Alle Jahre wieder kommen von den einschlägigen Schummel-Programmen, die es für jede Konsole gibt, neue Versionen heraus. So auch von Datels Action Replay (kurz: AR) für die PS2, welches seit einer Weile in der dritten Generation namens AR MAX erhältlich ist. Der Nachfolger, welcher seit etwa Anfang des Monats existiert, heisst: AR MAX!? Wer jetzt etwas verwirrt ist, ist damit nicht alleine. Datel hat entschieden, dass der Nachfolger keinen neuen Namen erhalten soll, sondern nur gelegentlich als \"new version\" bezeichnet wird, was keiner so recht nachvollziehen kann. Ein großer Unterschied zur Vorgängerversion ist aber z.B. der Verzicht auf das Dongle für den Memory-Card-Slot, zusätzliche Cheats und Einstellungen werden nun auf USB-Stick oder Memory Card gespeichert. Dieses Review bezieht sich auf die sogenannte Evo Edition, welche die gleichen Funktionen bietet wie das normale neue AR MAX, aber mit einem 16MB-USB-Stick ausgeliefert wird. Dieser ist zwar recht klein, aber für die unten beschriebenen Zwecke ausreichend und kostet nicht sehr viel Aufpreis, außerdem wird die neue AR MAX-Version über den Zusatz \"Evo Edition\" zweifelsfrei identifiziert. Es funktionieren aber auch nahezu alle USB-Sticks von Drittherstellern.
Was gleich als erstes negativ auffällt, ist die Verpackung, hier wird Umweltschutz mit Füßen getreten und gleichzeitig der Kunde für dumm verkauft. Das Programm wird in einem großen Plastikaufsteller ausgeliefert, welchen man ausschliesslich gewaltsam öffnen kann. Darin befinden sich einige Pappschnipsel, der USB-Stick und ein silbrig glänzender Karton. Dieser wiederum ist zu etwa 80% von einem gefaltetet Stück Pappe ausgefüllt, dazu kommt ein kleines Heft mit der Bedienungsanleitung, zwei lose Zettel mit zusätzlichen wichtigen Instruktionen (CD nicht essen usw.) und zwei CDs, die einfach lose in die Anleitung gelegt wurden. Da türmt sich ein riesiger Berg Plastik- und Pappmüll auf, aber für eine einfach Papierhülle um die CDs hat es nicht mehr gereicht, von Jewel Case ganz zu schweigen! Der eigentliche Inhalt reduziert sich dann auf USB-Stick, eine CD (die andere enthält nur eine sowieso veraltete Version der PC-Software) und die Anleitung. Genug gemeckert für\'s erste, nehmen wir uns eine leere CD-Hülle um das Herzstück des Neuerwerbs angemessen zu schützen und kommen nun zu den einzelnen Features.

Das Cheaten ist natürlich die Hauptfunktion des Programms, ebenso wie beim Vorgänger sind über 30000 Einträge bereits auf der CD vorhanden. Updates können automatisch über das Internet durchgeführt werden, der deutsche DSL-Standard PPPoE wird dabei laut Einstellungen unterstützt, aber ich konnte dies mangels Netzwerkadapter nicht ausprobieren. Oder man lädt sich die neueste Cheatliste auf den Computer und überträgt sie per USB-Stick oder CD-R zur Konsole. Es ist natürlich auch weiterhin möglich, einzelne Cheats per Controller oder USB-Tastatur von Hand einzugeben. Sehr bequem ist, dass man nur von der AR MAX CD booten muss und dann sofort das Unterhaltungsmedium einlegen kann, das Programm untersucht es und bietet die passende Liste an Cheats für das erkannte Spiel an oder startet den DVD-Player (siehe unten). Im Internet kursierende Gerüchte, dass einige Codes nicht wie angegeben funktionieren, konnte ich nicht nachvollziehen, bei meinen Tests passierte stets das Erwartete. Lediglich bei zwei Spielen versagte die automatische Erkennungsroutine, vermutlich weil sich etwa bei Tekken 4 ein paar winzige Details der DVD zur verwendeten Platinum-Fassung geändert haben. Doch nachdem ich das Spiel dann manuell aus der Liste ausgewählt hatte, gab es keine Probleme mit den Codes. Leider gibt es keine Unterstützung für PS1-Spiele, dies hätte wohl aber auch die Beilage einer entsprechenden PS1-CD erfordert.
Die Funktionen des separat erhältlichen MAX Drive sind integriert, dieses gibt einem die volle Kontrolle über seine Spielstände. Man kann sie von der Memory Card auf den USB-Stick kopieren und dann auf dem PC sichern. Umgekehrt kann man sie auch z.B. aus dem Internet herunterladen und auf die Konsole übertragen. Auf der AR MAX CD befinden sich auch noch einige, bei denen dann alle Extras der entsprechenden Spiele freigespielt sind oder man an bestimmten markanten Punkten einsteigen kann. Wer möchte kann die Spielstände auch Platz sparend komprimieren und auf der Memory Card lassen, aber benutzbar werden sie erst wieder nach dem Entkomprimieren. Das Ganze ist wesentlich bequemer als der Transfer über ein USB-Kabel, wie von anderen Lösungen bekannt, weil die Konsole unter dem Fernseher stehen bleiben kann. Für die PC-Seite bietet Datel ein Programm zum Download, welches im Wesentlichen nicht viel mehr macht als die Dateien vom USB-Stick auf die Festplatte zu kopieren. Es wird ausschliesslich Windows unterstützt, Mac- oder Linuxbenutzer bleiben aussen vor. Dies ist aber auch nur für Besitzer älterer Betriebsysteme nötig, mit Windows 2000 oder XP wird der Stick automatisch erkannt und im Explorer eingebunden. Immerhin kann man damit auf einen Knopfdruck die neueste Cheatcodeliste herunterladen. Sowohl mit der PC-Software als auch auf der Konsole (Online-Adapter vorausgesetzt) kann man Spielstände direkt aus einer Online-Bibliothek herunterladen bzw. selbst welche zur Verfügung stellen.
Ebenfalls integriert sind die Funktionen des DVD Region X, mit dessen Hilfe man DVDs aus beliebigen Regionen gucken kann, Beispielsweise aus den USA. Zusätzlich wird auch die unsinnige RGB-Signal-Sperre der PS2 beim DVD-Video aufgehoben und man kann auch DVDs unserer Region endlich in voller Darstellungsqualität ohne Grünstich genießen. Positiv fällt hier auf, dass man die Position des Bildschirms im Optionsmenü an den Fernseher anpassen kann, so dass das Bild perfekt zentriert ist. Dies wird auch (auf USB-Stick oder Memory Card) gespeichert und beim nächsten Booten automatisch wieder hergestellt. Diese Funktionen sind quasi als Patch für den PS2-eigenen DVD-Player realisiert, an der Bedienung ändert sich somit nichts. Dies ist insbesondere für Besitzer der original Sony-Fernbedienung eine gute Nachricht, für die anderen wird zumindest nichts schlechter. Das Einzige, was ein wenig stört, ist der zusätzlich Aufwand zum Starten der Filme. Nicht nur dass man jetzt immer die AR MAX CD vorbooten muss, man muss auch jedes mal nach Einlegen des Films die Region wählen, wobei die Auswahl anfangs immer auf Region 1 (USA) steht. Anschliessend landet man im PS2-Browser, dort muss man die DVD noch manuell auswählen bevor es los geht, das war scheinbar technisch nicht anders zu machen.
Ganz neu bei dieser Version ist der eingebaute Media Player für Musik (MP3) und Filme (AVI und MPEG). Diese Dateien können entweder über USB-Stick oder CD abgespielt werden, wobei für letzteres aber ein spezieller Trick notwendig ist. Die CDs müssen nämlich mit dem MAX Media Creator erstellt werden, dieser erzeugt dann eine scheinbar gewöhnliche Audio-CD, bei der die Daten in der Tonspur versteckt sind. Es ist somit nicht empfehlenswert,diese CD in der Stereoanlage abzuspielen, wer früher mal ein analoges Modem hatte, kennt die Geräusche in etwa. Weil Audio-CDs einen höheren Anteil an Fehlerkorrekturdaten haben, verringert sich die nutzbare Kapazität der CD auf etwa 659 MB bei einem 700 MB-Rohling. CD-RW kann die PS2 nicht lesen, ausserdem funktioniert dies nicht mit DVD-R, weil diese anders von der PS2 abgefragt werden. Ohne diesen Trick kann man nur mit tiefergehenden technischen Eingriffen Daten von selbstgebrannten CDs lesen, weil bei gewöhnlichen Daten-CDs der Kopierschutz abgefragt wird, was dann natürlich scheitert.

Der MAX Media Creator ist leider ein Beispiel für weniger gelungene Software. Es hält sich nicht an gängige Standards für Benutzeroberflächen, ist teilweise noch fehlerhaft, relativ umständlich zu bedienen und bietet nur sehr wenig Kontrolle über seine Funktionen. Es ist zwar für Einsteiger nützlich, wenn man lediglich drei Einstellungen für Datenrate oder Bildformat auswählen kann, aber fortgeschrittene Benutzer vermissen schmerzlich weitere Optionen. So kann man zum Beispiel MP3 nur in 64, 128 oder 256 KBit/s kodieren, während die beliebten Werte 160 und 192 KBit/s fehlen, obwohl sie vom MAX Media Player auf der Konsole klaglos abgespielt werden. Es sollte zudem unbedingt die neueste Softwareversion von der Seite des Herstellers eingesetzt werden (zum Zeitpunkt des Tests: Version 1.22), ältere Versionen, wie etwa die mitgelieferte, funktionieren teilweise überhaupt nicht. Auch hier wird wieder nur eine Windows-Version angeboten. Damit kann man nun eine Zusammenstellungen von Dateien anlegen, welche später auf die CD gebrannt oder auf den USB-Stick kopiert werden sollen. Dabei wird jede Audio- oder Video-Datei geprüft und eine Einschätzung abgegeben, ob sie vom MAX Media Player später problemlos abgespielt werden kann. Für Einsteiger wünschenswert gewesen wäre vielleicht noch die Möglichkeit, Musik direkt von Audio-CDs auszulesen und in MP3-Dateien zu konvertieren, leider bietet das Programm keinerlei solche Möglichkeiten. Neben der Datei erscheint dann in der Liste ein farbiger Knopf, grün bedeutet, dass die Datei unverändert wiedergegeben werden kann. Ein gelber Knopf sagt aus, dass sie möglicherweise abspielbar ist, es könnte aber zu Ruckeln oder Stottern kommen, weil vielleicht die Datenrate zu hoch ist. Bei einem roten Knopf kommt man um eine Konvertierung überhaupt nicht drumherum, etwa weil das Bildformat nicht passt oder der Codec (der Algorithmus mit dem das Material komprimiert wurde) überhaupt nicht unterstützt wird. Unbekannte Dateiformate erhalten überhaupt keinen Knopf, das Hinzufügen kann aber zum Beispiel für den Emulator trotzdem sinnvoll sein (siehe unten). Unabhängig von der Farbe kann man einen vorhandenen Knopf immer betätigen um die Datei zu konvertieren, sie könnte ja zum Beispiel einfach zu groß für den Datenträger sein. Dort erhält man wie gesagt eine sehr begrenzte Auswahl von Einstellungen, kann dann die Konvertierung starten und die Auflistung übernimmt nach dem Abschluss der Umrechenarbeiten automatisch die neue Datei.
Unverständlicherweise kann es bei bestimmten Kombinationen aus Konvertierungseinstellungen und Ausgangsmaterial dann aber sein, dass sich der Status nicht verbessert oder sogar verschlechtert, etwa von grün auf gelb. So etwas sollte die Konvertierungsroutine eigentlich schon vorher abfangen. Außerdem erzeugt das Programm auch häufig nicht funktionierende CDs, obwohl man sich an alle Beschränkungen gehalten hat, meistens bei vielen kleinen Dateien. Das Ganze wirkt leider sehr unfertig, man muss sehr vorsichtig sein beim Zusammenstellen der Medien. Noch dazu ist das Programm äußerst geheimniskrämerisch und schweigt sich über wichtige Details aus. Man kann nicht direkt erkennen, welche Bitrate denn nun \"hoch\" repräsentiert, wieviel Platz noch auf dem gewünschten Datenträger frei ist oder was genau der Grund für den gelben oder roten Status ist. Auch der Hersteller schweigt sich beharrlich über die Grenzen der Formate aus, es gibt so gut wie keine Informationen, die einem bei der Erstellung von kompatiblen Dateien behilflich wäre. In den Foren sind einige Anfragen gestellt, aber bisher nicht beantwortet worden. Zwar wurden von der Software bereits mehrfach neuere Versionen zur Verfügung gestellt, eine Änderungsliste sucht man aber vergebens, alles in allem hat Datel hier eine sehr schlechte Informationspolitik.

Hat man es allen Widrigkeiten zum Trotz geschafft, einen kompatiblen Datenträger mit ein paar Liedern und dem letzten Urlaubsvideo zu erstellen, kann man sich dem MAX Media Player widmen. Gleich zum Anfang kommt die nächste Entscheidung von Datel, bei der man sich nur noch am Kopf kratzen kann. Als erstes bei jedem Start des Media Players läuft ein Video ab, in dem die Features des Media Players präsentiert werden. Sicherlich kann man es sofort durch Betätigung des X-Knopfs verschwinden lassen, aber warum sollte man sich Werbung für ein Produkt anschauen, was man längst gekauft hat, noch dazu jedes einzelne Mal, wenn man es benutzt? Gleich anschliessend wird man von mageren Grafikeffekten begrüßt, wie man sie ähnlich aus diversen Visualisierungs-Plugins von Winamp und Konsorten kennt. Diese sind wirklich sehr unspektakulär, wenig abwechslungsreich, laufen mit niedriger Framerate und noch dazu ruckelig. Wenn sich die Effekte später an den Takt der laufenden Musik anpassen wird es etwas erträglicher, aber es kommt einfach keine Stimmung auf. Wenn der USB-Stick im Gerät steckt, wird dort zuerst nach abspielbaren Dateien gesucht, ansonsten kann man die AR MAX CD herausnehmen und die eben vorbereitete CD einlegen. Nun fällt einem die spartanische Bedienung auf: es gibt nur Start, Stopp, nächste Datei und vorige Datei, und dies kann man auch nur umständlich mit Cursorbewegung und X-Taste auswählen. Dabei wäre es ein leichtes gewesen, die Funktionen auf einzelne Knöpfe zu legen, die Hälfte des Pads ist nicht genutzt. Immerhin funktioniert der zweite Controller-Port, in dem eventuell der Empfänger einer Fernbedienung steckt, welche aber nur die gleiche umständliche Bedienung ermöglicht. Dann gibt es noch ein Menü, in dem man ein paar wenige Details zur Visualisierung einstellen kann, ob und wie das Bild eines Videos auf den vollen Bildschirm aufgezogen werden soll sowie ein paar Optionen zum Abspielen von Musik, z.B. das Anzeigen von ID3-Tags.
Wenn dies jetzt wenigstens problemlos laufen würde, könnte man damit leben, leider ist dies nicht gegeben. Sämtliche Videos im Test hatten beim Abspielen einen farbigen Strich am unteren und rechten Bildrand, welcher nicht im Bildmaterial enthalten war, liefen aber ansonsten immerhin flüssig ab. Leider ist die Lautstärke sehr gering und nicht im Programm anpassbar, so dass man den Fernseher viel lauter stellen muss um etwas zu verstehen. Nervigerweise gibt es zudem noch Probleme beim Abspielen von Musik direkt vom USB-Stick, manche Stücke haben ab und zu minimale Aussetzer und Störgeräusche, das merkt man aber erst bei genauem Hinhören. Von CD oder auch auf dem PC laufen die selben Dateien einwandfrei, hier gibt es vermutlich ein Problem mit den Caching. Es besteht jedoch Hoffnung, dass Datel irgendwann eine verbesserte Version des Media Players anbietet, im nächsten Absatz erfahrt ihr, wie das möglich ist.
Der Media Player kann auch noch eine weitere Art von Dateien öffnen: ausführbare PS2-Programme (Dateiendung \".ELF\"). Auf diese Weise kann man den mitgelieferten Emulator für Sega Megadrive (auch bekannt als Genesis) nutzen, welcher im MAX Media Creator auf Knopfdruck in die Zusammenstellung aufgenommen wird. Dieser hat dann den Namen \"AUTOEXEC.ELF\" und wird dadurch sofort und ohne Nachfrage gestartet, wenn er auf einem Medium gefunden wird, man kann aber auch mehrere Dateien mit dieser Endung auf einem Datenträger zur Auswahl stellen. Datel hat bereits bestätigt, dass weitere Emulatoren in Zukunft folgen könnten, aber darauf gibt es natürlich keine Garantie. Ebenfalls könnte man auf diese Weise andere zusätzliche Dienste ermöglichen, oder vielleicht ein Update des Media Players.

Sehen wir uns nun den vorhandenen Emulator an, es handelt sich dabei um eine spezielle Version des seit längerem existierenden PGEN. Sie befindet sich auf dem aktuellen Stand (Version 1.2) und wurde von Datel so verändert, dass die Spiele vom USB-Stick und von dem speziellen CD-Format gelesen werden können. Spiele für das Megadrive findet man vielerorts im Internet als ZIP-Archive und werden auch in dieser Form direkt vom Emulator gelesen. Bedenkt aber bitte, dass die meisten Spiele noch einem Copyright unterliegen, solange sie nicht explizit vom Hersteller freigegeben wurden. Das heißt, ihr dürft sie nur dann herunterladen und im Emulator benutzen, wenn ihr das entsprechende Originalmodul irgendwo im Schrank liegen habt. Es gibt auch ein paar wenige Freeware-Spiele, die man ohne Einschränkungen verwenden darf (siehe Links). Leider ist der Emulator nicht perfekt für die PS2 optimiert, so dass bestimmte technisch anspruchsvollere Titel nur mit unangenehmen Störungen laufen (z.B. Comix Zone) oder völlig unspielbar sind (z.B. Sonic 3). Einige andere Spiele laufen einwandfrei, jedoch ist der Sound generell etwas kratzig. Da muss dann jeder selbst probieren, ob die Spiele aus der eigenen Sammlung flüssig laufen, ausserdem besteht ja auch noch eine gute Chance auf verbesserte Versionen des Emulators in Zukunft oder zum Beispiel einen angepasster SNES- oder Amiga-Emulator. Mit Emulatoren von fortgeschritteneren Konsolengenerationen ist nicht zu rechnen, dafür reicht selbst die beste Optimierung kaum aus.
Zum Thema Emulatoren und Home-Brew Software folgt bald auch noch ein Special, in dem detailliert beschrieben ist wie ihr einige heute erhältliche PS2-Programme mit einem AR MAX zum Laufen kriegt und wo man die benötigte Software findet. Darunter befindet sich auch der vielen bekannte PS2 Reality Player, mit dem man komfortabler und problemloser Filme und Musik abspielen kann, stay tuned!
Last but not least haben wir noch einen Instant Messenger namens MAXIM an Bord. Damit könnt ihr mit eurer PS2 vor dem Fernseher die Codejunkies-Foren und ein Chat- und Messaging-System benutzen, Online-Adapter vorrausgesetzt. Die Texteingabe erfolgt per USB-Tastatur oder Gamepad mit eingeblendeter virtueller Tastatur. Ach nein, wartet, wenn ich es mir richtig überlege ist dies doch eher als \"least\" zu bezeichnen. Ich meine nur, wer möchte sich denn ernsthaft vor den Fernseher setzen um flimmernden Text zu lesen und mit ein paar Leuten zu chatten, von denen viele vermutlich im einstelligen Wort-pro-Minute-Bereich tippen? Die Hälfte der oben genannten Funktionen macht nur mit einem sowieso vorhandenen internetfähigen PC so richtig Sinn. Und der ist allemal geeigneter für Foren, Chats und Messaging. Ausprobiert habe ich die Funktion nicht, weil ich wie gesagt keinen Online-Adapter besitze, aber selbst mit diesem hätte ich mich wohl eher gesträubt.
Hier sind noch einmal sämtliche Features des Multifunktionspakets im Überblick:
Einiges an Licht, aber auch viel Schatten, so muss man das Ganze leider umschreiben. Kaum eine der neuen Funktionen des Gesamtpakets erzeugt wirklich die reine Freude, dafür gibt es immerhin eine Menge mitunter sehr Nützliches. Bei den Cheats gibt es aus meiner Sicht nicht wirklich etwas zu meckern, der Speicherkarten-Manager samt USB-Stick erspart den Kauf von weiteren Memory Cards, der DVD Player der PS2 wird stark aufgewertet, der Media Player eröffnet ungeahnte zukünftige Möglichkeiten. Doch Besitzer der gleichnamigen Vorgängerversion sollten schon genau prüfen, ob sie die zusätzlichen Funktionen wirklich benötigen, weil einiges bereits dort enthalten ist. Wer wie ich vorher nichts dergleichen sein Eigen nennen konnte und Spaß am Ausprobieren von Szenedemos und Ähnlichem hat, wird am Ende doch überwiegend Freude am Neuerwerb haben. Aber darin enthalten ist auch ein Stück Hoffnung, dass Datel bei den angesprochenen Mängeln ein wenig nachbessert, sofern es die Technik zulässt.
[von Stefan | Cpt.Planet@AreaPS2.de]