Gamescom 2011 - Impressionen zu Move Fitness

12. September 2011

Gamescom 2011 - Impressionen zu Move Fitness

Auf der Gamescom gab es zwar nicht viele Neuankündigungen, doch Move Fitness von Sony war eine davon. Mit diesem exklusiven Spiel für PlayStation Move möchte Sony ebenfalls diejenigen Leute ansprechen, die sich nicht unbedingt in einem Fitnessstudio anmelden möchten und trotzdem irgendwie fit bleiben möchten und am besten dabei eine Art Trainer haben. UFC Personal Trainer und EA Sports Active machen es bereits vor und Sony möchte es nun besser machen. Ob uns das Spiel letztlich wirklich zum Schwitzen gebracht hat, verraten wir euch jetzt.

Alles fit?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Move Fitness um ein Fitnessspiel, dass die Kalorien purzeln lassen will. Entwickelt wird es dabei von Coldwood Interactive, den Entwicklern des Move-Spiels The Fight, und soll bereits 2011 um Weihnachten herum erscheinen. Um dann die durch die Weihnachtsleckereien angesammelten Pfunde wieder verschwinden zu lassen, wird es über 25 Spiele bzw. Trainingsarten geben, die sich alle gewissen Körper- oder Muskelregionen widmen. Zu sehen waren z.B. Spiele, in denen man mit seinen Fäusten eine Wand zerschlagen oder sogar präzise Schläge wie ein Boxer ausführen musste. Ein anderes Spiel verlangte dann, dass man Basketbälle in einen Korb wirft. Wobei es hierbei nicht reichte, einfach nur den Basketball vom Boden aufzuheben. Nein, man musste auch noch an der richtigen Stelle stehen, was dazu führte, dass man zwischen den Positionen an denen der Ball sein könnte, hin- und herspringen musste. Und mit hin- und herspringen meine ich auch hin- und herspringen. Denn Move Fitness registriert nicht nur die Bewegungen des Move-Controllers, sondern auch die Bewegungen eures Körpers und das ziemlich genau. Besonders bei dem Basketballspiel zeigte sich dies gut. Leider wurde gleichzeitig auch ein erster Nachteil deutlich. Um manche Spiele spielen zu können, braucht man einiges an Platz. Ein Feld von 1x2m vor dem Fernseher sollte es schon sein und zudem muss man den Standard-Abstand von der Playstation Eye Kamera noch hinzurechnen. Dafür kommt man dann auch gehörig ins Schwitzen, was man jedem Spieler ansehen konnte und das Spiel euch auch grafisch darlegt, indem es verbrauchte Kalorien, Leistung usw. anzeigte und dabei gleichzeitig auch den Trainingsverlauf zeigte. Denn mit Move Fitness kann man sich sogar seinen eigenen Trainingsplan zurechtlegen, der dann auf ein bestimmtes Ziel hinarbeitet. Wer möchte kann später seine Ergebnisse sogar online mit anderen vergleichen. Dafür kommt nun der erste wirkliche Nachteil, denn Move Fitness setzt unbedingt zwei Move Controller voraus und funktioniert ansonsten leider nicht. Umso erfreulicher ist es, dass man den Synchronisationsprozess deutlich vereinfachen konnte. Man kennt ja das Prozedere aus anderen Move-Spielen. In regelmäßigen Abständen darf man den Move-Controller neu synchronisieren und das geht mit der Zeit auf die Nerven. Vor allem bei The Fighter war dieser Prozess auch noch sehr kompliziert. Zwar entfällt bei Move Fitness das Synchronisieren vor einem Spiel nicht mehr, aber dafür wird es deutlich vereinfacht und beschleunigt. Man muss sich nun nur noch mit ausgebreiteten Armen hinstellen und das Spiel misst die Körpergröße. Mehrfaches Tastendrücken oder vollführen von bestimmten Posen entfällt somit, denn mit Hilfe der Körpergröße synchronisiert das Spiel dann während des Spielens immer wieder aufs Neue und deshalb kann man auch so problemlos von Stelle zu Stelle springen oder auch mal näher an den Bildschirm treten und das Spiel registriert dies sofort. Dies ist wirklich vorbildlich!

Wie im Fitnessstudio

Um den Gang ins Fitnessstudio wirklich nahezu komplett ersetzen zu können, hat man sich große Mühe dabei gegeben eine reale Fitnesstudioumgebung nachzustellen. Daher wird man beim Training hin und wieder andere Personen trainieren sehen und das passiert alles in Echtzeit. Daher ist die Grafik auch wirklich hübsch und möglichst realistisch, um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden und das klappt ohne Probleme. Denn Aliasing oder andere nervige Grafikprobleme konnten nicht erkannt werden und so ist das Spiel von der technischen Seite her zumindest einwandfrei.

FAZIT:

Ich bin zur Präsentation gegangen in der Hoffnung Sorcery endlich zu sehen, denn auf der Einladung stand nur „Move Title“. Als mir dann der Titel Move Fitness ins Gesicht sprang, machte sich eine erste Enttäuschung breit, die aber wieder sehr schnell verflog. Denn Move Fitness sieht so aus, als ob es nicht nur den Fitnessaspekt im Blickpunkt hat, sondern auch wirklich Spaß macht. Vielleicht ist es also wirklich an der Zeit sich im Fitnessstudio abzumelden und sich dafür zwei Move-Controller zu kaufen. Denn Move Fitness ist ein Spiel für jedermann und dürfte selbst die Freundin vor die Konsole locken. Wenn dann noch ein paar Pfunde dabei purzeln… Was will man mehr?

[ Special verfasst von crack-king ] [ © 2011 www.onpsx.net ]