Norbit

28. July 2007

Norbit
Während Paramount Pictures vor kurzem noch mit „Der Prinz aus Zamunda“ und „Die Glücksritter“ die Klassiker von Eddie Murphy neu auflegte, bringen sie nun die neuste Komödie der Ulknudel in die heimischen DVD Regale. Aufgrund der letzten, eher schlechteren, Filme wie zum Beispiel „I spy“ oder auch „Die Geistervilla“, war ich jedoch ziemlich skeptisch.

Originaltitel: Norbit
Regie: Brian Robbins
Darsteller: Eddie Murphy, Thandie Newton, Cuba Gooding Jr., Eddie Griffin, Katt Williams
Laufzeit: 97
FSK: 12
Ton: DD 5.1 (Deutsch, Englisch, Türkisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Regionalcode: 2
Bildformat: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
TV-Norm: Pal
Produktion: 2006
Erschienen: 26.07.2007
Vertrieb: Paramount Pictures
Preis: 20€

Film:
Der kleine Norbit wächst in einem Waisenhaus, welches gleichzeitig ein chinesisches Restaurante ist, auf und hat dort ein schweres Leben. So wird er steht\'s von den anderen gehänselt und veralbert. Eines Tages kommt jedoch die kleine Kate ins Waisenhaus, beide Freunden sich an und werden Buddis. Leider hält die Idylle nicht lange da Kate adoptiert wird, während Norbit im Waisenhaus zurück bleiben muss. Zum Glück dauert es nicht lange, bis er einen neuen Buddi gefunden hat. Wobei man bei Rasputia nicht wirklich von Glück sprechen kann. Das beleibte Mädchen nimmt sich einfach unseren kleinen Norbit und nennt ihn von nun an ihr Eigentum. So reift Norbit (Eddie Murphy) unter den Fängen von Rasputia (Eddie Murphy) zu einem stattlichen Kerl heran und beide treten sogar vor den Traualtar. Wirklich glücklich ist er mit seinem Leben jedoch nicht, aber wer kann ihn das schon bei solch einem fettleibigen Hausdrachen verübeln. Eines Tages scheint das Glück doch noch zu ihm zu finden, da Kate (Thandie Newton) wieder in die Stadt kommt, um das Waisenhaus zu kaufen und zu führen. Leider hat sie einen schmierigen Verlobten (Cuba Gooding Jr.) im Gepäck, welcher eher andere Interessen vertritt. Des Weiteren haben wir noch die drei Brüder von Rasputia, welche ebenfalls starkes Interesse am Waisenhaus haben, welches sie in das glitzernde Nippellopolis (eine Nacktbar) verwanden wollen.


Die Story kommt dabei sehr dümmlich daher und lässt Überraschung vermissen. Hier ist wirklich von Anfang an klar, dass Norbit die hübsche Kate bekommt und Rasputia in den Wind schießt. Auch das der Verlobte von Kate ein schmieriger und Geldgeiler Bock ist, wird einem gleich in einer der ersten Szenen auf die Nase gebunden. Um solch eine 08/15 Geschichte zu retten und an den Mann, bzw. die Frau zu bringen, benötigt man schon ziemlich gute Gags. Und hier kann "Norbit" zumindest in den ersten 10 Minuten wirklich Punkten! Hier wird nämlich die Kindheit von Norbit erzählt. Das witzige dabei ist, dass Norbit seine eher schwere Kindheit aus dem Off sehr positiv umschreibt. Umso mehr Norbit in den Szenen leidet, umso freudiger berichtet die Stimme aus dem Off. Ein herrlicher Spaß. Der Rest des Filmes fällt jedoch recht schnell und auch sehr stark ab. Das schlimme ist hierbei, das fast alle Gags auf die Körperfülle von Rasputia zurückzuführen sind. Da man dies allerdings schon in etlichen „Big Mamas Haus“ und „Der verrückte Professor“ Filmen gesehen hat, langweilen diese Gags zunehmend und mehr als ein kleines Schmunzeln überkommt einen nicht. Des Weiteren besteht der restliche Cast nur aus müden Stereotypen ohne Schauspielerisches Talent. Selbst ein Cuba Gooding Jr. Ist hier einfach nur peinlich. Einzig der Waisenhausbesitzer Mr. Wong (ebenfalls Eddie Murphy) mit seinen politisch eher unkorrekten und rassistischen Bemerkungen und die Bettszenen, wo Norbit und Rasputia in diverse Rollen schlüpfen, können punkten. Die Maske hat ebenfalls tolle Arbeit geleistet und man vermutet unter Rasputia eigentlich keinen Eddie Murphy.


Bild:
Der Transfer ist wirklich gut gelungen und überzeugt mit schönen kräftigen Farben und tollem Kontrast. Dazu gesellt sich zwar ein wenig rauschen, doch ist dies nicht weiter tragisch. Auch die Schärfe gibt ausreichenden Blick auf die Details.

Ton:
Hier fällt vor allem auf, dass sich fast alles nur auf den Center konzentriert und ein Raumklang somit nie wirklich zustande kommt. Da es ausufernde Actionszenen allerdings nicht gibt und es sich ja auch eher um einen ruhigen Film dreht, ist dies verschmerzbar. Dafür sind alle Dialoge steht’s gut verständlich.

Bonus:
Neben viel Marketinggequatsche gibt es aber auch einige schöne Information über das Make Up und den Alltag von Eddie Murphy auf dem Set. So gibt es neben dem Making Of noch die Features „Ein Mann mit 1000 Gesichtern“, ein Videoclip zum Power Steppen, sowie einige wirklich witzige Entfernte Szenen und ein Special über die Stunts von Norbit. Abgerundet wird alles durch eine Fotogalerie und den Kinotrailer. Aber hier ist es für mich wieder einmal unverständlich, warum man den Trailer nur in Englisch auf die DVD packte! Extras wie ein Booklet sucht man übrigens auch vergebens. Nebenbei finde ich es nicht sonderlich prickelnd, dass etliche DVDs, welche ich von Paramount Pictures erhalten habe, nur ein müdes graues Standartcover erhalten.


FAZIT:
Der Film fing wirklich sehr stark an, baute aber nach der zehnminütigen Einleitung abrupt ab und vegetierte daraufhin nur noch vor sich hin. Die Gags bauen auf dem gewohnten Schema auf und beziehen sich fast nur auf die Körperfülle, wobei man alles schon einmal gesehen hat. Ab und an gibt es dann aber doch mal einen netten Gag, doch letztendlich ist „Norbit“ ein Film, welchen man überhaupt nicht braucht. Da hilft auch das wirklich gute Make Up nicht.

Bild – 9/10
Ton – 7,5/10
Bonus – 7/10
Film – 5/10

[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von Paramount Pictures zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

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