ist im Grunde ein Beat’em Up, dass sich aber vor allem durch das Augmented Reality Feature aus der Masse hervorheben möchte. Augmented Reality bedeutet auf Deutsch erweiterte Realität und dies ist wörtlich zu nehmen. Denn dank der Kameras in der Vita kann man die Kämpfe im wahrsten Sinne des Wortes überall stattfinden lassen. Sei es in der U-Bahn, auf dem Bett oder auf seinem Schoß. Dabei wird das Bild der Kamera als Hintergrund genommen und die Figuren mittig platziert. Wer möchte kann aber auch AR-Trap aktivieren, was einen bestimmten Bildbereich nimmt und dort die Figuren platziert. Wer dann die Vita bewegt, muss aufpassen, dass die Figuren nicht aus dem Blickfeld geraten, indem man die Kamera auf etwas anderes richtet. An sich eine gute Idee, da man sich so den perfekten Ort aussuchen kann und nicht auf einmal im Himmel kämpft. Leider kann dies dazu führen, dass man die Vita in ganz komischen Winkeln halten muss, um die Figuren zu sehen. Aber wie so oft, sind auch bei Reality Fighters aller guten Dinge drei und man hat noch eine Möglichkeit. Wer will kann auch einfach ein Bild auswählen und dann auf diesem die Figuren platzieren. Besonders cool ist das, wenn es sich um ein 360° Bild handelt, wie bei der Präsentation. Denn dann kann man die Vita neigen und sich so durch das Bild bewegen. Leider konnte der Entwickler mir nicht verraten, ob solche 360° Aufnahmen auch mit der Vita möglich sein werden.


Umfangreicher Editor
Da das Spiel aber dank Augmented Reality kein wirkliches Setting hat, ist auch in Sachen Charaktere alles möglich und dementsprechend umfangreich fällt der Charakter-Editor aus. Man kann nämlich mit den Kameras der Vita ein Foto seines Gesichts machen und dies dann im Spiel nutzen, doch zumindest in meinem Fall konnte ich keine großartige Ähnlichkeit feststellen. Trotzdem kann man dann seinen Charakter weiter verändern und dazu stehen einem nahezu unendlich viele Möglichkeiten zur Verfügung und kein Wunsch sollte unerfüllt bleiben. Ist das Aussehen nach seinen eigenen Wünschen gestaltet, kann man sich noch einen Kampfstil aussuchen, der alles andere als klassisch sein muss. So kann man gerne auch als Breakdancer oder Superheldin sein Glück versuchen. Zum Schluss wählt man noch ein Item, das man später im Kampf einsetzen kann. Im meinem Fall war es ein Zug, der nach einer Tastenkombination den Gegner kurzerhand überfährt und für einige Lacher sorgt. Wer möchte kann seine Kreation dann auch bei Facebook, Twitter & Co. hochladen und dem Rest der Welt präsentieren.
Das ist übrigens meine Kreation:

Zu guter Letzt widmen wir uns noch dem Gameplay, das seinen Zweck erfüllt, aber etwas hölzern daherkommt. Von der Geschmeidigkeit eines Tekken oder Street Fighters ist man also noch weit entfernt, jedoch funktioniert es ansonsten gut und enthält alle Angriffe, die man sich so wünschen kann. Dank der verschiedenen Kampfstile gibt es auch unterschiedliche Kombos und Bewegungen, die aber allesamt wohl eher auf den Casualgamer ausgelegt sind. Denn wer Tastenkombinationen, wie in Tekken sucht, wird hier nicht fündig und muss sich meist mit rudimentären Sachen begnügen. Möglicherweise wird dies aber noch in dem fertigen Spiel verbessert. Wie ein Entwickler mir übrigens mitteilte, wird Reality Fighters ein Launchtitel, wenn Sony nicht andere Wünsche äußert.
FAZIT:
Die allerersten Bilder und Videos zu Reality Fighters sahen ziemlich langweilig aus und schnell machte sich der Eindruck breit, dass es sich hierbei nur um ein Spiel handelt, dass die Augmented Reality Features der Vita verdeutlichen soll. Doch auf der Gamescom wurden wir eines besseren belehrt und auch wenn es sich hierbei um keinen AAA-Titel handelt, sollte man den Titel nicht unterschätzen. Denn alleine der Charaktereditor bietet Stunden an Spaß. Wenn man dann auch noch das Gameplay ein wenig geschmeidiger machen könnte, hätte Sony einen interessanten Titel zum Launch. Aber auch so ist das Spiel sicherlich einen Blick wert und konnte zumindest mich positiv überraschen.
[ Special verfasst von crack-king ] [© 2011 www.onpsx.net ]
Smart As
Smart As ist ein weiteres der zahlreichen Spiele, die auf der Gamescom anspielbar waren und versucht auf einen ähnlichen Zug aufzuspringen, wie Dr. Kagawashimas Gehirnjogging auf dem DS. Ob dies aber erfolgreich passiert oder eher ein einfallsloser Abklatsch ist, erfahrt ihr hier bei uns.
Gehirntraining
Wie bereits erwähnt, ist Smart As eine Art spielerisches Gedächtnistraining mit vielen Puzzleansätzen. Auf der Gamescom durften wir leider nur den Teil spielen, der die Fähigkeiten des Hirns bestimmt, doch hat das für einen ersten Eindruck bereits gereicht. So bestand dieser Teil aus drei Spielen, die allesamt regen Gebrauch von den Vita-Funktionen gemacht haben. Im ersten Spiel ging es z.B. darum zwei dargestellte Zahlen zu erhalten, indem man auf dem Bildschirm verteilte Blasen mit den Fingern zusammenzog. Auf jeder Blase standen nämlich Zahlen und durch das zusammenziehen wurden diese addiert. Am Anfang war dies noch einfach, doch später gab es Zahlenkombinationen die verräterisch waren und so konnte man die bereits zusammengeführten Blasen wieder mit den Fingern trennen und einen neuen Versuch starten. Das alles passiert aber unter Zeitdruck. Denn je schneller, umso besser. Das zweite Spiel hieß Roller Blocks, dass aus einem Feld bestand auf denen Blöcke verteilt waren. Manche der Blöcke musste man nun an einen bestimmten Ort bringen, indem man die Vita zur Seite kippt und die Blöcke somit in Bewegung bringt. Dies wird vor allem mit verschiedenfarbigen und mehreren Würfeln schwer und sobald Würfel mit Zahlen ins Spiel kommen und man auch noch die richtige Zahl am Ziel oben haben muss, wird es sehr schwer. Das dritte Spiel war Memorize, in dem Objekte auf einem Laufband auf dem Bildschirm zu sehen sind und man sich diese merken muss. Natürlich werden es mit der Zeit immer mehr Objekte, die auch immer schneller vorbeihuschen. Am Ende der drei Spiele, wird dann die eigene Intelligenz in Prozent angegeben und man kann sich dank der Near-Features mit anderen Spielern vergleichen – Mit Spielern aus der Umgebung, aus der Stadt, dem Land, dem Kontinent oder sogar der ganzen Welt. Später soll man auch die Möglichkeit haben seine persönlichen Daten, wie Augenfarbe oder Hobbys anzugeben, um dann zu vergleichen, wer schlauer ist. Blondinen oder Braunhaarige Frauen? Oder sind Porschefahrer wirklich dümmer als andere? Gespeichert werden die Daten auf einem Cloud-Server und an die Datenschützer hat man auch gedacht. So soll der Spieler immer wissen, welche Daten gespeichert werden und wer möchte kann sie auch löschen lassen. Jedoch betonten die Entwickler, dass man die Daten nicht sammelt, um sie an Marktforschungsunternehmen zu verkaufen, sondern um möglichst lustige Vergleiche herstellen zu können.


Die Fakten
Übrigens soll es im fertigen Spiel 20 verschiedene Spiele mit hunderten an Levels geben, die weitere Teile des Gehirns beanspruchen und dafür gibt es dann den Daily Workout Modus, den man einmal täglich nutzt, um sein Gehirn ein wenig weiter zu trainieren. Wer möchte kann sich aber im Free Play austoben und sogar im lokalen Multiplayer an einer Konsole mit anderen um die Wette knobeln. Wer möchte kann dies aber auch über die 3G-Funktionalität der Vita tun. Für Freunde der Play, Create, Share Familie will man auch sorgen, denn momentan überlegt man auch Custom Content einzubauen, damit Spieler ihre eigenen Knobeleien hochladen könnten. Diese Idee ist jedoch noch nicht fertig ausgebaut und so muss man sich gedulden, ob sie im fertigen Spiel auch auftaucht.
FAZIT:
Smart As ist zwar in erster Linie ein Gedächtnistraining, doch durch seine lustige Aufmachung und die teils verrückten Vergleiche hat man auch wirklich Spaß an den Übungen, die auch die Vita-Features sinnvoll nutzen. Zudem zeigt das Spiel auch erstmals wie man die Near-Funktion in einem Spiel gebrauchen könnte. Wer also denkt, dass sein Hirn ein wenig Training gebrauchen könnte, sollte sich Smart As beim Vita-Launch nicht entgehen lassen.
[ Special verfasst von crack-king ] [© 2011 www.onpsx.net ]