Forest of the Damned

22. January 2006

Forest of the Damned

Wie sich Tom Savini ("From Dusk Till Dawn", "Dawn of the dead") in dieses Machwerk der Schande verirren konnte, weiß wohl nur er selbst. Fest steht dafür, dass man für diesen Film verdammt starke Nerven braucht – ansonsten schaltet man nämlich aufgrund akuter Verdummung vorher ab.



Originaltitel: Forest of the Damned
Regie: Johannes Roberts
Darsteller: Daniel Maclagan, Nicole Petty, Sophie Holland, Tom Savini
Laufzeit: 83min
FSK: Keine Jugendfreigabe
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Ton: DD 5.1 (Deutsch); DD 2.0 (Englisch)
Regionalcode: 2
Bildformat: 1,66:1 (Anamorph)
TV-Norm: PAL
Produktion: 2005
Erschienen:2005
Vertrieb: mc one
Preis: 12€


Film:
Eine Gruppe von Teenagern hat in einen einsamen Wald eine Autopanne und trifft auf eine Gruppe halbnackter, weiblicher Dämonen unter der Führung des verrückten Tom Savinis, die ihre Opfer erst verführen und dann auffressen.

Uhhhhhhh….das klingt ja spannend! Und genauso Nerven zerfetzend wie die Inhaltsangabe ist dann auch der Rest des Films:
Dilettantische Laiendarsteller nerven mit dümmlichen Dialogen und Aktionen der Marke: „Komm, wir trennen uns mal besser in diesem einsamen, verlassenen Wald, vielleicht finden wir ja auf uns allein gestellt mehr Hilfe.“ Dazu gibt es diverse Kameraspielereien und ne Menge Farbfilter, die versuchen, den recht billigen Videolook zu kaschieren. Ach, und als Höhepunkt eine Horde halbnackter Frauen, von denen aber seltsamerweise immer nur die hässlichsten in Nahaufnahme gezeigt werden.

 

Selbst zu lachen hat man als Zuschauer nichts, denn der „Film“ befindet sich genau in der Grauzone der schlechten Unterhaltung, in der die Werke weit von „gut“ entfernt, aber auch noch nicht schlecht genug sind. Soll heißen: Lustigen Trash sollte man lieber woanders suchen. Auch mit den „höllischen Visionen Clive Barkers“ hat das Ganze entgegen des Covers eher wenig zu tun, schließlich waren diese nicht höllisch schlecht. Aus welchem Grund sollte man „Forest of the Damned“ nun ansehen wo er doch weder Spannung noch Unterhaltung noch Erotik noch Splatter bietet? Die Antwort: Es gibt keinen!

 

Bild:
Man hat den ganzen Film das Gefühl, ein Home-Video zu sehen. Das der Film digital aufgenommen wurde, hat allerdings auch Vorteile, so garantiert das zumindest eine gute Schärfe und keinerlei andere Störungen, die man von 35mm Filmen kennt. Dafür gibt’s ein enormes Bildrauschen, was wohl an den vielen dunklen Szenen liegt.

Ton:
Sehr räumlich ist der deutsche 5.1 Ton nicht, es gibt so gut wie keine Effekte aus den Rears. Allerdings ist er sehr klar und deutlich. Das macht die schlechte Synchronisation allerdings auch nicht besser… Der englische Ton ist etwas leiser und nur in Stereo, dafür klingen die Schauspieler aber auch nicht wie Pornodarsteller.

Bonus:
Neben einem der schlechtesten und billigsten DVD-Menüs, die mir je untergekommen sind, bietet der Film ein paar zumindest unterhaltsame Extras:
- 3 Deleted Scenes
- Making Of (ca. 8min)
- Trailer (Bloody Highway; Dr. Chopper; Corpses; Scarecrow Gone Wild; Forest Of The Damned)
- Fotogalerie
Die drei Deleted Scenes zeigen etwas mehr nackte Haut, aber auch reichlich dümmliche Dialoge. Das kurze Making Of ist der Witz schlechthin, bringt dem Zuschauer aber den wahren Grund für den Dreh des Films näher: Man begleitet den Regisseur beim casten halbnackter Frauen und er gibt dazu wichtige Kommentare wie „Ihre Brüste sind mir zu klein für einen Zombieengel“ oder „Sie hat einen perfekten Körper, aber ich habe sie natürlich wegen ihres Gesichtsausdrucks gecastet“ zum Besten. Leider gibt’s insgesamt nur zwei Frauen zu bewundern und davon ist auch nur eine wirklich hübsch. Man könnte fast sagen: Geschenkt…
Besondere Aufmerksamkeit sollte man der Trailersektion der DVD widmen, denn hier sind echt einige wahre Granaten dabei. Ich weiß nicht, ob die angepriesenen Filme schlechter als der Hauptfilm sein können, aber sie dürften zumindest nahe ran kommen. Auf alle Fälle sind sie alle lustiger als „Forest of the Damned“ und stimmen einen etwas milder gegenüber der DVD. Zur Fotogalerie gibt es eher wenig zu sagen, es gilt das Selbe wie beim Making of: Geschenkt.

 

FAZIT:
83 Minuten Müll gepackt auf eine DVD – Wer dafür Geld ausgibt ist selber schuld.

Bild - 7/10
Ton - 6/10
Bonus – 3/10
Film - 1/10


[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von mc one zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von anno nym]