Disney hat sich zwar vor Jahren mit Pixar das wohl beste Animationsstudio unter den Nagel gerissen, jedoch hält dies Disney nicht davon ab, auch weiterhin selber 3D Animationsfilme zu produzieren. Ob TinkerBell an die großen Zeichentrickklassiker von früher anknüpfen kann, oder im Einheisbrei endet, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.
Originaltitel: Tinker Bell
Regie: Bradley Raymond
Darsteller: Feen
Laufzeit: 78
FSK: ohne Altersbeschränkung
Ton: DD 5.1 (Deutsch, Englisch, Italienisch), dts 5.1 (Deutsch, Italienisch), PCM 5.1 (Englisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Italienisch, Englisch für Hörgeschädigte
Regionalcode: B
Bildformat: 1,78:1 in 16/9
TV-Norm: 1080p
Produktion: 2008
Erschienen: 13.11.2008
Vertrieb: Walt Disney
Preis: 30€
Film:
Die meisten werden die kleine TinkerBell wohl aus Peter Pan kennen, wobei diese hierzulande immer Naseweis hieß. Doch woher kommt die Fee eigentlich? Dies wird nun erklärt. Immer wenn ein Baby das erste Mal lacht, wird eine Fee geboren. Diese findet sich dann im Nimmerland ein und bekommt eine Gabe. Diese Gaben sind recht unterschiedlich, dienen aber alle dem Zweck, die Jahreszeiten auf dem Festland (unserer Welt) einzuleiten. Da wird Laub angemalt, Käfer bekommen ebenfalls einen Anstrich oder Tautropfen werden auf Spinnengewebe arrangiert. Unsere Tinkerbell wird eine Kupferkessel Fee, welche zuständig für das Reparieren und Basteln diverser Utensilien ist. Jedoch möchte Tinkenbell lieber eine Wasser-, Tier- oder Gartenfee sein. Dazu kommt, dass auch nur diese Feen aufs Festland dürfen. So will sich Tinkerbell nicht mit ihrer Gabe abfinden und versucht es mit diversen Umschulungen ...

... dies führt natürlich zu allerlei kleinen und großen Missgeschicken. Hier gibt es viel Situationskomik und Slapstick vom Feinsten. Diese Szenen sind so liebevoll und lustig, dass selbst Jugendliche und Erwachsene ein Lachen nicht verkneifen können. Zwar wird alles nach bekannten Schema F ohne jegliche Überraschungen erzählt, doch dies kommt so kurzweilig und sympathisch rüber, dass man sich nicht weiter daran stört. So scheitert Tinkerbell natürlich an den Umschulungsversuchen, verursacht eine mittelschwere Katastrophe, besinnt sich auf ihre eigentliche Gabe und flattert danach ins wohlverdiente Happy End. Wer zudem Angst vor musikalischen Grausamkeiten hat, für den gibt es hier Entwarnung. Nur in der Handlung gibt es den oder einen Song, wobei die Charaktere brav den Mund halten. Die Syncro ist ebenfalls mehr sehr gelungen und wortwitzig geraten. So wird Tinkerbell von Gabrielle Pietermann (Hermine aus Harry Potter) gesprochen und Christian Tramitz (Bullyparade) leiht Clank seine Stimme.

Bild:
Der Film ist technisch ziemlich Up to Date und bietet viele feine Details, welche dank der hervorragenden Schärfe alle erkennbar sind. Egal ob detaillierte Strukturen oder der feine Feenstaub. Dazu gibt es herrliche Farben, welche fantastisch strahlen. Der Kontrast passt ebenfalls und rauschen sucht man vergebens.
Ton:
Hier gibt es ebenfalls nichts auszusetzen und der Raumklang ist ganz gut, wenn er denn mal zum Einsatz kommt. Mehr wäre aber sicher dennoch drinnen gewesen. Auch sind die Dialoge alle klar verständlich und die tolle deutsche Syncro kann ebenfalls begeistern.
Bonus:
Hier gibt es neben einem (leider unvollständigen und erst auf der nächsten Blu-ray kompletten) magischen Führer durch das Land der Feen noch ein unkommentiertes Video, wo gezeigt wird, was Feen so alles in der Natur leisten. Des Weiteren gibt es noch zwei Musikvideos (das von Annett Louisan als einziges Extra in SD), sechs zusätzliche Szenen (einige bereits gerendert, andere nur als Storyboard), Einblicke in das Casting für die deutsche Stimme der Tinkerbell und abschließend noch ein kleines, aber ordentliches Making Off.

FAZIT:
Ich war mehr als skeptisch, als die Blu-ray unverhofft im Briefkasten lag. Nach dem Sichten wurde ich allerdings sehr positiv überrascht. Zwar bewegt sich die Story auf recht abgetretenen Pfaden, doch ist TinkerBell sympathisch und vor allem lustig. Vor allem der Slapstick weiß zu überzeugen. Schön zu sehen ist auch, dass man von quälenden Gesängen verschont bleibt. Für einen schönen Familienabend ist „TinkerBell\" mehr als geeignet. Disney typisch, kann auch die Blu-ray von vorn bis hinten überzeugen.
Bild - 10/10
Ton - 8/10
Bonus - 7/10
Film - 6,5/10
[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Walt Disney zur Verfügung gestellt]
[Review verfasst von Shagy]