Final Fantasy, ein Spiel wie ein Buch, der Name ist inzwischen fast untrennbar mit dem Erfolg der PlayStation-Konsolen verwachsen, so laßt uns zusammen einen Blick auf die Anfänge der Serie werfen...
1987: And so, their journey begins

Für Square war dieser Satz am 19.12.1987 die Rettung, denn dank Final Fantasy entging der heutige Spieleriese nur knapp dem finanziellen Ruin. Damals hielt sich Square mit minderwertigen Spielen gerade so über Wasser bzw. schrieb des öfteren Rote Zahlen, bis - ja, bis das heute legendäre Final Fantasy auf den Markt kam. Anfangs erschien es auf dem japanischen Famicom System, 1990 auch in Amerika auf dem Nintendo Entertainment System (NES), wo es sich sogar noch besser als in Japan verkaufte. Anfangs hatte Final Fantasy es jedoch nicht leicht gegen die DragonQuest Reihe vom damaligen Konkurrenten Enix. Diese war zu dem Zeitpunkt schon sehr erfolgreich und machte es Final Fantasy nicht leicht sich durchzusetzen. Das Schicksal war jedoch auf der Seite von Square und lies Final Fantasy zu einem Verkaufsschlager ( 700.000 Exemplare in Japan und mehr als 1.000.000 Mal in den USA ) und Meilenstein der Videospielgeschichte werden. Leider fand das Spiel nie den Weg nach Deutschland. Viele Spielelemente aus späteren Final Fantasy Reihen haben ihren Ursprung in Final Fantasy 1, beispielsweise tauchte bereits hier das für Final Fantasy typische Luftschiff auf. Ebenfalls wurde bereits der Grundstein für die Musikstücke der nächsten Teile gelegt. Nabuo Uematsus teils großartige Werke wurden in allen darauf folgenden Teilen der Serie leicht verändert wieder eingebaut (z.B. das Prelude, die Luftschiffmusik etc.). Des weiteren ist 2000 ein Remake für den WonderswanColor Handheld von Bandai erschienen, welches sich ebenfalls mit ca. 107.000 Exemplaren recht gut verkaufte.
Die Welt liegt in Finsternis... Der Wind ruht, das Meer tobt und die Erde darbt. Die Menschheit wartet auf Rettung, ihre einzige Hoffnung ist eine uralte Prophezeiung: \"Wenn die Dunkelheit die Welt bedroht, werden vier junge Krieger erscheinen, jeder von ihnen im Besitz eines erloschenen Kristalls...\"
Die Story um die vier Elementkristalle war für damalige Verhältnisse etwas ganz besonderes. Mit seiner vierköpfigen Party, die man aus sechs verschiedenen Rassen (Krieger, Dieb, schwarzer, roter und weißer Magier und Ninja) zusammenstellen konnte, zog man durch das trostlose Königreich des Herrschers Coneria. Die Aufgabe bestand darin, die vier Dämonen, welche die Elementkristalle bewachten, zu besiegen und als Krieger des Lichts die Dunkelheit zu vertreiben und die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Story rund um die Elementkristalle hob sich von den damals üblichen
Rettetdie-Prinzessin Geschichten ab und bestach durch weitläufigen Dungeons und innovatives Spielsystem.
Squaresoft brachte dann am 17.12.1988 Final Fantasy II heraus, welches sich insgesamt um die 800.000 Mal verkaufte. Anfangs nur in Japan, fand das Spiel leider nie den Weg bis nach Amerika, geschweige denn nach Europa. Zwar war das Spiel bereits zu 80% ins Englische übersetzt worden, Unstimmigkeiten mit Nintendo verhinderten jedoch leider die Fertigstellung. Wie schon bei Final Fantasy 1 im Jahre 2000, ist 2001 ist ein Remake von Final Fantasy 2, welches bessere Sounds, neue Grafiken und überarbeitetes Gameplay bot, für Bandais WonderswanColor Handheld erschienen. Auch dort verkaufte sich das Spiel mit ca. 240.000 Exemplaren sehr gut. Während ENIX weiterhin an seiner Traditionsreihe DragonQuest festhielt, tat Square mit Final Fantasy II einen wichtigen Schritt für die Zukunft. Man versuchte eine epische Story zu schaffen, welche zahlreiche Nebenplots enthält. Auch das Charakterdesign wurde überarbeitet und den Spielfiguren erstmals Leben eingehaucht.
In einem fernen Land... Der lange währende Frieden endet plötzlich, als das Imperium Paramekh die Mächte des Bösen beschwört, um sich die Welt zu unterwerfen...
Auch im zweiten Teil übernimmt man wieder vier Charaktere und steuert sie ihrem Schicksal entgegen. Die vier Waisenkinder Frionel, Guy, Leonard (oder Löwenherz) und dessen Schwester Maria fliehen bei einem Angriff aus ihrer Heimatstadt Phin und werden schließlich von einer Rebellengruppe vor feindlichen Soldaten gerettet. Da Leonard seitdem verschwunden ist, machen sich die anderen auf die Suche nach ihm und versuchen ihre Heimat zu befreien. Rebellen gegen ein übermächtiges Imperium?! Dieses Konzept tauchte in allen Final Fantasy Teilen wieder auf, genauso wie viele der heutigen Grundelemente von Final Fantasy. Ein Großteil der Items wurde eingeführt (Phönixfedern, Echokraut etc.), Kultfiguren wie CID oder die Chocobos eingeführt und auch die Zauber fanden damals ihren Ursprung. Leider bestach Final Fantasy II nicht nur durch gute Ideen und Innovationen, sondern auch durch sehr schlechtes Gameplay. Deswegen gilt Final Fantasy II heutzutage zwar als innovativster, jedoch zugleich auch schlechtester Teil der Serie.
Bilder von Final Fantasy 1



Bilder von Final Fantasy 2




Nach dem großen Erfolg von Final Fantasy I und II ist Square wieder da. Eben noch kurz vor dem Bankrott, beginnt nun ein sensationeller Firmenaufstieg, der nicht zuletzt der Fortsetzung der Final Fantasy Reihe zu verdanken ist. Mit Final Fantasy III, das am 27.04.1990 für den japanischen Famicom erschien, konnte Square wieder einen Schritt nach vorne machen. Leider ist auch dieser Teil, dank Nintendo, nie in den USA und Europa erschienen. Was in den USA als Final Fantasy III bezeichnet wird, ist lediglich die SNES Umsetzung von Final Fantasy VI. Angefangen bei der schicken 8-Bit Grafik bis hin zum meist eher ruhigen Soundtrack, ist Square in jeglicher Hinsicht eine Verbesserung gegenüber Teil II gelungen. Neu war auch, dass 20 verschiedene Klassen im Kampf angezeigt werden mussten. Für die damalige NES Zeit wurden sensationelle Charakter- und Monstersprites verwendet, die schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf den kommenden SNES geben sollten. Die Story dreht sich, wie schon in den Vorgängern, wieder um Elementkristalle.
Nach einem mysteriösen Erdbeben finden sich vier Kinder in einer unbekannten Höhle wieder, die sich nördlich von ihrem Dorf befindet. Natürlich wollen die neugierigen Kinder erfahren, was sich tiefer in der Höhle befindet. Nach einigen Kämpfen, finden sie letztendlich einen Kristall, der versucht Kontakt mit den Kindern aufzunehmen. Er erklärt ihnen, das sie die vier Auserwählten sind, deren Bestimmung es ist, der Welt das Licht zurückzubringen. Der Kristall gibt jedem der vier einen Beruf, der ihnen auf ihren Abenteuern nützlich sein soll. Die Kinder machen sich zurück zu ihrem Dorf und erfahren dort, dass sie vom Kristall ausgewählt wurden, den anderen in der Welt verteilten Kristallen Licht einzuhauchen, damit das Böse und Dunkle, welches immer näher rückt, nicht die Welt aus der Balance wirft.
Die Geschichte an sich klingt zwar schon sehr interessant, jedoch hat Square es wieder versäumt, den Charakteren Leben einzuhauchen. Wieder vermisst man Vorgeschichten und Eigenleben der Protagonisten. Nichts desto trotz bot das Spiel interessante Locations und abwechslungsreiche Szenen. Auch die Spielwelt wurde generalüberholt und bot in Teil III mehr Details und vermittelte mehr Lebendigkeit also in den anderen beiden Teilen zuvor. Nachdem Square in Sachen Gameplay mit Teil II eher einen Schritt zurück gemacht hat, wurde bei Final Fantasy III alles besser gemacht. So wurden mit der Auswahl von Berufen und Spezialfähigkeiten, die man erlernen konnte, mehr Möglichkeiten zur Charakterentwicklung geboten. Neben den normalen Kriegern und diversen Magiern standen erstmals Diebe und einige andere exotische Berufe zur Verfügung.
Beim Kampfsystem wurde ebenfalls einiges zum besseren verändert. Zum einen sahen die Kämpfe, da die weißen Balken um die Charaktere verschwunden waren, nun schöner aus, zum anderen wurden viele Kleinigkeiten verbessert, die jedoch große Wirkung auf den Spaßfaktor der Kämpfe hatten. Einzigartig in Final Fantasy III war, dass während des Kampfes über jedem Charakter eine Nummer steht, die anzeigt wer von wem als nächstes angegriffen wird. Leider ist der Schwierigkeitsgrad der Kämpfe nicht sehr fordernd. Als Ausgleich dazu wird dem Spieler bei den kniffigen Rätseln sehr viel Geduld abverlangt. Jeder, der Final Fantasy III gerne einmal anspielen möchte, jedoch weder in Japan wohnt, noch japanisch versteht, kann sich eine von Fans übersetzte Version in Verbindung mit einem Famicom oder NES Emulator herunterladen. Alles in allem war Final Fantasy III für den NES das, was Final Fantasy VII später für die PlayStation wurde: Der krönende Abschluss einer Final Fantasy Konsolenreihe, der sich insgesamt satte 1.400.000 mal verkaufte.
Mit Final Fantasy IV erschien am 21. August 1991 der erste FF Teil für den damals neuen SNES. Einige Monate danach kam eine sog. \"Easytype\" - Fassung des Spiels heraus, welche mit kindergerechten Dialogen aufwartete und sogar einige Spielszenen \"entschärfte\". So wurden Sensen durch Stahlkugeln ersetzt, Küsse wurden nur noch angedeutet und kleinere Gimmicks wie Pornoheftchen fanden gar nicht mehr den Weg ins Spiel. Zudem wurden in dieser kindergerechten Version fast die Hälfte aller Items und einige Zauber (Shell, Protect etc.) gestrichen und die Zahl der Zufallskämpfe heruntergesetzt. In den USA erschien ausschließlich diese Easytype Version, die zudem noch sehr schlecht übersetzt worden ist. Um die amerikanischen Spieler nicht zu \"verwirren\", ist Final Fantasy IV in den USA als Final Fantasy II erschienen. Grafisch war der Sprung nicht so groß wie storytechnisch. Zwar wurden das Spiel aufgrund der neuen 16-Bit Konsole farbenfroher und detailreicher, im Großen und Ganzen für SNES Verhältnisse aber keine besonderen Neuerungen eingeführt. Einzig der Kampfbildschirm erstrahlte in neuem Glanz und mit neuen Effekten. Zweifellos war die Story von Final Fantasy IV wegweisend für kommende Teile. Erstmals wurden den Protagonisten Hintergrundgeschichten und eine Persönlichkeit gegeben. Die Anzahl der Hauptcharaktere wurde auf zehn aufgestockt, wovon einige für die Story jedoch überflüssig waren und zu sehr ins Fantasy Klischee (edler, starker Ritter - zarte, schwache Prinzessin) passten.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht der dunkle Ritter Cecil, Kommandant der Red Wings (Luftflotte) des Königreichs Baron. Als dieser von seinem König den Auftrag bekommt, deb friedlichen Mysidianern den Kristall des Wassers zu stehlen, kommen ihm Zweifel ob er immer noch das Richtige tut. Er wendet sich schließlich von seinem Land ab und wird zum Feind des Imperiums (Star Wars lässt grüßen).
Leider hält die Story nicht ganz was sie verspricht. Zwar sind alle Charaktere nett gemacht und vermitteln eine gute Atmosphäre, doch oft fehlt aufgrund der seltsamen Storywendungen der Zusammenhang. Auch ist die Geschichte aufgrund der schlechten englischen Übersetzung oft unfreiwillig komisch.
Erstmals in Final Fantasy kam das ATB (Active Time Battle) zum Einsatz. ATB löste die bisher rundenbasierten Kämpfe ab. Das Square dieses System damals schon sehr ausgereift hat, zeigt sich dadurch, dass dem System in den folgenden Teilen nur noch kleinere Neuerungen spendiert werden mussten. Einzigartig macht FF 4 die Partygröße von fünf Charakteren. In keinem anderen Teil kann man gleich viele oder mehr Personen aktiv im Kampf befehligen. Leider wurde versäumt den Protagonisten wieder ein ausgiebiges Level und Skillsystem zu geben. Zwar hat jeder der Charaktere wieder eine Spezialfertigkeit, jedoch kann der Spieler kaum Einfluss auf die weitere Entwicklung der Protagonisten nehmen.
Uematsu, der für den Soundtrack zuständig war, hat sich bei Final Fantasy IV wieder selbst übertroffen. Zwar war nicht wirklich viel neues dabei, jedoch klingen die Melodien auf dem SNES noch einmal besser als auf dem NES. In Japan wurde das Spiel außer in der SNES Originalfassung, zusammen mit FF V und FF VI als \"Final Fantasy Collection\" 1999 für die PlayStation veröffentlicht. 2001 wurde die \"Hardtype-Fassung\" von Final Fantasy IV jedoch auch in Amerika und Europa für die PlayStation neu aufgelegt. Käufer dieser Version bekamen zusätzlich einige neue Gameplay Features, Videosequenzen und eine bessere Übersetzung. In Japan verkaufte sich das Spiel stolze 1.750.000 mal und brachte Square neben den vielen wegweisenden Neuerungen auch noch prallgefüllte Taschen.
Bilder zu Final Fantasy III


Bilder zu Final Fantasy IV

Warum wurde Final Fantasy V nicht in den USA veröffentlicht? Darüber grübelten nach dem Release 1992 nicht nur die amerikanischen SNES Besitzer. Denn nach dem Erfolg von Final Fantasy IV (in den USA als FF 2 bezeichnet) stand einem USA Release eigentlich nichts mehr im Wege. Dennoch fand das Spiel damals nicht den Weg über den großen Teich. Erst 1998 zusammen mit Final Fantasy 6 in der FF Anthology für die PlayStation wurde das geniale Spiel als 1:1 Umsetzung auch in den USA veröffentlicht. In Sachen Grafik wurde auf dem SNES nichts neues geboten. Mit leicht verbesserten Texturen sowie bessere Charaktermodels sind auch schon die beiden Hauptverbesserungen genannt. Was das Spiel jedoch von allen bisher erschienenden FF Teilen abhebt und es zu einer ganz besonderen Perle in jeder Sammlung werden lässt, ist dass neue Job-System, das bisher in schwächerer Form nur in Final Fantasy 3 zu finden war. Aufgrund der genialen Umsetzung der Jobs und dem daraus folgenden einzigartigen Kampfsystem gilt Final Fantasy V heute trotz mittelmäßiger Story als ein guter Teil der Serie. Doch warum? Die liebevoll erzählten Geschichten von Final Fantasy gehören doch seid jeher zu den besten im Rollenspiel Genre und sind Hauptaugenmerk heutiger FF Teile. Doch nicht alleine die Story war für die damaligen Käufer und Liebhaber wichtig. Zu Zeiten von SNES, Megadrive und wie sie alle hießen war das Gameplay fast noch wichtiger. Denn was wollte man mit einem Spiel mit super Story und genialem Setting, wenn es einfach langweilig zu spielen oder schlichtweg unspielbar war?! Schon sind wir beim großen Merkmal von Final Fantasy V angelangt. Das so gelobte Jobsystem aus dem dritten Teil wurde wieder aufgegriffen und verbessert. Als Held befehligt man wieder eine Truppe von vier Charakteren, wovon man jedem eine Klasse zuweisen kann. Nettes Gimmick dabei: Getragene Ausrüstung, Fähigkeiten und Rasse verändern direkt im Spiel das Aussehen der Spielfiguren. Vergleichbar mit Final Fantasy X-2 kann man zu jeder Zeit den Spielfiguren den Job zuteilen, den man als angemessen betrachtet, welcher dann über jobspezifische Abilities verfügt. Neben den bekannten Klassen wie White Magic, Knight oder Monk, die wie gewohnt zur Auswahl standen, konnte man erstmals durch das Kombinieren verschiedener Fähigkeiten neue Rassen erschaffen. Maximal kann ein Charakter drei Abilities zur gleichen Zeit verwenden. Mehr wäre auch nicht sinnvoll gewesen, da das Kampfsystem mit dieser begrenzten Anzahl bereits komplex genug ist. Dementsprechend ist der Schwierigkeitsgrad gegenüber den Vorgängern auch gehörig aufgebohrt worden und spricht nun eine ältere Zielgruppe an. Um noch einmal zur Story zurückzukommen: Keineswegs kann man die Geschichte von Final Fantasy V als schlecht oder langweilig bezeichnen, sie würde nur heutigen Ansprüchen nicht mehr zu 100% gerecht werden. Wieder geht es um die Elementkristalle und deren Vernichtung.
Das Gleichgewicht der Welt ruht auf der Existenz der vier Elementkristalle Erde, Feuer, Wind und Wasser. Als eines Tages der Wind aufhört zu wehen und nicht wieder kommt, macht sich der König von Tycoon mit seinem Drachen Hiryuu auf zum Windschrein um nach dem Rechten zu sehen. Leider ist er zu spät und kann nur noch mitverfolgen, wie der Windkristall zerspringt. Zeitgleich schlägt ein Meteorit auf die Erde ein und erschüttert das Königreich Tycoon. Da der König noch nicht zurückgekehrt ist um dem Volk zu helfen, beschließt seine Tochter Lenna auf eigener Faust nach ihrem Vater zu suchen
Für Final Fantasy Anthology ( FF 5 und FF 6 ) wurden extra neue Zwischensequenzen hergestellt welche die Story für heutige Zeiten anschaulicher und hübscher weitererzählt. Sofern man das Anthology Bundle noch nicht sein eigen nennen kann, sollte man getrost einmal einen Blick riskieren. Der fünfte Teil der Serie wird euch dafür mit einer Spielzeit von 40+ Stunden belohnen und den sechsten Teil sollte sowieso niemand verpasst haben.


Der letzte Teil, Final Fantasy VI der 1994 für den SNES in den USA erschien, gilt auch heutzutage noch unumstritten als einer der schönsten der gesamten Serie. Exzellente SNES Grafiken, bombastischer Sound und eine geniale Story waren nur einige Features die den Käufern geboten wurden. Zum Glück für PlayStation-Fans endete mit dem futuristischen Final Fantasy auch die Kooperation zwischen Nintendo und Square, welche nun für Sony entwickelten. Gäbe es sonst ein Final Fantasy VII? Wie schon erwähnt hat sich Final Fantasy VI mit seinem futuristischen Setting von allen Vorgängern losgesagt, welche stets rollenspieltypische Fantasywelten mit Drachen und sonstigen Kreaturen gepflegt hatten. Anstelle dieser Wesen musste sich der Spieler nun mit allerhand Robotern und Dampfmaschinen auseinandersetzen. Beim Kampfsystem wurde zum Bedauern vieler Spieler nur wenig verbessert. Vordefinierte Klassen, verbunden mit spezifischen Fähigkeiten kannte man schon von den Vorgängern und boten nicht wirklich etwas Neues. Allerdings wurden so genannte Esper eingeführt, die in etwa den Bestia entsprechen wie man sie aus Final Fantasy VII bis zu den heutigen Teilen her kennt. Mithilfe eines magischen Items ist man in der Lage, einmal pro Kampf einen dieser Esper zu beschwören und für sich kämpfen zu lassen. Anders als beim Kampfsystem wurde beim Charakterdesign ganze Arbeit geleistet. Designer Yoshitaka Amano verlieh allen seinen Charakteren besonderen Charme und hauchte ihnen ein Leben ein wie es vorher in Videospielen noch nicht zu bewundern war.
Jahrhunderte vor unserer Zeit führte eine Gruppe, genannt Magi, einen Krieg der die Menschheit zu vernichten drohte. Diese Gruppe besaß die Macht der Esper, die ihnen besondere Fähigkeiten gaben. Als die Menschheit letzten Endes doch überlebte, wurde die Macht der Esper fortan geächtet und gemieden. Ein Jahrtausend später erlang das Magi Tek unter der Führung von Imperator Gestahl die Weltherrschaft. Als Gerüchte eines Esper in den Minen von Narshe die Runde machten, wurde ein Trupp entsandt, um diesen zu finden und gefangen zu nehmen um die Kräfte der Esper wiederzuerlangen.
Zum ersten Mal ging es nicht wie gehabt um die Zerstörung der Elementkristalle und einen Helden, der dies verhindern soll. Zwar ist der Spieler wieder Mitglied einer Rebellengruppe, welche eigentlich chancenlos gegen ein riesiges Imperium kämpft, jedoch wurde die Geschichte in FF VI so liebevoll und detailreich erzählt, dass sich der Teil auch unter den heutigen Next-Generation Final Fantasy Spielen tapfer schlägt! Um euch einen kleinen Blick des genailen Final Fantasy VI Soundtracks zu verschaffen könnt ihr euch hier ein 34kb kleines Midi File runterladen: KLICK



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