Naked Fear

22. April 2008

Naked Fear

Als ich von dem Film hörte, wusste ich nur, dass nackte Frauen um ihr Leben rennen würden. Da diese Info für mich eigentlich schon reicht, orderte ich einfach den Film und hoffte auf einen netten DVD Abend mit ein paar Bierchen und einigen Erdnüssen. Ob es ein schöner Abend war, sag ich euch in diesem Review.

Originaltitel: Naked Fear
Regie: Thom Eberhardt
Darsteller: Danielle De Luca, Evan Adrian, Lisa Bonanno, Kalila Ceccarelli, Ronald Dunas, Kevin R. Elder, Joe Mantegna
Laufzeit: 103
FSK: keine Jugendfreigabe
Ton: DD 5.1 (Deutsch, Englisch), dts 5.1 (Deutsch)
Untertitel: Deutsch
Regionalcode: 2
Bildformat: 1,85:1
TV-Norm: Pal
Produktion: 2007
Erschienen: 11.04.2008
Vertrieb: Sunfilm
Preis: 12€

Film:
Die junge Diane (Danielle De Luca) nimmt in einem kleinen Kaff einen Job als Kellnerin an, was nach der Besichtigung der Bar allerdings keine so gute Idee war. Das Ganze ist nämlich ein dunkler Stripperschuppen und das Erste was sich Diane denkt ist, schnell wieder weg von hier. Leider ist das nicht so einfach, den erstens ist sie völlig blank und zweitens hat ihr Vermittler einfach ihren Führerschein eingezogen. Diane bleibt somit erst mal nichts anders übrig, als in den sauren Apfel zu beißen und in dem Schuppen zu arbeiten, um sich schnell das Geld für eine Rückfahrkarte zu verdienen. Um schneller an Kohle zu kommen, springt sie auch schon mal über ihren Schatten und zeigt für etwas Geld gerne auch etwas mehr von sich. Nachdem die Ganze Vorgeschichte sage und schreibe vierzig Minuten dauert, wird sie anschließend von einem ihr Unbekannten überwältigt und nackt in der Wildnis ausgesetzt. Schnell wird ihr klar, dass von nun an ihr Leben auf dem Spiel steht, den dem Unbekannten ist das Schiessen auf Wild schon lange zu langweilig geworden. Zum Glück gibt es in der Stadt noch einen jungen Deputy, welcher sich aufmacht sie zu finden. Die Frage ist nun, ob er das Rätsel rechtzeitig lösen kann.

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Der Film startet ungemein langatmig und die ersten vierzig Minuten arten schon etwas in einer Qual aus. Hier hätte man alles locker um 20 Minuten kürzen können, da die Einleitung zudem nicht sonderlich hilfreich für den Film ist, da eine Charakterentwicklung nicht zustande kommt. Nachdem man für das erste Bier bei dieser Langeweile ebenfalls locker die die gleiche Zeit benötigte, um es herunterzubringen, nimmt der Film danach an Fahrt auf und kommt endlich in die Gänge. Die Jagt wird dann recht gut inszeniert und bietet auch einige sehr hübsche Naturaufnahmen. Wirklich spannend ist das Ganze aber nicht und kommt auch sehr vorhersehbar daher. Nichtsdestotrotz läuft das Bier nun um einiges besser und man hat am Overacting der sehr hübschen Hauptdarstellerin viel Freude, sofern man es versteht den Film nicht allzu ernst zu nehmen. Ebenfalls schön zu sehen ist, dass der Killer recht skrupellos agiert und vor nichts und niemanden zurückschreckt.

Die Darsteller spielen durch die Bank weg auf unterem B-Movie Niveau, wozu auch die wirklich traurige deutsche Synchronisation beiträgt. Die Stimmen passen teils vorne und hinten nicht und die Betonung ist ebenfalls für die Katz. Auch recht negativ wirkt sich der geringe Splattergehalt aus und ich Frage mich, was die USK zu einer solchen Freigabe bewogen hat. An der nackten Haut kann es eigentlich auch nicht liegen. Da hat man in FSK 16 Filmen schon tiefere Einblicke bekommen.

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Bild:
Das Bild gibt sich recht zwiespältig und schwankt ab und an etwas. Auf der einen Seite überzeugt die Schärfe und der Kontrast in den meisten Szenen und lassen die Naturaufnahmen sehr schön wirken. Auch die Farben wissen zu überzeugen. Leider wirken einige Passagen um einiges weicher und auch das Rauschen nimmt hier deutlich zu. Der Look des Filmes wirkt leider auch immer wieder etwas billig und erinnert eher an eine Daily Soap.

Ton:
Trotz DD 5.1 und einer etwas kräftigeren dts Spur, kommt der Ton immer sehr frontlastig daher und lässt direktionale Effekte weitestgehend vermissen. Nur in einigen wenigen Szenen kommt so etwas wie Raumklang zustande. Zudem ist die deutsche Syncro wirklich schlecht und englischkundige sollten besser auf den Originalton zurückgreifen.

Bonus:
Hier findet man neben dem deutschen und englischen Originaltrailer nur noch einige Trailer zu Filmen aus dem Sunfilm Programm.

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FAZIT:
Wenn man keinen ernsthaften Thriller erwartet, kann man durchaus Spaß an „Naked Fear\" haben, falls man die ersten 40 Minuten übersteht. Die unfreiwillige Komik lässt einen immer wieder schmunzeln, wobei einem die wunderschönen Naturaufnahmen dagegen etwas staunen lassen. Die k. J. Freigabe finde ich nebenbei völlig überzogen, da eine Splatterorgie erstens ausbleibt und zweitens die Darstellerin zwar nackt rumläuft, man aber keine sonderlich tiefen Einblicke erhält.

Bild - 7,5/10
Ton - 5/10
Bonus - 1/10
Film - 5/10

[Diese DVD wurde uns freundlicherweise von Sunfilm zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

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Gewinnspiel

Dank Sunfilm, ist es uns wieder einmal möglich drei DVD an euch weiterzugeben. Ihr müsst nur die Frage richtig beantworten und mit ein bisschen Glück, wird eine der DVD bei euch im Briefkasten landen.

1. In welchem Film spielte Joe Mantegna noch mit?

a) Der Pate 3

b) Der weiße Hai

c) Blade Runner

Schick die, hoffentlich richtige, Antwort bitte an: shagy@onpsx.de

Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen und Mitarbeiter dieser wunderschönen Seite und dürfen ebenfalls nicht teilnehmen. Da die DVD keine Altersfreigabe besitzt, dürfen nur Volljährige an der Verlosung teilnehmen! Die Gewinner werden schließlich auf der Seite OnPSX.de bekannt gegeben.

Einsendeschluss ist der 26.04.08.