Silver Hawk

29. December 2005

Silver Hawk

Nachdem ich „The Touch“ gesehen hatte, war ich ziemlich enttäuscht und wollte eigentliche erst mal Abstand von Michelle Yeoh nehmen. Aber da ich das Setting und den Stil von „Silver Hawk“ sehr ansprechend fand, hab ich mich letztendlich dennoch auf „Silver Hawk“ eingelassen. Hoffentlich war das kein Fehler...



Originaltitel: Fei Ying
Regie: Jingle Ma Chor-Sing
Darsteller: Michelle Yeoh, Luke Goss, Brandon Chang, Daming Chen, Richie Ren
Laufzeit: 95
FSK: 16
Ton: Deutsch (DD 5.1, dts 5.1) Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Regionalcode: 2
Bildformat: 2,35:1 anamorph
TV-Norm: PAL
Produktion: 2004
Erschienen: 21.02.2006
Vertrieb: Kinowelt
Preis: -


Story:
„Superhelden werden oftmals falsch verstanden und immer wieder von der Polizei gejagt, welche die Superhelden in ein schlechtes Licht rücken will. Selbstjustiz wird halt nicht gerne gesehen. Zudem wirft es auf die Polizei kein gutes Bild, wenn sie immer zu spät kommt. So hat auch unsere Silver Hawk, alias Lulu (Michelle Yeoh – „Crouching Tiger, Hidden Dragon“) im richtigen Leben, damit zu kämpfen und ihr ist ein zudem ein ziemlich trotteliger, aber hartnäckiger Polizist namens Rich Man (Richie Ren – „Breaking News“) auf den Fersen. Als dann Professor Ho Chung (Daming Chen), welcher eine geniale Erfindung gemacht hat, vom machtgeilen Alexander Wolf (Luke Goss), der natürlich die Welt unterjochen will, entführt wird, müssen Silver Hawk und Rich Man jedoch zusammenarbeiten, um den Professor zu retten.“


Das ganze liest sich in etwa genauso langweilig wie man es letztendlich beim schauen wahrnimmt. Die Story ist also nicht der Grund sich diesen Film anzuschauen. Grund ist eher das in meinen Augen sehr gelungene Setting, welches silbern metallic und recht einfach daherkommt. Andere mögen dazu vielleicht langweilig und trist sagen. Ebenfalls haben es mir die Kämpfe und Actionszenen angetan, welche zwar nicht neue Maßstäbe setzten, jedoch sehr hübsch anzusehen sind. Besonders hervorzuheben ist der Kampf im Hauptquartier des Oberbösewichtes, wo die Gegner an Gummibändern von der Decke baumeln und Silver Hawk bearbeiten. Dabei gibt es den gewohnten Einsatz der Slow- bzw. Fast Motion und recht ansehnliche Schnitte. Eine wackelige Handkamera kommt natürlich ab und an auch zum Einsatz und komplettiert die Sehgewohnheiten eines HK Filmfans. Leider trüben einige Szenen etwas den Spaß. Da wäre zum einen eben die Story mit ihren Logiklöchern und zum anderen kommt es einem immer so vor, als ob Silver Hawk auf ihrem Motorrad nur ein bisschen über Schrittgeschwindigkeit fährt und somit recht öde ausschaut.

Von Seiten der Darsteller darf man leider nichts allzu großes erwarten. So wurde der Film eindeutig auf Michelle Yeoh zugeschnitten, welche ihre Sache ziemlich gut mit einem stehtigen Lachen im Gesicht bzw. tollen Spruch auf den Lippen hat und zudem auch noch recht sexy ausschaut, während die anderen nur Beiwerk sind. So darf sich Richie Ren als Rich Man genauso durch die Szenen blödeln wie der Computer und Silver Hawk Fan Kit, welcher von Brandon Chang verkörpert wird. Ob die Szenen lustig oder doch eher nervig sind, muss jeder selbst entscheiden. So recht kann ich mich da auch nicht festlegen, da einige One Timer recht gut sind. Luke Goss als Alexander Wolf kann auch nicht so recht begeistern, doch zum Glück bekommt er wenig Screen Time.


Bild:
Man darf hier aufgrund des Settings keine wilden und bunten Bilder erwarten, doch das silber-metallic kommt sehr gut rüber und das Bild bietet einen sehr guten Kontrast. An der Schärfe gibt es ebenfalls fast nichts zu meckern und geht in Ordnung. Von Rauschen werdet ihr auch meistens verschont, tritt aber ab und an mal auf.

Ton:
Die musikalische Begleitung ist Genretypisch und haut einem nicht vom Hocker. An der Technik gibt es aber nicht viel zu beanstanden und alle Dialoge sind sehr verständlich und werden nicht von den Hintergrundgeräuschen oder der Musik übertönt.

Bonus:
In dieser Sektion schaut es mehr als trübe aus. So entpuppt sich das Making Of als eine bloße Aneinanderreihung von Filmszenen ohne Kommentar, die ab und an einmal von einem Foto von den Dreharbeiten unterbrochen werden. Ansonsten gibt es noch die üblichen Trailer zum Film und aus dem Kinowelt Programm. Recht interessant sind noch die Produktionsnotizen, die allerdings nur in Textform vorliegen.


FAZIT:
„Silver Hawk“ bietet ein zugegebenermaßen ziemlich stylisches Setting, eine recht sexy Michelle Yeoh, ganz annehmbare Action, sehr nette Comedyeinlagen aber eine Story die wirklich mehr als dürftig daherkommt. Übrig bleibt also ein 08/15 Popcornfilmchen, welches man sich zwar getrost mal anschauen kann, aber es wohl bei einem mal bleiben wird. Für Fans dummer kleiner Filmchen, aber recht empfehlenswert und immerhin besser als „The Touch“.

Bild – 8/10
Ton - 8/10
Bonus - 2/10
Film - 6,5/10


[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von Kinowelt zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]