Waren das noch Zeiten, als das Actionkino noch aus wahren Helden bestand, welche im Alleingang die Welt in einem riesigen Feuerwerk retteten. Wer kennt sie noch - Chuck Norris, Jean-Claude Van Damme, Arnold Schwarzenegger, Steven Seagal und natürlich Dolph Lundgren. Nachdem Seagal mit „Into the sun“ genauso sein Comeback bekam, wie auch Van Damme mit „Wake of Death“ steht nun ein neuer Lundgren an. Er nahm sogar die Regie selbst in die Hand, hatte jedoch nicht das Budget der anderen beiden zur Verfügung. Ob es gut oder gehörig in die Hose ging, könnt ihr de Text sowie der Wertung nehmen.
Originaltitel: The Defender
Regie: Dolph Lundgren
Darsteller: Dolph Lundgren, Jerry Springer, Shakara Ledard, Thomas Lockyer
Laufzeit: 87
FSK: 16
Ton: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Keine
Regionalcode: 2
Bildformat: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
TV-Norm: PAL
Produktion: 2004
Erschienen: 01.02.2007
Vertrieb: e-m-s
Preis: 15€
Film:
Lance Rockford (Dolph Lundgren) ist ein alter Kriegsveteran, welcher sich nach dem Krieg in einem neuen Arbeitsumfeld anagiert. Er ist von nun an als Bodyguard tätig und soll mit seiner Crew die NSA Beamtin Roberta Jones Jones (Caroline Lee-Johnson) beschützen. Diese macht sich im Auftrag vom US Präsidenten (Jerry Springer) auf nach Rumänien, wo sie mit einem Terroristenführer geheime Gespräche führen soll. In dieser ersten halben Stunde wird ein guter Spannungsbogen aufgebaut und man macht sich bereits für das Actionfeuerwerk. Denn das geheime Treffen bleibt natürlich nicht lange geheim und Lance gerät mit seiner Crew schnell unter Beschuss eines Killerkommandos.

Schon in den ersten Minuten fällt einem der professionelle und stylische Look auf. Das verwundert umso mehr, da das Budget ziemlich gering ausfiel und es zudem das Regiedebüt von Lundgren ist. Nebenbei spielt das ganze im Ostblock. Dies fällt durch den professionellen Look allerdings wenig auf. Lundgren scheint auch viel bei seinen Filmen von den Regisseuren gelernt zu haben, denn es werden sehr geschickt Stilmittel eingesetzt und auch die Schnitte wissen zu überzeugen. Neben den optischen Look, kann auch das Drehbuch punkten und ist um einiges besser als man von B-Movies gewohnt ist. Zwar gibt es auch ein paar kleinere Logikfehler und die Story wirkt etwas konstruiert, doch stören diese Kleinigkeiten kaum. Nach den Storyvorbereitungen geht es bis zum Ende hin in die vollen und am Ende warten sogar noch ein paar Überraschungen auf den Zuschauer. Leider störte es mich etwas, dass die meisten Gegnerwellen ödes Kanonenfutter waren. Immerhin sind diese Shoot-Outs toll inszeniert und wohldosiert. Es gibt auch einige schöne Nahkämpfe. Die Schauspielerischen Leistungen gehen ziemlich in Ordnung und es gibt keinen Totalausfall zu beklagen.

Die folgenden Bemerkungen stammen von meiner Check Disc. Dort kommt vor Beginn des Films die Warnung, dass das Bild und der Ton nicht dem endgültigen Stand entsprechen. Damit sind meine Kommentare bitte mit Vorsicht zu genießen, obwohl ich nicht glaube, dass die endgültigen Releases von der Technik abweichen.
Bild:
Hier gibt es einige Schwächen wie der wirklich aufdringliche Weichzeichner. Dadurch gehen natürlich auch viele Details verloren. Auch der Schwarzwert kann nicht vollends überzeugen, genauso wie das Rauschverhalten, welches ebenfalls nervig ist. Immerhin sind die Farben sehr natürlich.
Ton:
Hier schaut die Sache zwar etwas besser aus, doch leider gibt es hier auch ein paar Mängel. So kommt alles sehr frontlastig daher und einen Unterschied zwischen DD und dts konnte ich keinen Feststellen. Dazu kommt noch, dass der englische Ton etwas dynamischer und kräftiger daherkommt.
Bonus:
Meine Check Disc kam mit keinerlei Extras daher. Nicht einmal eine Kapitelanwahl gibt es.

FAZIT:
Mir hat das Regiedebüt von Dolph Lundgren wirklich gut gefallen. Die Story ist recht gut durchdacht und in Szene gesetzt. Es gibt auch genug Actionszenen, welche ebenfalls sehr gut inszeniert wurden. Dazu eine tolle Optik machen aus „The Defender“ einem der besten B-Movie der letzten Zeit. Leider kann die DVD technisch nicht sonderlich überzeugen. Übrigens gefiel mir der Film auch um einiges besser als Seagal’s „Into the sun“.
Bild – 5/10
Ton – 7,5/10
Bonus - keine vorhanden
Film – 7,5/10

[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von e-m-s zur Verfügung gestellt]
[Review verfasst von Shagy]