Mit einem neuen Besucherrekord von über 135000 Menschen endete die Games Convention 05 am Sonntag, dem 21.08.2005 pünktlich um 18.00 Uhr. Über die insgesamt fünf Tage (Pressetag mit eingerechnet) gab es zahlreiche Überraschungen, Premieren und Enttäuschungen. Zu letzteren zählten sicherlich die nicht vorhandene PS3 Präsentation und der fehlende Metal Gear Solid 4 Trailer. Dafür durfte die Öffentlichkeit erstmals Titel vom Kaliber eines Resident Evil 4, BLACK und Socom 3 antesten. Alles Spiele, die erst in den nächsten Monaten erscheinen werden. Dazu gesellte sich noch der Platzhirsch PSP, der nicht nur an massig stationären Spielstationen getestet werden konnte, sondern den man sich auch mit einem von mehreren Spielen kostenfrei ausleihen durfte.
Den schönsten Stand bot übrigens nach meiner Meinung Sony. Den Designern ist dabei ein Kunststück geglückt, denn der Stand war nicht nur der größte auf der Messe, sondern bot auch einen sehr guten Kontrast zwischen den beiden Spielplattformen PSP und PS2.


Shagys Kommentar:
Und wieder haben wir eine Games Connvention überstanden. Leider konnte ich nur den Pressetag am Mittwoch und den Sonntag wahrnehmen, was jedoch nicht so schlimm war, da man bereits am Mittwoch in die heiligen Hallen durfte, um ausgiebig die Spiele anzutesten. Nachdem wir unseren Presseausweis geholt haben, stand natürlich gleich ein Rundgang durch die Hallen an. Alles war sehr überschaubar und es kam mir so vor als ob letztes Jahr die Stände mehr zugebaut waren und so hatte man immer einen guten Überblick. Den schönsten Stand hatten dieses Jahr mal wieder Sony, welcher ein gemütliches Ambiente und trotzdem genug Spielstation bot. Man konnte sich schön auf ein Sitzkissen setzten und mit den PSP’s die von der Decke hingen zocken. So gefiel mir zum Beispiel auch der nachgebaute Garten des Microsoft Standes sehr gut, doch leider gab es mir hier zuwenig Konsolen und die Bühne wirkte etwas deplaziert. Zurück zum Sony Stand der wirklich riesig war und die PSP Displays zogen sich die ganze Seite lang. Damit gelang es Sony auch den Nintendo Stand etwas mit ihren Displays zu unterlaufen. Aufgeteilt war der Sony Stand zudem wieder in bestimmte Themen wie Racing oder einer Karaoke und Eyetoy Ecke. Durch den neuen Titel „Buzz“ bot es sich auch an ein kleines Quizstudio nachzubauen, an dem Nils Bokelberg – in einem miesen Anzug und nicht wirklich Stimmung machte – die Buzz Show moderierte.
EA brachte dieses Jahr wieder ihren Dome mit, welcher mir aber letztes Jahr schon nicht sonderlich zusagte, dafür boten alle Konsolen einen Kopfhörer, was bei Spielen wie Burnout Revenge oder Black sehr zum Spiel beitrug.. Leider waren einige Spiele wie z.B. Black ziemlich versteckt und boten nicht genug Platz. Hier hatten wir wieder das typische ab 16/18 Problem. Die Kabinen waren eng und stickig wie letztes Jahr. Ubi Soft hat sich wieder an einem Kriegsszenario orientiert und Konami enttäuschte mich auch ein wenig, zumal es dieses Jahr fast kein Spiel gab was mich interessiert hat. Gefallen hat mir dieses Jahr auch wieder der Activision Stand und auch der Sega Stand mit seinen Discomäßigen Säulen, wobei sich Codemaster dieses Jahr überhaupt keinen Stand gesichert hat. Mir fiel dieses Jahr auch auf, dass es an den Ständen eigentlich keine Demos gab. Wenn ich da an letztes Jahr denke wo Sony mit Demos nur so um sich geschmissen hat, ist das schon arg traurig. Ebenfalls traurig war das Fehlen der Playstation 3, welche selbst in der Pressekonferenz nur mit einem Bild und der Unterschrift „See next year“ gewürdigt wurde.
Spielepreviews:
24 – The Game
(System: PS2 / Hersteller: Sony) (Exklusivtitel) (Screenshots)
Ich mochte Primal, konnte jedoch nichts mit Ghosthunter anfangen. Das neueste Spiel der Cambridge Studios von Sony ist die Umsetzung der TV-Serie „24“. Und das was es bereits zu sehen gab, machte Appetit auf mehr. Durch ein runtergekommenes Haus schleicht Jack Bauer (mit der Pistole im Anschlag) und überwältigt ein um das andere Mal diverse Schergen. Das Zielsystem funktionierte schon recht gut, nur die Kamera war wie bei den Vorgängern noch nicht optimal. Dazu gesellten sich Probleme mit einer stabilen Bildwiederholrate. Optisch sah der Titel jedoch schon sehr gut aus und fing gekonnt den realistischen Look der Vorlage ein. Zudem erwartete am Ende des Abschnittes noch ein Verhör auf den Spieler, dessen Konzept sehr interessant zu sein scheint und man durch steigern/senken der Wut, den zu Verhörenden ordentlich unter Druck setzt. Alles in Allem, darf man gespannt abwarten, wie sich der Titel entwickelt und in wieweit die Mängel noch ausgemerzt werden.
FAZIT: „24“ fängt gekonnt die Atmosphäre der Serie ein und hat Potential.
BLACK
(System: PS2 / Hersteller: EA) (Screenshots)
Über diesen Shooter wurde ja im Vorfeld stark spekuliert. Immerhin zeigte Publisher EA den neuen Criterion (Burnout) Hit selbst auf der diesjährigen E3 dem Fachpublikum nur hinter verschlossenen Türen. Auf der Games Convention gab es somit eine Premiere – der Ego-Shooter war erstmals öffentlich spielbar. Jedoch war es kein leichtes, an eines der begehrten PS2 Pads der vier Spielstationen zu kommen, was vor allem daran lag, dass ich dank der miesen Konzeption des Standes mehrmals an dem kleinen Raum vorbei gelaufen bin. Doch irgendwann stand ich vor dem Bildschirm, die Kopfhörer bereits aufgesetzt und fertig für die Action. Und dieses sollte mich nicht enttäuschen, denn was auf dem Bildschirm abging, kann man getrost als bombastisches Feuerwerk bezeichnen. Überall schwirrten Kugeln umher, Fahrzeuge explodierten, Soldaten schrieen sich Befehle zu und mittendrin ballerte sich unser Alter Ego den Weg frei. Man könnte meinen, Criterion sei es gelungen, dass Burnout Feeling perfekt auf das FPS Genre zu übertragen. Und das nicht nur in Bezug auf die Atmosphäre, sondern auch in Hinsicht auf die Technik, die einen ähnlichen Detailgrad wie Killzone bietet (nur mit mehr Effekten) und einer fast stabilen 50 Bilder pro Sekunde Framerate.
FAZIT: Hier erwartet uns ein Meilenstein im Shooter-Genre. Unbedingt vormerken!

Black Bucaneer
(System: PS2 / Hersteller: 10Tacle)
Eine der Neuankündigungen auf der Messe, konnte bei dem kleinen deutschen Vertrieb 10Tacle Studios bestaunt werden. In Black Bucaneer, das bei den Franzosen Widescreen Games entsteht, dürft ihr endlich wieder in die Haut eines wachsechten Piraten schlüpfen. Der spielbare Demoabschnitt bot allerlei Fallen und Geschicklichkeitsaufgaben auf einer tropischen Insel. Dabei fiel insbesondere die ungenaue Steuerung auf, die mir immer wieder ungewollte Abstürze in den sicheren Tod bescherte. Auch das Kampfsystem konnte mich nicht ganz überzeugen. Das Zielsystem war äußerst träge und die Verwandlung in den bulligen Voodoo-Priester eher unglaubwürdig. Technisch sah das Spiel solide aus und konnte das Inselflair ganz gut einfangen. Hoffentlich erhöhend ei Entwickler noch die Framerate, denn das Nachzeichnen der Spielfigur bei hastigen Bewegungen störte mich doch ziemlich.
FAZIT: Es ist noch zu früh, um konkrete Aussagen über den Titel zu machen. Hoffen wir einfach noch mal, dass insbesondere die Steuerung nochmals kräftig überarbeitet wird.
Burnout Legends (Screenshots)
(System: PSP / Hersteller: EA)
Da war sie also, die PSP Variante des PS2 Krachers. Und um ehrlich zu sein, bin ich etwas enttäuscht davon. Nicht nur das die Framerate gerade mal halb so smooth über den Bildschirm flackert (nur 30 Bilder pro Sekunde), sondern auch der fehlende Spark-Effekt beim Zünden des Burnout Boost vermitteln nicht gerade Speedgefühl. Dafür gab es optisch nichts weiter auszusetzen. Die Hintergrundgrafik sieht gut aus und es gibt auch schöne Crashs zu sehen. Aus den Ohrstöpseln dröhnt ein neuer lizenzierter Soundtrack und der optische Look der Vorgänger wurde sehr gut eingefangen. Einzig die etwas langen Ladezeiten störten da noch.
FAZIT: Abwarten, bislang überzeugt das „Best-O“ Burnout noch nicht vollkommen.
Burnout Revenge (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: EA)
Was für ein glück, eine quasi schon finale Version wurde gezeigt und alles war schon frei geschalten – alle Autos, alle Strecken und der komplette Soundtrack waren zugänglich. Dadurch konnte ich mir auch ein paar Einblicke in den späteren Spielablauf leisten. Nach ca: einer Stunde Spielzeit stand mein Urteil fest. Burnout Revenge ist eher eine Art Burnout 3.5, das zwar einige Neuerungen und Detailverbesserungen bietet, aber gerade die Mängel am Vorgänger nicht ausbessert. Im Klartext, die KI ist noch aggressiver, dass Gummiband noch deutlicher spürbarer, das Driftverhalten nach wie vor unbefriedigend und die Ladezeiten genauso lang wie in Burnout 3. Dafür gibt es weitaus hübschere Autos, ein übersichtlicheres Menüsystem und dank Streckenabzweigungen mehr „Kämpfe“ und Action. Der realistischere Grafikstil ist jedoch weiterhin Geschmackssache, mir persönlich gefiel Burnout 3 in dieser Hinsicht besser. Dennoch braucht niemand Angst haben, auch in „Revenge“ gibt es sonnige Küstenstrecken und Kurse durch das verschneite Alpenland. Der Soundtrack ist übrigens dieses Mal eher eine Art NFS: Underground minus dem Rap Anteil, aus den Latschen dürfte deswegen niemand kippen – viele bekannte zweitklassige Bands und ein paar unbekannte Künstler sind noch lange kein Garant für gute Musik.
FAZIT: Wer Burnout 3 mochte, wird auch mit Burnout Revenge zufrieden sein, ein fader Beigeschmack namens „Aufguss“ bleibt jedoch trotzdem.
BUZZ – Das Musikquiz (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: Sony) (Exklusivtitel)
Nach EyeToy und SingStar will Sony mit BUZZ eine weitere Marke im Massenmarkt etablieren. Genauso wie die anderen Produkte, kann auch BUZZ jeder spielen. Vorausgesetzt, er/sie kennt sich etwas mit Musik aus. Denn darum dreht sich diese virtuelle Quizshow. Mit über 1000 unterschiedlichen Fragen und Hörbeispielen sollte für ausreichen Langzeitmotivation gesorgt sein. Der eigentliche Clou sind allerdings die namensgebenden Buzzer, mit denen das Spiel ausgeliefert wird. Wie in einer echten Spielshow können vier menschliche Spieler an der Quizshow teilnehmen und ihre Reaktionen und ihr Wissen testen. Als besonderes Bonbon wird kein geringerer als Ingolf Lück die deutsche Stimme des Moderators synchronisieren. Sollte BUZZ ein Erfolg werden, dürfen wir sicherlich mit allerlei Erweiterungen zu anderen Gebieten (zum Beispiel Film und fernsehen) rechnen.
FAZIT: BUZZ dürfte genauso wie SingStar die ein oder andere Party vor der totalen Langeweile retten. Ich persönlich bin jedenfalls schon auf das finale Produkt gespannt.

Darkwatch (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: Ubi Soft)
Ego-Shooter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer – auch auf der PS2. Umso erfreulicher ist es da natürlich, wenn sich ein Entwickler mal etwas mehr als 5 Minuten zeit für das Hintergrundsetting nimmt. So geschehen bei Darkwatch, dass zwar in vielerlei Hinsicht bei Vampire Hunter D klaut, aber trotzdem aus dem Brei der Kriegsspiele heraus sticht. In einer düsteren von Untoten beseelten Welt kämpft man sich in bester Westernmanier zu Fuß und zu Pferd (oder Panzer) durch lineare Levels und besiegt ab und zu einen Bossgegner. Klingt ziemlich ausgenudelt und ist es an sich auch, wäre da nicht die gute Hintergrundgeschichte und die recht flüssig gehaltene Action. Also kein innovatives Spielerlebnis, aber ein solide umgesetzter Shooter, mit netter Atmosphäre. Dank Godmode und Levelanwahl konnte ich mich auch mal in späteren Umgebungen umsehen und trotz des Lärms etwas Story genießen.
FAZIT: Darkwatch ist kein innovatives Spielerlebnis, aber ein solide umgesetzter Shooter, mit netter Atmosphäre.
Evil Dead: Regeneration (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: THQ)
Nachdem das letzte Evil Dead Spiel für schlappe 19,99 € bei uns in die Läden kam, möchte man mit dem neuen Ash-Abenteuer wieder etwas ernsthafter werden. Zwar riss mich der Titel beim Probespielen nicht gerade vom Hocker, aber „Regeneration“ hinterließ einen mehr als soliden Eindruck. Prinzipiell geht das Spiel einen ähnlichen Weg wie der letzte Ableger, wirkt aber eher wie ein Action-Adventure und ließ weder Grusel noch den berüchtigten schwarzen Humor vermissen. In der Gestalt von Ash (noch ohne Kettensäge) durchstreift ihr ein höllisches Gefängnis und müsst gegen allerlei Geister und Zombies antreten. Am ehesten erinnerte mich das Feeling noch an die Kino-Neuauflage von City of the Dead. Die Zombies kommen blitzschnell angesprungen und trachten euch nach dem Blut, dank fehlendem Nachladen bei den Waffen, könnt ihr den Viechern hintereinander das zweite Leben auspusten.
FAZIT: Evil Dead: Regeneration besitzt zweifellos das Potential ein gutes Spiel zu werden.
Fahrenheit (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: Atari)
Vielleicht kann sich der ein oder andere ältere Zocker noch an das 1999 veröffentlichte Action Adventure Omikron: The Nomad Soul (PC, DC) erinnern? Das war nämlich das Erstlingswerk des Entwicklers Quantic Dream und bot eine gelungene Mischung aus Adventureelementen und Ego-Shooter und Beat`em`Up Einlagen. Nebenbei konnte man auch noch eine der abgefahrensten Storys der damaligen Zeit erleben und sogar David Bowie im Spiel begegnen. In Fahrenheit gibt es keinen Bowie mehr, aber eine packende Geschichte wird auch hier wieder erzählt. Ohne zuviel zu verraten, kann man Fahrenheit grob in die Richtung Mystik-Thriller stecken. Dagegen erinnert das Gameplay stark an die Interaktiven Filme der späten 90ziger, wobei heutzutage natürlich etwas mehr Wert auf Interaktivität gelegt wird. Die Entwickler arbeiteten zudem viel mit geteilten Bildschirmen, um euch noch stärker in die packende Atmosphäre des Titels hineinzusaugen. Leider gibt es auch ein paar Kritikpunkte: Neben der Tatsache, dass Fahrenheit technisch veraltet ist, begleiten euch regelmäßige Slowdowns und Ruckler. Dazu gesellt sich, die in meinen Augen nicht ganz perfekte und etwas träge Steuerung. Trotzdem sollten sich Freunde guter Geschichten den Titel unbedingt näher betrachten, denn obgleich Fahrenheit eher wie ein Film wirkt, ist der Wiederspielwert recht hoch, da man in verschiedenen Situationen durchaus anders reagieren kann.
FAZIT: Technische Macken trüben ein an sich interessantes Konzept. Die deutsche Lokalisierung ist Publisher Atari zudem wieder einmal missglückt.
Fired Up (Screenshots)
(System: PSP / Hersteller: Sony) (Exklusivtitel)
Die Ähnlichkeiten mit dem PS2 Spiel Hardware: Online Arena fallen sofort auf. Da wären nicht nur die flüssige, gut aussehende Grafik, sondern auch die leichte Steuerung, mit der verkorksten Mondphysik (riesige Sprünge und Dreher). Im Gegensatz zum „PS2 Billigspiel“, bietet Fired Up Missionen und Umfang auf der PSP. Nach etlichen kurzweiligen Gefechten, bin ich jedoch zum Fazit gelangt, dass Fired Up ganz nett ist, aber definitiv kein Spiel darstellt, dass man für 50 € haben muss. Für den halben Preis allerdings, können sich Car Combat Fans eine Anschaffung ernsthaft überlegen, zumal es auch Bonuscontent zum Herunterladen geben wird.
FAZIT: Nettes Spiel, das zum halben Preis weitaus attraktiver wäre.
Genji (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: Sony) (Exklusivtitel)
Während der Titel auf den Screenshots immer wie eine etwas blasse „Onimusha“ Kopie auf mich wirkte, war ich von der Samurai-Fantasy-Action sehr angetan. Das Spiel sieht nicht nur traumhaft aus, sondern spielt sich auch wesentlich schneller, als die Capcom Konkurrenz. Dadurch kommt ein gewisses Feeling auf, dass zum Beispiel Devil May Cry sehr gut vermitteln kann – stylische Action und riesige Bossgegner. Die zahlreichen Storysequenzen sorgen anscheinend auch für eine gute Hintergrundgeschichte, während die einfach gehaltene Steuerung auch Anfänger vor keine Hürden stellt.
FAZIT: Fans ordentlicher Schnetzelaction sollten sich Genji schon mal vormerken.
GUN
(System: PS2 / Hersteller: Activision)
Ok, hier durfte ich nicht selber Hand anlegen, aber einer der Entwickler von Neversoft führte mir das Spiel exklusiv vor. Und was soll ich sagen....ich bin begeistert. GUN scheint all das zu werden, was Red Dead Revolver sein wollte! Die Grafik ist für ein Free-Roaming Spiel schlichtweg umwerfend und läuft erstaunlich flüssig über den Schirm. Dazu kommen die vielen Nebenaufgaben (wie zum Beispiel: Goldschürfen oder Postaufträge erledigen), Minispiele (wie Poker) und eine ordentliche Story. Besonders hervorzuheben ist zudem die Tatsache, dass GUN bei der On-Foot Action eher an einen schnellen Ego-Shooter erinnert, als an Spiele wie GTA. Die Kämpfe laufen flüssig, schnell und actiongeladen ab. Wem das nicht reicht, der schwingt sich auf sein Pferd und jagt Indianer oder Räuber. Dabei werden Waffen gezielt aufgelevelt um beispielsweise schneller Nachladen zu können. Eins steht jedoch schon fest, ungeschnitten wird der Titel niemals zu uns kommen, bietet GUN doch ordentlich roten Lebenssaft und die Möglichkeit Köpfe abzuschießen und ganze Gegner in Einzelteile zu zerfetzen. Laut meinem Gesprächspartner will man allerdings so weit wie möglich eine Beschneidung verhindern. Mal sehen, was die liebe USK dazu sagt...
FAZIT: GUN hat das Potential eines ernsthaften GTA Herausforderers im Wilden Westen. Das Spiel sieht schon jetzt großartig aus und hat das Zeug zum ganz großen Hit.
Knights of the Temple II (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: Playlogic)
Ich gestehe – in einem umnebelten Zustand griff ich damals zu einem preisgesenkten PS2 Spiel namens „Knights of the Temple“. Die Packungsrückseite beschrieb mir ein episches Abenteuer zu Zeiten der Kreuzfaher und ein actiongeladenes Kampfsystem. Doch die Ernüchterung machte sich rasch breit. Dicke PAL Balken für ein in Europa entwickeltes Spiel und die derben Framerateeinbrüche törnten mich ganz schnell ab. Das träge und schwammige Kampfsystem half beim Aufbau von Spielspaß auch nicht gerade. Nun haben wir hier den zweiten Teil, der optisch einen Zacken besser läuft und auch etwas hübscher ist. Das Kampfsystem ist jedoch nach wie vor etwas zu schwammig und träge und irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass man das alles schon in besserer Ausführung gesehen hat. Einzig der interessante Hintergrund bewahrt das Spiel vor der Belanglosigkeit.
FAZIT: Eine Steigerung gegenüber dem Vorgänger ist in allen bereichen auszumachen, dass bedeutet aber noch lange nicht, dass Knights of the Temple II ein gutes Spiel wird.
LA Rush (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: Midway)
Besser als gedacht – ehrlich! Gerade aus technischer Sicht, machte das Spiel deutliche Fortschritte und läuft schon ganz annehmbar über den Bildschirm. Aber neben der recht ansprechenden Grafik finden sich zahlreiche Macken. Die größte davon ist sicherlich, das schlechte Streckendesign. Ich gebe ja zu, dass ich noch nie ein großer Fan von Checkpointrennen in riesigen Gebieten war, aber wer sich die Kurse in LA Rush ausgedacht hat, sollte sich lieber einen Job in einer anderen Branche suchen. Regelmäßig war die Streckenführung so mies, dass man immer wieder am nächsten Kontrollpunkt vorbeiraste. Auswendiglernen ist bei LA Rush an der Tagesordnung, ansonsten habt ihr keine Chance die vielen 90° Kurven zu nehmen. Dazu kommt noch der ganze Krempel, den die Grafiker in die Stadt eingebaut haben und die Sicht und Orientierung noch erschweren. Das „Bouncing“ Minigame, bei dem man die getunten karren hüpfen lassen kann, entzog sich gänzlich meiner Wahrnehmung. Trotz Ein-Buttonsteuerung gelang es mit kein einziges Mal auch nur einen Punkt einzufahren.

FAZIT: Ich will eigentlich nur ein richtiges Rush Spiel und keinen Need for Speed Underground Verschnitt.
Need for Speed: Most Wanted (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: EA)
Meine persönliche Enttäuschung! Man merkte sofort, dass es sich nur um einen lausigen Port der Xbox360 Variante handelte. Runtergerechnete Texturen, pixligere Auflösung und eine Framerate jenseits von Gut und Böse. Erstrecht wenn nebenan Burnout Revenge läuft und eine Topgrafik in Kombination mit einer perfekten Framerate auffährt, wirkt der neuesten NFS Aufguss wie ein Psone Spiel. Dazu gesellte sich noch das nicht vorhandene Geschwindigkeitsgefühl und die fehlende Möglichkeit, auch in die Innenperspektive zu schalten. Dabei hat gerade „Most Wanted“ das Potential, die Serie voranzubringen. Aber bei dieser miesen Technik, darf stark bezweifelt werden, dass bis zur Veröffentlichung im November noch viel geschieht. Schade.
FAZIT: Pfui, dass mit Abstand hässlichste PS2 Spiel auf der Messe und meine größte Enttäuschung.
Pursuit Force (Screenshots)
(System: PSP / Hersteller: Sony) (Exklusivtitel)
In einem gesonderten Interview werdet ihr noch etwas ausführlicher über den kommenden PSP Must-Have Titel unterrichtet werden, deshalb fasse ich mich hier kurz. Pursuit Force ist beileibe kein Rennspiel, vielmehr liegt der Hauptschwerpunkt auf den spektakulären Sprüngen von Fahrzeug zu Fahrzeug und dem noch spektakulärer wirkenden Erobern. In bester Hollywood-Action Manier kapert ihr andere Fahrzeuge, entledigt euch der Insassen und versucht eure Mission erfolgreich abzuschließen. Dann und wann warten zudem riesige Bossgegner auf euch. Pursuit Force spielt sich nicht nur flüssig, sondern macht auch noch eine Menge Spaß. Wer auf kurzweilige Action steht, sollte den Titel keinesfalls verpassen.
FAZIT: Pursuit Force rockt dank des innovativen Spielkonzepts und der tollen Technik mehr als amtlich.
Resident Evil 4 (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: Capcom)
Endlich, Resident Evil kehrt zurück zu seinen Wurzeln – zurück zur PlayStation! Endlich ist Schluss mit den mittelmäßigen Spin-Offs und Adaptionen. Resident Evil 4, dass schon vor Monaten auf dem Gamecube erschien, ist spielerisch eine wahre Granate. Toll inszenierte Balleraction, lösen sich mit Quicktime Events ab und verbinden sich mit der gruseligen Story und spannenden Atmosphäre. Aber nun genug des Lobes, sehen wir uns die PS2 Version an. Überraschenderweise macht die Portierung des einstmals nur auf dem Gamecube möglichen Spieles einen hervorragenden Eindruck und nur ein paar Kleinigkeiten stören noch den ansonsten einwandfreien Eindruck. Grafisch könnte man aus einiger Entfernung meinen, man spiele die Gamecube Fassung, beim näheren Betrachten offenbaren sich allerdings ein paar Einbußen. So sind die Texturen nicht so hoch aufgelöst wie beim Original, die Animationen der Dorfbewohner wurden etwas gestrafft und die Steuerung ist bislang noch etwas zu träge und ungenau. Während die technischen Kleinigkeiten weniger ins Gewicht fallen, sollte die Steuerung aber noch getunt werden. Ansonsten hat sich das Warten aber gelohnt und Resident Evil 4 verspricht auch auf der PS2 zu einem DER Must-Have Titel schlechthin zu werden.
FAZIT: Dank den neuen Missionen mit Ada, den neuen Kostümen und den neuen Waffen, darf man bedenkenlos auch zur technisch minimal schlechteren PS2 Fassung greifen.
Shadow of the Colossus (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: Sony) (Exklusivtitel)
Eines der wenigen Spiele in der heutigen Zeit, die nicht nur innovative Ideen in das Gameplay mit einbringen, sondern auch mit einem umwerfenden Stil aufwarten können. Die Demo startete in einem riesigen (und ich betone riesigen) Gebiet, in dem man den Giganten finden und niederstrecken muss. Das Gefühl der Weite, der Einöde wird perfekt vermittelt und die Animationsqualität von Pferd und Reiter könnte glatt aus einem Zeichentrickfilm stammen – so geschmeidig galoppiert das Gespann über die Wiesen, dass schon das Zusehen eine Offenbarung ist. Fraglich bleibt nur, ob Shadow of the Colossus auch über längere Zeit Spaß machen wird, da die Entwickler ja bereits bestätigt haben, dass bis auf die Colossuses keine weiteren Gegner im Spiel vorzufinden sind. Aus technischer Sicht, lief das Spiel schon recht gut und flüssig ab, selbst die Steuerung fiel überraschend präzise aus. Ein paar Schönheitsfehler, wie die aufploppenden Hintergrundtexturen sollten bis zur Veröffentlichung allerdings noch behoben werden. Doch angesichts der Qualität von ICO kann man auch hohe Erwartungen an das zweite Spiel der Entwickler knüpfen.
FAZIT: Sieht gut aus und vermittelt ein einzigartiges Feeling – Shadow of the Colossus wird der Titel im Weihnachtsgeschäft sein, der aus der Flut von Lizenzumsetzungen und Actionspielen herausragen wird.
Soul Calibur III (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: Namco) (Exklusivtitel)
Soul Edge auf der Psone war genial, Soul Calibur auf der Dreamcast war genial und Soul Calibur III auf der PlayStation 2 wird genial. Vergessen ist der müde Aufguss des ersten Teils, die Japaner haben sich noch einmal richtig zusammengerissen und liefern mit Soul Calibur III das Beat`em`Up des Jahres ab. Und ich spreche hier nicht nur von technischen Verbesserungen gegenüber Soul Calibur II. Mit dem wirklich umfangreichen Charaktereditor (und ich spreche hier nicht nur von Verschönerungen, wie man sei bei Tekken 5 und Virtua Fighter 4 vorfindet) und dem Echtzeitstrategiepart „Chronicles of the Sword“ sind genug Neuerungen vorhanden, um die enttäuschten Fans zufrieden zustellen. Optisch legten die Namco Grafiker noch einmal einen drauf und zeigen nicht nur bei den schöneren Texturen ihr Können, sondern insbesondere bei den unglaublich detaillierten und hübsch in Szene gesetzten Hintergründen ihre Fähigkeiten.
FAZIT: Hier steht uns ein wahrer Beat`em`Up Oberhammer ins Haus.

Spartan: Total Warrior (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: Sega)
Und noch eine Überraschung der Japaner. Gnadenlos flüssig Metzelaction in grandioser Optik. Genau das erwartet den Spieler. Das Missionsdesign geht dabei weit über das normale: Töte alle Feinde hinaus und bietet neben Abwechslung auch Herausforderung. Mir persönlich hat es unheimlich Spaß gemacht, mit dem Spartaner durch die Feinde zu hacken, ein Blutbad anzurichten und eine Schlacht zu gewinnen. Hut ab, aber was die Entwickler von Creative Assembly mit ihrem ersten Konsolentitel abliefern, ist eine Wucht. Davon kann Koei mit ihrer ausgelutschten Dynasty Warriors Serie einen gewaltigen kanten abschneiden.
FAZIT: Tolle Hack & Slay Action mit schöner Grafik. Was will man mehr?
Spider-Man 2: The Movie (Screenshots)
(System: PSP / Hersteller: Activision) (Exklusivtitel)
Ich gebe zu, ich mochte das letzte Spider-Man Spiel auf der PlayStation 2, denn besonders das Feeling der Comicbuchserie, kam trotz Filmvorlage sehr gut rüber. Die PSP Version basiert nicht auf der PS2 Vorlage und bietet keine frei erkundbare Stadt. Stattdessen absolviert man einzelne Levelabschnitte hintereinander. Dank englischer Sprachausgabe und toller Musik, gibt es akustisch an Spider-Man nichts zu meckern. Auch die Steuerung geht nach kurzer Eingewöhnungszeit locker von der Hand. Nur die Kameraführung ist unter aller Sau, insbesondere in Gebäuden und Räumen, verliert man ein um das andere Mal die Übersicht. Das kann zu ordentlichem Frust führen.
FAZIT: Kein Must Have Titel – aber auch keine Gurke. Fans werden trotzdem ihren Spaß damit haben.
Tak 3
(System: PS2 / Hersteller: THQ)
Im Grunde mag ich die Tak-Spiele. Die Charaktere und die Spielwelt versprühen Charme und Witz, die Storys sind gut inszeniert und bieten viele Lacher. Nur beim Gameplay hapert es immer wieder. Schwammige Steuerung, schwere Gegner, schlechte Rücksetzpunkte und knüppelharte Actioneinlagen sorgen bei der jungen Zielgruppe für Frust. Teil Drei bietet erstmals einen kooperativen Modus, bei dem ein zweiter Mitspieler im Splitscreen Verfahren die Rolle von Taks großspurigen Freund Lok übernimmt. Zu zweit müssen sie allerlei Aufgaben bewältigen, die konsequent nach den unterschiedlichen Fähigkeiten der Beiden verlangen (so kann Lok Ranken empor klettern, Tak dafür aber Schwimmen). Verpackt ist das Ganze natürlich wieder in eine lustige Geschichte und bietet viel Abwechslung.
FAZIT: Tak 3 wartet mit einigen interessanten Neuerungen auf. Fans der Vorgänger können schon mal den März nächsten Jahres rot in ihrem Kalender anstreichen, denn da erscheint Tak 3 in Deutschland.
Total Overdose (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: EIDOS)
Whoa – Mamma Miea – das Spiel geht ja ab! Hätte ich ehrlich nicht für möglich gehalten, aber neben dem coolen Mexiko Setting, überzeugt die stabile Bildrate, die nette Grafik und die tolle Spielbarkeit. In den riesigen Levels liegt es an euch, so viel Schaden wie möglich anzurichten. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, ihr könnt mit einem Truck in die Meute stürmen, oder ihr metzelt die Gegner in spektakulären Moves nieder, oder aber ihr snipert sie von einem sicheren Platz ins Jenseits. Total Overdose spielt sich nicht nur gut, sondern macht schlichtweg Spaß. Da das Spiel demnächst in den Handel kommt, darf man sich auf ein spektakuläres Action-Fest freuen.
FAZIT: Ihr braucht neues Futter im GTA Stil? Dann dürfte Total Overdose genau das richtige für euch sein.
Virtua Tennis: World Tour (Screenshots)
(System: PSP / Hersteller: Sega) (Exklusivtitel)
Wer hätte das gedacht? Nach unzähligen miesen Spielen, meldet sich Sega mit einem Hammertitel auf der PSP zurück. Virtua Tennis sieht nicht nur gut aus, sondern spielt sich auch perfekt. Dank Wi-Fi Unterstützung auch mit anderen menschlichen Mitspielern. Wer nur ein bisschen für Sport übrig hat, sollte sich diesen PSP Titel schon mal auf die Merkliste setzen. Flüssige Animationen, keine Ruckler und schnelle Ballwechsel sprechen für das neue Virtua Tennis.
FAZIT: Hier kommt ein Highlight auf der PSP auf uns zu!
WRC 5 (Screenshots)
(System: PS2 / Hersteller: Sony) (Exklusivtitel)
Da ich schon die Onlinebeta kannte, wusste ich, was mich erwartete. Doch in gewisser Hinsicht wurde ich mit der aktuellen Version auf der Games Convention nochmals überrascht. Die größte Änderung gegenüber der Beta und dem Vorgänger stellt sicherlich das Fahrmodell dar. In WRC 5 hat man sich ganz dem Gelegenheitsspieler hingegeben, so dass selbst die Extreme-Versionen der Boliden bei nasser Fahrbahn auf dem Untergrund regelrecht „kleben“ bleiben. Aus den Kurven rausdriften ist somit faktisch ein Ding der Unmöglichkeit. Im Gegenzug wartet WRC 5 mit einer deutlich überarbeiteten Grafik auf (zum Beispiel sehen die Deutschlandstrecken tausendmal besser als in den Vorgängern aus), Online Rallyrennen mit 4 menschlichen Spielern und vier Autos auf den Strecken), interaktiven Streckenelementen (Unfälle anderer Fahrer, Steinschlag, Buschfeuer...) und klassischen Rallyautos.
FAZIT: Während das Spiel für Profis zu leicht werden könnte, bekommt man mit WRC 5 zumindest in Sachen Atmosphäre das beste Rallyspiel geboten.