Was mussten wir Europäer nicht schon alles ertragen - auf große Versprechungen, folgten meistens nur große Enttäuschungen. Sony bildet da keine Ausnahme! Nach dem verunglückten PSP Launch (kurzfristig um Monate in Europa nach hinten verschoben), traf es uns nämlich schon wieder und zwar mit der PS3. Wegen angeblichen Produktionsproblemen mit einer blauen Diode (wichtig für das integrierte Blu-ray Laufwerk) verschob Sony kurzfristig die Einführung der heiß ersehnten Konsole in Europa auf das nächste Jahr. Neues obligatorisches Datum: März 2007. Damit unsere (und auch eure) Neugier auf die PS3 wenigstens etwas gestillt werden kann, hat uns der PlayStation Hersteller jedoch exklusiv in die Firmenzentrale nach Neu-Isenburg (bei Frankfurt/Main) eingeladen. So ein Angebot konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und haben deshalb keine Kosten und Mühen gescheut und sind quer durch die halbe Republik dafür gefahren. Ob sich die weite Reise (immerhin pro Strecke 500 km) letzten Endes gelohnt hat, erfahrt ihr in unserem kleinen Reisebericht.
04:00 Uhr
Der Wecker klingelt – draußen ist es noch stockfinster. Eigentlich ist diese Zeit einfach nicht geeignet, um einen stressigen Tag zu beginnen. Aber es hilft nichts, wenn wir mittags in der Deutschlandzentrale von Sony Computer Entertainment Deutschland sein wollen, müssen wir uns auf den Weg machen. Gegen fünf Uhr hole ich Kollege Shagy ab und wir begeben uns auf den Weg in Richtung Autobahn. Ihr müsst wissen, Montage sind übrigens absolut keine guten Tage, um vom Osten Deutschlands in den Westen zu fahren, denn dann herrscht meistens schon in den frühesten Morgenstunden wegen der vielen Pendler richtiger Betrieb auf den Straßen. Deshalb haben wir schon vorn vorneherein eine Strecke ausgewählt, die uns ohne große Umwege auf etwas weniger genutzten Autobahnen zum Ziel bringt. Während ich mich auf den vor uns liegenden Weg konzentrierte, konnte Co-Pilot Shagy zwischendurch die Zeit immer wieder für eine Runde Sonic Rivals auf der PSP aufbringen…
11:15 Uhr
Wer denkt, dass die Gegend um Frankfurt am Main schön aussieht, der täuscht gewaltig. Im Prinzip handelt es sich nämlich nur um Industrie- und Bürokomplexe und da möchte ich zum Beispiel niemals wohnen. Aber da es Zeit zum Mittagessen ist, machen wir uns auf die Suche nach einem Fresstempel und landen in einem McDonalds, wo Hygiene Vorschriften allem Anschein nach unbekannt sind. In der nächsten Zeit und da sind wir uns beide einig, wird erst einmal nicht bei dieser Hamburgerkette gespeist!

11:50 Uhr
Da wären wir, in dem vor uns liegenden Bürokomplex ist irgendwo Sony Computer Entertainment Europa untergebracht. Aber wo? Gott sei dank, sind die Leute, die uns dort über den Weg laufen äußerst freundlich und weisen uns die Richtung. Nach ein paar Minuten im Foyer werden wir auch schon vom zuständigen PR Manager Stefan Dettmering begrüßt, welcher uns in einen speziellen Meeting Room in einer anderen Etage führt. Dort erwartet uns nicht nur die PS3 und ein paar Games, sondern auch ein riesiger Sony Bravia Full HD LCD TV (Shagy ist nicht mehr zu halten und der Sabber läuft ihm in Strömen die Kinnlade hinunter). Die Debug PlayStation 3 (Entwicklerversion, die auch unfertigen Code der Spiele auf gebrannten Blu-ray Discs abspielen kann) ist mittels HDMi Kabel an den Fernseher angeschlossen, aber es fehlt zum perfekten High-Definition Erlebnis noch ein ordentliches Soundsystem. Nach einem kurzen Gespräch mit Stefan über die Konsole im Allgemeinen (alle Anschlüsse und Ein-/Ausgänge werden erläutert), können wir endlich selber Hand an das Gerät anlegen. Dabei erstaunt es uns, dass die relativ große Konsole auch wirklich ziemlich schwer ist. Aber immerhin, für das Gewicht bekommt man im Gegenzug auch weit mehr Funktionen als bei der Konkurrenz geboten. Der "neue" Controller liegt übrigens richtig gut in der Hand und nur bei "Motorstorm" vermisst zumindest Shagy die Rumble Unterstützung. Dafür war der Sixaxis jedoch schön leicht, kabellos und die L2/R2 Tasten hatten herrliche Druckpunkte. Die Analogsticks sind jedoch nach wie vor etwas unpräzise und trüben zumindest bei Resistance den ansonsten guten Eindruck. Aber genug geschwafelt, Stefan startet nun endlich die (richtig leise) PS3, um uns ein wenig mit dem internen Menü vertraut zu machen. Kenner der PSP werden sofort zurechtkommen, aber auch alle anderen sollten mit dem einfach zu bedienenden Menü keine Probleme haben. Da es sich jedoch bei der vorliegenden PS3 Konsole, wie gesagt, um eine Debug Einheit handelt, sind nicht alle Funktionen (Filmwiedergabe und Onlineanbindung) verfügbar.

12:25 Uhr
Aber gut jetzt mit dem ganzen Drumherum, kommen wir zu den Spielen! Auf der Fahrt hatten wir bereits mehr als genug Zeit zum Spekulieren gehabt. Was würden wir nun also für Games vorfinden? Neben den US Starttiteln malten wir uns aus, dass vielleicht Heavenly Sword, Eye of Judgement oder Warhawk dabei wären. Leider stehen aber gerade diese Titel nicht zur Auswahl – Schade. Im Schnelldurchlauf erklärt uns Stefan einige der vorhandenen Spiele: Resistance Fall of Man, Formel Eins, Motorstorm und Ridge Racer 7. Danach verschwindet er und überlässt uns ganz alleine die PS3. Nachdem wir kurz überlegen, wie wir die Konsole unbemerkt in unser Auto bekommen würden (und leider zu keiner Lösung kommen, da Überwachungskameras auf den Gängen und Kartenschlösser an den Türen, uns vor unlösbare Probleme stellen), wenden wir uns den Spielen zu. Die ausführlichen Eindrücke findet ihr weiter unten. Einzig zu Genji werdet ihr nichts lesen können, weil uns da ein kleines Missgeschick unterläuft und nun ja….lest einfach selbst…
.ram: „Hey schau mal, die Fernbedienung zu dem riesigen Fernsehgerät.“
Shagy: „Coole Sache, so einen TV würde ich auch gern haben“
.ram: „Kannst ja mal das Menü aufrufen, damit man sieht, was die Kiste alles zu bieten hat.“
Shagy drückt einen Knopf (und zwar nicht den für das Menü) auf der Fernbedienung. Der Fernsehbildschirm wird schwarz.
.ram: „ Sche*ße, was hast du nun wieder angestellt?“
Shagy wird plötzlich ganz rot und Schweißperlen bilden sich auf seiner Stirn.
Shagy: „Ich weiß es nicht, ich habe nur einen Knopf gedrückt!“
.ram: „Ich starte mal die PS3 neu, rühr nichts an!“
Die PlayStation 3 fährt hoch, aber nichts passiert. Der Bildschirm des LCD Geräts bleibt weiterhin schwarz. Shagy probiert daraufhin alle Knöpfe durch (inkl. des Menüs), doch es kommt kein Bild. Oh Mann, was machen wir jetzt? Nach einer kurzen Wartezeit kommt jedoch Stefan wieder herein und erlöst uns. Schuld an der Misere war übrigens die lahme Umschaltfunktion des Fernsehers, denn die AV Kanäle funktionieren tadellos, nur muss man einige Sekunden auf das Singal warten. Und da haben wir einfach immer zu schnell durch geschalten! Da dieses „Problem“ nun vom Tisch ist, führt uns Stefan noch ein besonderes Schmankerl vor: LAIR! Leider war es uns nicht erlaubt Fotos davon zu machen, aber eines können wir beide schon jetzt bestätigen, der Titel sieht fantastisch aus.

15: 30 Uhr
Nach der Spielsession bleibt noch genug Zeit, um mit Stefan ein paar Themen zu diskutieren. Neben diversen Infos zur Marke PlayStation lassen sich zudem noch ein paar andere interessante Fakten entlocken. Zum Beispiel das Sony Computer Entertainment Europe plant, dass PSP Rollenspiel Monster Kingdom: Jewel Summoner im nächsten Jahr zu uns zu bringen. Danach heißt es jedoch, Abschied nehmen und wir machen uns auf den Heimweg. Dort geht das leidige Spiel von vorne los und Shagy freut sich in der einen Minute über das „geniale“ Sonic Rivals, nur um in der nächsten bitterböse darüber zu fluchen…Argh…
Komplette Foto Galerie des Ausfluges
Resistance: Fall of Man
Der von Insomniac (Ratchet & Clank) entwickelte 3D Shooter lag bereits in einer komplett lokalisierten Fassung vor. Neben einer vorzüglichen deutschen Sprachausgabe gab es auch reichlich Blut zu sehen, zumindest genauso viel wie in der amerikanischen Variante (nur in Japan fehlt das Blut komplett). Das Spiel soll übrigens ungeschnitten zu uns kommen und mit einem USK ab18 Rating versehen sein. Grafisch ist Resistance mit Sicherheit keine Killerapplikation, aber dank gelockter Framerate (30 Bilder pro Sekunde) und netter Effekte + einem ordentlichen Detailgrad immer noch mehr als annehmbar, besonders für einen Launchtitel. Spielerisch wird eine Mischung aus Call of Duty (insbesondere die ersten Levels erinnern dank dem Kriegsszenario daran) und Doom geboten. Besonders hervorzuheben sind jedoch die ausgeklügelten Waffen, die den Shooter von anderen Genrevertretern abheben. Steuerungstechnisch sollte niemand Probleme mit der Tastenbelegung haben, lediglich die Analogsticks fühlen sich nach wie vor zu ungenau beim Zielen an. Was dagegen schon nach den ersten Spielminuten negativ auffällt, ist der relativ hohe Schwierigkeitsgrad, der den Titel vor allem für Profis interessant macht. Zocker, die nur alle 10 Jahre einen Ego-Shooter spielen, dürften deshalb so einige Frustmomente erleben. Die Zwischensequenzen konnten übrigens nicht abgebrochen werden, was (wie bei Genji) ziemlich nervt!
.ram`s FAZIT:
Resistance hat mich definitiv nicht umgehauen, was allerdings auch daran liegen mag, dass ich sowieso kein großer Ego.-Shooter Freund bin. Grafisch hatte ich jedoch etwas mehr von der PlayStation 3 erwartet, denn beeindrucken konnte mich vor allem die Optik in Resistance nicht.
Shagy`s FAZIT:
First Person Shooter sind nicht wirklich mein Fall und daran wird auch dieser Titel nichts ändern. Zwar ist das Setting interessant, doch ansonsten sah es eher altbacken aus.

Formel Eins: Championship Edition
Bei uns im Team rezensiert Dimi immer die Formel 1 Spiele, weswegen sich meine Erfahrungen lediglich auf ein paar kurze Runden mit den letzten PS2 Titeln beschränken. Doch etwas fiel neben der grandiosen Grafik sofort auf, die Steuerung ist endlich nicht mehr so sensibel. Vielmehr erinnert der Racer in Sachen Spielbarkeit an die damaligen ersten Formel Eins Spiele auf der PlayStation 1. Etwas Simulation gemixt mit ein paar Arcadezutaten sorgen für ein gutes Fahrgefühl, dass zwar keinen Die-Hard Simulationsfetischisten vom Hocker reißen wird, aber wenigstens auch für Otto-Normalzocker Spielspaß verspricht. Unbestätigt ist dagegen, ob es dynamisches Wetter geben wird, in der zwei Strecken umfassenden Demo (Monza und Indianapolis) konnten nur feste Umweltbedingungen angewählt werden. Davon sah jedoch der Regen bombastisch aus. Neben Fahrbahneffekten und Spritzwasser, überzeugte besonders der Kameraeffekt, bei dem das Wasser je nach Geschwindigkeit unterschiedlich über den Bildschirm floss. Auch das Fahrverhalten wurde vom Regen beeinflusst und Dreher konnten schnell einen Abflug ins Kiesbett bedeuten. Beeindruckend war aber in erster Linie das grandiose Geschwindigkeitsgefühl, das euch wirklich vorgegaukelt, in einem richtigen F1 Flitzer zu sitzen. Einziges Motivationsminus ist des Fehlen von aktuellen 2007er Daten und die mögliche Versionspolitik von Sony, die wohl eher ein F1 2007 vorsieht, als ein Internetupdate.
.ram`s FAZIT:
Dank Onlinesupport und verbesserter Spielbarkeit und Grafik, dürfte der PS3 Formel Eins Flitzer ein hervorragendes Spiel werden.
Shagy`s FAZIT:
Ich bin eigentlich nicht so der Formel Eins Fan, doch das Spiel machte technisch einen tollen Eindruck inklusive hübschen Effekten und super Geschwindigkeitsgefühl.

Ridge Racer 7
Nachdem es Namco auf der PlayStation 2 gerade einmal auf ein (!) Ridge Racer Spiel gebracht hat und dann sogar noch die treue Fan Community mit einem Fremdgang für Teil 6 auf der Xbox360 betrog, sind die Ansprüche natürlich extrem hoch an den siebenten Teil. Nach den ersten Spielstunden ist das den Japanern allerdings nur teilweise gelungen, diese zu befriedigen. Zu allererst einmal das Positive: Ridge Racer 7 ist Ridge Racer und es ist auch in vielen Bereichen besser als Teil 6, aber gleichzeitig fühlte es sich nicht wirklich wie ein Next-Gen Spiel an. Eher hatte man den Eindruck, Namco tische uns mit dem neuen Spiel einen Directors Cut des Vorgängers auf. Das erklärt nämlich die marginalen Grafikunterschiede zu Teil 6 und die vielen daraus bekannten Strecken. Immerhin bietet die Grafik stabile 60 Bilder pro Sekunde, auch wenn man bei manchen Kursen dafür denken könnte, man spielt ein hoch aufgelöstes XBox 1 Spiel. Besonders die Bitmap Bäume und das teilweise heftige Kantenflimmern zeugen davon. Die Autos sehen jedoch gut, das Geschwindigkeitsgefühl ist grandios und der neue Tuning Aspekt wurde ordentlich integriert. Aber dafür darf Namco endlich darauf stolz sein, wieder fordernde Computergegner integriert zu haben, die das Spielgeschehen nun nicht mehr zu leicht erscheinen lassen. Nach Motorstorm war Ridge Racer 7 dennoch das von uns meist gespielte PS3 Game.
.ram`s FAZIT:
Es ist Ridge Racer, dennoch muss ich sagen, war ich etwas enttäuscht. Die Grafik wirkt altbacken und irgendwie erinnerte das Spiel einfach zu sehr an den Vorgänger. Und für das Weglassen einer eigenen Introsequenz gibt es sowieso Abzug!
Shagy`s FAZIT:
Genial wie immer, flüssige und schnelle Grafik sowie durch die neue Gegner KI um einiges schwerer zu meistern.

Motorstorm
Nach dem E3 2005 Trailer waren natürlich die Erwartungen an das actionreiche Rennspiel enorm hoch und realistisch betrachtet, muss man auch zugeben, dass das aktuelle Spiel dem Trailer nicht ganz das Wasser reichen kann, aber das was trotzdem geboten wird, entspricht definitiv dem, was man von einem Next-Generation Spiel erwartet. Gigantische Grafik und unglaublicher Spielspaß! Wir konnten eine weit fortgeschrittene Preview Build ausführlich und in aller Ruhe Probe spielen und schon jetzt wird klar, Motorstorm hat das Zeug zum Kultspiel. Die Atmosphäre, die Action, die bei den Rennen (gerade spätere Kurse bieten zig alternative Routen mit vielen Sprüngen, Schlamm und Rampen) geboten wird, ist einfach ungeschlagen. Kann sich noch jemand an das damals brachiale Destruction Derby erinnern? Das Spiel ist „Kindergarten2 im Vergleich zu Motorstorm – hier fliegen andere Fahrzeuge neben euch vorbei, rammen sich die Computergegner gegenseitig von der Strecke und das Gefühl, über eine holprige Wüstenstrecke zu fahren, ist schlichtweg perfekt. Insbesondere da sich die verschiedenen Fahrzeugklassen (Motorräder, ATVs, Trucks, Buggys, Muscle Cars usw.) alle unterschiedlich fahren, ohne jedoch zu anspruchsvoll oder zu arcardig zu wirken. Das Spielgefühl ist einfach unglaublich! Dabei macht vor allem das coole Boostfeature Spaß, dass euch einen quasi unendlichen Geschwindigkeitsschub erlaubt, solange ihr damit nicht den Motor überhitzt. Rasen ist somit an der Tagesordnung. Aber denkt ja nicht, dass es einfach ist, die Wagen auf der Strecke zu behalten, denn gerade die vielen Sprünge können euch schnell in Problemsituationen bringen, deshalb ist es ratsam nicht immer mit einem Bleifuß unterwegs zu sein. Aber der Spaß steht trotzdem zu jeder Zeit im Fordergrund. Dazu tragen auch die Computer Gegner bei, die zwar fordernd sind, aber nie unfair fahren (zumindest in den Levels, die wir ausprobiert haben). Bei Kollisionen gewinnt beispielsweise fast immer der Spieler. Grafisch bietet das Spiel wie gesagt das volle Brett, die Autos sehen detailliert aus, genauso wie die Effekte und das Ambiente. Die Framerate hatte nur sehr selten mit kleinen Slowdowns (wenn drei Fahrzeuge auf dem Bildschirm gleichzeitig explodierten) zu kämpfen und lediglich die Bodentexturen könnten in manchen Ecken besser aufgelöst sein. Auch ist das Fehlen der Cockpitperspektive etwas ärgerlich, denn somit existieren nur zwei Perspektiven, Stoßstange und hinter dem Auto. Zum Ausgleich gibt es dafür eine tolle optionale Tilt-Steuerung, bei der ihr das Joypad wie ein Lenkrad haltet und den Wagen damit steuert. Obwohl man damit keine Rundenrekorde fahren kann, funktionierte diese Steuerungsart überraschend gut und machte vor allem Spaß. Und darauf kommt es ja an.
.ram`s FAZIT:
War ich anfangs von dem Spiel noch nicht so ganz überzeugt, so bin ich mittlerweile absoluter Fan von Motorstorm. Definitiv das erste Rennspiel, dass richtiges Next-Gen Feeling verspricht – plattformübergreifend.
Shagy`s FAZIT:
Wow! Das Spiel hat mich beim Anzocken völlig überrascht und wurde zu einem Must Have Titel für mich. Massig Action auf dem Bildschirm, aber eine Rumble Unterstützung vermisste ich trotzdem schmerzlich.

LAIR
Wer hätte das gedacht, sogar LAIR lag in einer spielbaren Demoversion vor. Allerdings handelte es sich dabei um die gleiche Fassung, die bereits auf der Tokyo Game Show 2006 zu sehen war. Deshalb sollte man die Grafik und andere Elemente noch nicht allzu stark bewerten, da der einzige Zweck dieser Demoversion darin bestand, die Motion Sensoring Steuerung via Sixaxis Controller zu verdeutlichen. Das fertige Spiel wird nämlich nur auf diesem Weg spielbar sein, eine alternative herkömmliche Steuerung ist nämlich nicht vorgesehen. Doch keine Panik, unsere ersten Flugstunden verliefen mehr als befriedigend. Größter Unterschied, zu ähnlichen Spielen wie Drakan ist, dass man in LAIR nicht den Drachen, sondern den Reiter steuert. Man hält deswegen den Sixaxis Controller wie Zügel in der Hand und lenkt durch Rechts/Links Bewegungen und Neigen/Zurückziehen den Drachen. Die X-Taste diente dabei zum Antreiben des Reittieres, während die Vierecks-Taste zum Abfeuern von Feuersalven da war. Per Dreiecks-Taste konnte man in Bodennähe landen, um die feindlichen Truppen direkt anzugreifen. Eine manuelle Zielerfassung gab es in dieser Version nicht, aber andere Drachen ließen sich trotzdem halbwegs gut treffen. Zweikämpfe zwischen Drachen waren in der Demoversion noch nicht möglich, aber uns wurde versichert, dass man in der finalen Fassung anderen Drachen auch im Nahkampf Schaden zufügen kann (zum Beispiel durch Krallen oder Bisse). Aber wie fühlte sich die Steuerung denn nun eigentlich an? Anfangs sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber ich muss sagen, nach einer kurzen Zeitspanne fühlte sich die Sixaxis Steuerung sehr natürlich und authentisch an. Der Drachen ließ sich sehr gut in der Luft manövrieren und sah dabei auch noch sehr geschmeidig aus - lediglich das Wenden erforderte einen gewissen Bewegungsradius, was jedoch nach etwas Training auch kein Problem mehr darstellen sollte. Grafisch machte der Titel schon jetzt eine gute Figur und die Screenshots werden der Detailliertheit nicht gerecht. Besonders die Hundertschaften von Bodentruppen sahen absolut imposant aus. Aber auch die riesigen Dämonenviecher, die später auf das Schlachtfeld abgesetzt wurden, bestachen mit einer tollen Grafikqualität (Fur Shading). Natürlich hatte das Spiel noch einige Probleme mit der Framerate (lief übrigens in 720p) und es wirkte vieles noch pixelig und unfertig, aber der Eindruck von monumentalen Kämpfen konnte schon einmal einwandfrei vermittelt werden. Dazu trägt sicherlich auch der Moralaspekt bei, der euch zwingt, nicht nur großflächig Verwüstungen bei den gegnerischen Truppen anzurichten, sondern auch gefährliche Einzelfeinde (wie dunkle Drachen) zu bevorzugen. Je nachdem wie erfolgreich ihr dabei seid, desto stärker verlagert sich die Moral und der Kampf zu euren Gunsten.
.ram´s FAZIT:
LAIR ist mit Sicherheit ein Titel den man im Auge behalten sollte, das Spiel besitzt nämlich eine Unmenge an Potential. Ob es Factor 5 jedoch gelingen wird, dieses auch zu nutzen, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, dafür wirkte das Gezeigte einfach noch zu unfertig.
Shagy`s FAZIT:
LAIR bietet ein interessantes Setting und wenn die Steuerung in prekären Situationen nicht zu hektisch ausfällt, steht uns ein richtiger Knaller bevor.

Komplette Foto Galerie des Ausfluges
2006 www.onpsx.de [ verfasst von .ram und Shagy ]