The Mechanic

12. September 2011

The Mechanic

Im Bonusmaterial erzählt Regisseur Simon West davon, dass das Genre des Auftragskiller sehr beliebt sei, aber man den Fans etwas Neues bieten müsste. Was liegt da also näher als ein Remake? So weit ist die Filmindustrie also schon, das altbekanntes als neu verkauft wird. „The Mechanic“ ist ein Remake des gleichnamigen Klassikers mit Charles Bronson, welcher hierzulande unter dem Namen „Kalter Hauch“ lief.

Originaltitel: The Mechanic
Regie: Simon West
Darsteller: Jason Statham, Ben Foster, Donald Sutherland, Mini Anden, Tony Goldwyn
Laufzeit: 93
FSK: 18
Ton: dts HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch
Regionalcode: B
Bildformat: 2,40:1
TV-Norm: 1080p
Produktion: 2011
Erschienen: 08.08.2011
Vertrieb: Kinowelt
Preis: 17€


Film:
Arthur Bishop (Statham) ist der Beste der Besten. Jemand, dem man die kniffligsten Aufträge anvertraut. Dabei agiert er stehts unauffällig und lässt alles wie Unfälle aussehen. Um dem Film aber etwas Spannung zu geben, kommt es, wie es kommen muss. Bishop erhält den Auftrag seinen langjährigen Mentor McKenna (Sutherland) zu töten. Brisanz kommt zusätzlich zustande, als der Sohn von McKenna plötzlich bei Bishop in die Lehre gehen will, damit er sich am Mörder seines Vaters rächen kann.


„The Mechanic“ beginnt für einen Statham Film ungewohnt ruhig mit einem gekonnt, clever inszenierten Mord und nimmt sich danach viel Zeit für die Einführung. Ganz wie in den 1970zigern. Während die Zeit bei Statham seiner Figur Verschwendung ist und nur die üblichen Klischees aufwärmt, ist die Charakterzeichnung bei bei McKennas Sohn Steve um einiges differenzierter. Es brodelt in ihm und es droht jeden Augenblick unkontrolliert aus ihm herauszubrechen. Dies sorgt zwischen beiden immer wieder für Spannungen, da so auch die Missionen nicht mehr planbar sind. Zudem hat Bishop immer im Hinterkopf, dass Steve seinem dunkles Geheimnis auf die Schliche kommt.

Nach dem ruhigen Anfang schlägt der Film im letzten Drittel um und der Film artet in gewohnte 08/15 Action Kost aus. Sprich auf Hochglanz polierte Szenen inklusive schneller Schnitte während der Action und generell hektische Inszenierungen machen das vorher aufgebaute wieder etwas zunichte. Dazu kommt, dass der Oberbösewicht keine Zeit bekommt sich zu etablieren. Er bleibt Gesichtslos.


Bild:
Die Schärfe ist nicht überragend, aber noch im guten Bereich, sofern der Kameramann den Fokus auch trifft. Öfters ist dies nämlich nicht der Fall. Zudem fällt das stetige und stark auffällig Filmrauschen negativ auf. Die Farben wirken immer recht warm und passen zum Setting in New Orleans.

Ton:
Die Abmischung ist ganz passabel. Direktionale Effekte gibt es recht selten und die hinteren Lautsprecher dienen eher zur musikalischen Nutzung. In den Actionszenen rummst es zwar ganz ordentlich, doch auch hier werden die hinteren Lautsprecher nicht wirklich genutzt.

Bonus:
Neben dem Marketinggetränkten Making Of Feature „Tools of Trade: Inside the Action“ gibt es nur noch fünf Alternative, bzw. geschnittene Szenen und den Trailer auf deutsch und englisch. Vor dem Film gibt es zudem noch etwas Eigenwerbung. Alles in allem ist das Bonusmaterial unbrauchbar.


FAZIT:
„The Mechanic“ fängt gut an und wird vor allem durch Ben Foster als Lehrling extrem aufgewertet. Leider artet das Ganze zum Ende hin in gewohnte Action Kost mit einem schlechten Showdown aus. Was bleibt ist ein netter Actionthriller mit verschenktem Potential.

Bild – 7/10
Ton – 7/10
Bonus - 2/10
Film – 6/10


[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Kinowelt zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]