G-Con 2 Review

14. June 2004

G-Con 2 Review

Bevor man über den Controller zu spricht (bzw. schreibt), sollte man erst einmal etwas über das Genre und die Spiele wissen, wozu diese überhaupt gebraucht werden. 

Die so genannten Lightgun-Shooter stammen ursprünglich aus der Spielhalle. Man steht vor einem Automaten, steckt ein paar Münzen hinein, zückt die Pistole und feuert auf Gegner, die auf dem Bildschirm auftauchen. Diese Spiele sind recht kurz(weilig) und primär auf Punktejagd für den Highscore ausgelegt. Den „Kick“ gibt eben die Pistole oder das Gewehr aus Plastik. Dadurch kann man wie mit einer echten Waffe genau zielen und abdrücken. Schnelligkeit, ein gutes Auge und ein schneller Finger am Abzug sind gefragt.

Aber wie funktioniert eine Lightgun eigentlich?

Funktionsweise herkömmlicher Lightguns

Anders als viele denken mögen, senden Lightguns keinen Lichtstrahl aus. Sie \"schießen\" also nicht wirklich und es ist auch vollkommen ungefährlich in den Lauf zu blicken. Bei Lightgun-kompatiblen Spielen wird ein blitzschneller und daher unsichtbarer Lichtblitz (meist in Form eines Kreuzes) über den Bildschirm geschickt. Ein Sensor im Lauf der Lightgun registriert dann die Position des Blitzes. So kann die Software genau ermitteln, wohin die Lightgun gerade zielte, als der Abzug betätigt wurde.

Funktionsweise der G-Con 2 und kompatibler

Da die herkömmliche Funktionsweise der Lightguns auf Grund der verschiedenen Bildschirmgrößen und der Entfernung zum Bildschirm recht ungenau waren entwickelte Namco die G-Con  oder auch GunCon genannt, die man in einem Bundle mit dem Spiel Time Crisis einführte. Diese Lightgun ermöglicht ein fast pixelgenaues Zielen! Diese Genauigkeit wird dadurch erreicht, dass das Bildsignal nicht nur in den Bildschirm, sondern auch in die Lightgun selbst gesendet wird, wodurch sehr genau verglichen werden kann wohin man zum Zeitpunkt des Schusses gezielt hat.

Über die diversen Konsolengenerationen hinweg haben auch die Lightgun-Shooter Einzug in die Kinderzimmer bzw. Wohnzimmer dieser Welt gehalten. Die G-Con 2 im speziellen hat ihren Ursprung als Heimversion auf der PlayStation 1. Die erste G-Con wurde benötigt um Automatenumsetzungen wie Time Crisis zu spielen. Ein paar Jahre später veröffentlichte Namco die G-Con 45, eine Weiterentwicklung der original Lightgun. Als die PlayStation 2 eingeführt wurde, war es an der Zeit ein neues, überarbeitetes Modell auf den Markt zu bringen.

Die G-Con 2

Zusammen im Bundle (mit Time Crisis 2), aber auch einzeln erhältlich, wurde die Plastikpistole gegen Ende 2001 bei uns veröffentlicht.

Fakten:

  • blaues Gehäuse, weiße Tasten
  • USB Kabel und AV Kabel Anschluss
  • eine Trigger Taste
  • runde (kleine) Select & Start Tasten an der linken Vorderseite
  • größere A und B Tasten an den Seiten weiter hinten
  • ein Steuerkreuz auf der Rückseite über dem Griff
  • ein Button unter dem Griff (wo normalerweise das Magazin sitzt)
  • extra langes USB Kabel mit Zusatzkabel für eine Verbindung mit einer zweiten Lightgun

Die Pistole besitzt ein blaues Gehäuse und weiße Tasten. Die Form ist keiner real existierenden Waffe nachempfunden (erinnert trotzdem entfernt an einen Colt), sie liegt aber dennoch sehr gut in der Hand. Einzig die A und B Tasten sind (wenn im Spiel eingebunden, z.B. beim Ducken in Time Crisis 2) nicht gut zu erreichen, teilweise macht aber das Steuerkreuz diesen Nachteil wieder weg. Gleichermaßen ist die Lightgun für Rechts- und Linkshänder geeignet. Eine der Neuerungen ist die fünfte Taste unter dem Griff. Sie erleichtert das Nachladen während des Spielens und sorgt für ein realistisches Erlebnis.

Der größte Vorteil der G-Con 2 ist aber die Kompatibilität mit den Spielen (sozusagen ist das DIE Lightgun) und die Genauigkeit. Keine andere Lightgun kommt an die Treffgenauigkeit der Namco Pistole heran. Diese beiden Fakten machen sie praktisch zur Nummer 1 für Lightgun Spiele.

Jedoch wo Licht, da auch Schatten. Und hier muss sich Namco einiges gefallen lassen. Zum einen funktioniert die Pistole nicht mit 100hz Fernsehgeräten. Mittlerweile sind solche Geräte großflächig verbreitet, aber die Technik der G-Con 2 funktioniert nicht mit den flimmerfreien Geräten. Auch andere diverse Geräte können Probleme bereiten (Projektoren, PAL Plus Modi`s bei Fernsehern, Liquid Crystal oder Plasma Bildschirmen…) Zum anderen besitzt die Waffe keinen Rumblemotor der einen Schütteleffekt (ähnlich des Controllers) erzeugt. Dies ist sehr schade, würde das Gefühl der Authentizität doch steigen, wenn bei jedem Schuss die Lightgun vibrieren würde.

Die G-Con 2 kann zudem nicht an die PlayStation 1 und PSOne angeschlossen werden, da beide Konsolen keinen USB-Anschluss besitzen.

FAZIT:

Die G-Con 2 bildet trotz der oben angesprochenen Mängel klar die Spitze, Zielgenauigkeit und Kompatibilität sind die Argumente schlechthin. Bleibt nur zu hoffen, dass Namco die Mängel in der nächsten Generation ausbügelt. Solange führt aber kein Weg an der G-Con 2 vorbei.

 Pluspunkte:

  • Kompatibilität bei Spielen
  • Genauigkeit
  • Belegt keinen Controller Port

Minuspunkte:

  • Keine 100 Hz Kompatibilität 
  • Kein Schütteleffekt
  • Muss zweifach angschlossen werden

Folgende PlayStation 2 Spiele unterstützen die G-Con 2:

  • Dino Stalker
  • Endgame
  • Gunfighter 2
  • Ninja Assault
  • Police 24/7
  • Resident Evil: Dead Aim
  • Resident Evil Survivor 2: Code Veronica
  • Time Crisis 2
  • Time Crisis 3
  • Time Crisis: Crisis Zone (VÖ Ende 2004)
  • Vampire Night
  • Virtua Cop Rebirth