Die ersten 4 Folgen haben wirklich Lust auf mehr gemacht. Nachdem man dort die Hauptcharaktere näher kennen gelernt hat, stand man aber, was die Story betrifft, völlig im dunkeln. Dies soll sich nun ändern, denn immerhin gibt es ja nur 13 Folgen und so langsam sollten die Ermittlungen unseres Polizisten Duos Früchte tragen. Es sei auch gesagt, das hier wieder ein paar Spoiler anwesend sind.
Originaltitel: Mousou dairinin
Regie: Satoshi Kon
Laufzeit: 3 Ep. Á 30min
FSK: 16
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch, Polnisch
Ton: DD 2.0
Regionalcode: 2
Bildformat: 16:9
TV-Norm: PAL
Produktion: 2004
Erschienen: 31.10.2005
Vertrieb: Anime Virtual
Preis: 25€
Story:
In den ersten 4 Episoden wurden einem die wichtigsten Charaktere vorgestellt. Schienen die Anschläge in den ersten Folgen noch willkürlich und wahllos zu sein, zeichnet sich nun ein gewisser Zusammenhang zwischen den Anschlägen ab. So wurde endlich Shounen Bat alias Kozuka verhaftet, doch er zeigt sich nicht sonderlich kooperativ und die beiden Polizisten haben es nicht leicht. So hält sich der Übeltäter für einen Heiligen Krieger in einem Rollenspiel, der die Welt vor dem Bösen beschützen muss. So langsam bekommen sie aber einige Infos aus dem Jungen rausgequetscht, indem sie ihm einfach durch seine Rollenspielwelt folgen. Dies wurde ziemlich abgefahren in Szene gesetzt und bietet allerlei Raum für einige lustige Szenen. Während Keiichi das Spiel mitspielt, glaubt Mitsuhiro stattdessen seinen Verstand zu verlieren. Letztendlich führt die Spur zu einer alten Frau...

So langsam kommt Licht ins dunkel und die Opfer scheinen gar nicht mehr nur Opfer zu sein. So offenbart die alte Frau interessante Infos über den Überfall auf die Designerin Tsukiko und auch Hirukawa hat eine dunkle Ader in sich. So filmt er heimlich seine Tochter Taeko und hat nicht nur ein anrüchiges Foto von ihr auf dem Laptop. Taeko bekommt dies mit und fühlt sich natürlich verraten und rennt in die regnerische Nacht hinaus.
In der letzten Folge auf dieser Volume kommt Keiichi dem Treiben immer näher auf die Spur. So erkennt er eine Verbindung zwischen all den Opfern und bemerkt, das alle unter einem starken psychischem Druck standen, als sie überfallen wurden. So recht glaubt er aber nicht, das Kozuka der wahre Täter ist. Nur sein Chef Mitsuhiro ist voll von dessen Schuld überzeugt und selbst als Kozuka selbst Opfer wird, steht seine Schlussfolgerung fest. Schließlich endet diese Volume mit einem Skandal der nicht gut für unsere beiden Cops ausgeht...
Mehr sei an dieser Stelle nicht gesagt. Die Serie lebt immerhin von seinen verwirrenden Bruchstücken. So geht der Blick in die menschliche Seele noch tiefer als noch in der ersten Volume. Und umso mehr man glaubt zu verstehen, umso komplizierter und konfuser wird alles. Dabei ist vor allem die Inszenierung wieder super gelungen und unterstützt die Reise in das Bewusstsein der Menschen. Besonders das Geständnis von Kozuka wird anhand einer Fantasy angehauchten Rollenspielwelt sehr unkonventionell erzählt. Überhaupt kann die Inszenierung wieder auf ganzer Linie überzeugen. So sind die Schnitte perfekt gesetzt und die Kamera ist mal in der Gegenwart, Vergangenheit oder in einer Fantasy Welt. So werden die inteligenten Dialoge sehr anschaulich dem Zuschauer vermittelt.

Bild:
Hier hat sich nicht viel getan, was aber auch nicht nötig war, da schon das Bild der ersten Volume überzeugen konnte. Die Farben sind super und der Kontrast stimmt auch. Das bisschen Nachziehen stört da genauso wenig wie die kleineren Artefakte.
Ton:
Auch hier muss der Anime Fan mit der DD 2.0 Abmischung vorlieb nehmen. Dafür klingen die deutschen Sprecher auch hier wieder hervorragend und können auf der ganzen Linie überzeugen! Jeder macht seine Arbeit hervorragend und legt ordentlich Herzblut in die Charaktere. Bravo und weiter so!
Bonus:
Gab es bei der ersten Volume noch einen Pappschuber dazu, so muss man dieses mal nur mit der Postkarte vorlieb nehmen. Dort ist der alte Opa zu sehen, welcher im Abspann immer „altkluge“ Sachen von sich gibt. Das Programmheft darf natürlich auch nicht fehlen. Leider gibt es wieder kein Booklet mit Infos oder Artworks über die Serie, was sehr schade ist. Wie auch bei Tenjo Tenge gibt es auch hier keine separate Untertitel Spur. So muss bei den eingeblendeten Kanji immer wieder auf die normale deutsche UT Spur gewechselt werden. Dies nervt natürlich ziemlich!

FAZIT:
Dachte man anfangs der zweiten Volume noch, dass sich alles sehr plausibel erklären lässt, wird man hier letztendlich nach Strich und Faden an der Nase herumgeführt. Satoshi Kon wäre eben nicht Satoshi Kon, wenn er es einem zu leicht macht die verwirrenden Puzzelstücke zu komplettieren.
Bild – 8/10
Ton – 7/10
Bonus – 1/10
Film – 9/10
[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von Anime Virtual zur Verfügung gestellt]
[Review verfasst von Shagy]