Zimmer 1408

26. February 2008

Zimmer 1408

Es ist schon eine Schande mit den Stephen King Verfilmungen, welche bis auf „The Green Mile\" in letzter Zeit eher nie so wirklich überzeugen konnten. Laut den Trailer sollte sich dies aber nun ändern und meine Erwartungen waren recht groß. Immerhin ist „Zimmer 1408\" auch endlich einmal wieder ein Horrorfilm, welcher nicht nur plakativ Spaltterszenen zur Schau stellt, sondern eher auf der psychologische Schiene fährt.

Originaltitel: 1408
Regie: Mikael Hafstrom
Darsteller: John Cusack, Samuel L. Jackson, Mary McCormack, Andrew Lee Potts, Jasmine Jessica Anthony, Kim Thomson, Drew Powell
Laufzeit: 100
FSK: 16
Ton: dts 5.1 (Deutsch), DD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch
Regionalcode: 2
Bildformat: 2,39:1 (16:9)
TV-Norm: Pal
Produktion: 2007
Erschienen: 25.02.2008
Vertrieb: Senator Home Entertainment
Preis: 18€

Film:
Mike Enslin (John Cusack) ist ein recht abgehalfterter Autor, welcher von Ort zu Ort reist um Geschichten über Hotels zu schreiben in denen es angeblich spukt. Recht gelangweilt zieht er so durchs Land, bis er durch einen anonymen Hinweis auf das Dolphin Hotel hingewiesen wird. So soll im Zimmer 1408 des Hotels bisher kein Gast länger als eine Stunde überlebt haben. Dies macht natürlich neugierig und Enslin versucht das Zimmer zu buchen. Hotelmanager Onin (Samuel L. Jackson) versucht ihn zwar abzuhalten, doch letztendlich muss er klein beigeben.

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Wo anfangs „Zimmer 1408\" recht spannend beginnt, geht dem Film recht schnell die Puste aus. Hafström schafft es einfach nicht das Grauen in die Köpfe der Zuschauer zu bringen und setzt eher auf großen inszenatorischen Radau. Das Ganze wurde so zum Blockbuster aufgeblasen das die Story einfach auf der Strecke bleibt und alles was Spannung bringen könnte eher am Rande abgehandelt wird. Bestes Beispiel wäre hier das Verhältnis von Mike zu seinem Vater, welches innerhalb von einer Szene schnell und nur angedeutet abgehandelt wird. Auch der nicht verarbeitet Tod seiner Tochter ist nicht wirklich ausgearbeitet und steht hinter den Special Effekten zurück. Vieles geht auch unter und wird nicht erklärt. So fand ich nur beim späteren Belesen heraus, das die 13 recht häufig im Film anhand von diversen Quersummen Verwendung findet. Der größte Witz ist dann auch der Abschied aus dem Zimmer, welcher derart ideenlos und ausgetreten daherkommt, dass man es einfach nicht ernstnehmen kann. Man bediente sich hier nämlich beim ältesten Filmtrick überhaupt und legte einfach ein Feuer. Wow! Problem ist auch, dass selten eine bedrückende Atmosphäre zustande kommt.

Wirklich punkten kann der Film nur bei den Spezialeffekte, welche wirklich sehr bombastisch daherkommen und den Film wenigstens als sinnfreien Blockbuster retten können. Das Eigenleben des Zimmers wurde recht ansprechend in Szene gesetzt und kommt durch die Vertonung auch sehr druckvoll rüber, doch leider bekommt man hier weder Angst noch wirkt es unheimlich. Weniger wäre hier mehr gewesen und ein gemächlicheres Tempo hätte dem Film ebenfalls gut getan. Neben den Spezialeffekten kann vor allem auch Samuel L. Jackson als Hotelmanager überzeugen, welcher mit seinen Onlinern immer wieder für einen Lacher gut ist und dem Film wirklich gut tut. Cusack kann da mit seiner Schauspielkunst nicht ganz mithalten, spielt aber recht solide.

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Bild:
Die Schärfe ist sehr gut und zeigt keine Schwäche. Auch der Kontrast weis zu überzeugen und lässt keine Details im Dunkel verschwinden und auch die Farben sind kräftig und kommen hervorragend zur Geltung. In besonders dunkeln Szenen kann man ein minimales Rauschen erkenne, welches aber nicht weiter stört.

Ton:
Leider verfügte die mir vorliegende Presse DVD nur über die DD 5.1 Spur, weshalb ich nichts über den Originalton und den deutschen dts Ton sagen kann. Der Raumklang der 5.1 Spur ist wirklich gut und sorgt für eine tolle Atmosphäre. Überhaupt ist der Ton sehr dynamisch geworden und auch der Subwoofer wird ordentlich genutzt. Auch die Dialoge sind immer sehr gut verständlich, auch wenn es ordentlich zur Sache geht. Interessant wäre, ob der dts Ton noch einmal besser ist.

Bonus:
Auf meiner Presse DVD gab es als einzigstes Extra eine riesige „Pressemuster\" Einblendung den kompletten Film über, welcher natürlich sehr zur Stimmung des Filmes beitrug. Bei der Steelbook Edition befindet sich nur der Kinotrailer und Trailer aus dem Senator Programm auf der DVD. Immerhin schaut das Steelbook sehr schön aus und besitzt auch einen Prägedruck. Es gibt aber auch noch eine Deluxe Edition mit mehr Extras und zusätzlichem Directors Cut, doch ob diese etwas taugen, können wir nicht beurteilen.

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FAZIT:
Der Film fängt wirklich toll an und der Spannungsaufbau wird prächtig aufgebaut. Leider ertrinkt der Film aber dann förmlich in den Spezialeffekten, welche schon während des Schauens nicht über die dürftige weitere Storyentwicklung hinwegtäuschen können. Am Ende bleibt dann beim Zuschauer eine gewisse Leere und der Film verschwindet wieder recht schnell aus dem Gedächtnis. Eigentlich schade.

Bild - 9,5/10
Ton - 9,5/10
Bonus - 2/10
Film - 5/10

[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von Senator Home Entertainment zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

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Gewinnspiel

Dank Senator Home Entertainment, ist es uns wieder einmal möglich eine DVD an euch weiterzugeben. Ihr müsst nur die Frage richtig beantworten und mit ein bisschen Glück, wird ein das Steelbook bei euch im Briefkasten landen.

1. John Cusack spielte schon einmal in einem mysteriösen Film mit. Wie hies dieser?

a) Shining

b) The Machinist

c) Identity

Schick die, hoffentlich richtige, Antwort bitte an: shagy@onpsx.de

Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen und Mitarbeiter dieser wunderschönen Seite und dürfen ebenfalls nicht teilnehmen. Die Gewinner werden schließlich auf der Seite OnPSX.de bekannt gegeben.

Einsendeschluss ist der 04.03.2008.