Der Hulk ist neben Spider-Man mit die beliebteste Marvel Figur. Hulk ist eine Mischung aus dem lieben Monster Frankenstein und dem Wissenschaftler Dr. Jekyll der sich in das Monster Mr. Hyde verwandelt. Ang Lee hat den Stoff nun auf die große Leinwand gebracht und was dabei rausgekommen ist, lest ihr hier.
Originaltitel: The Hulk
Regie: Ang Lee
Darsteller: Eric Bana, Jennifer Connelly, Sam Elliott, Josh Lucas, Nick Nolte
Laufzeit: 133
FSK: 16
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Ton: 5.. DD, dts 5.1 (nur Deutsch)
Regionalcode: 2
Bildformat: 1.85:1
TV-Norm: PAL
Produktion: 2003
Vertrieb: Universal
Preis: 15Euro
Story:
\"Bruce Banner (Eric Bana, Black Hawk Down) ist ein ehrgeiziger Atomphysiker, welcher leider eine tragische Vergangenheit hat. Außerdem schlummert in ihm etwas geheimnisvolles und mächtiges, welches nach einem Unfall in seinem Labor zum Leben erweckt wird. Eigentlich hätte er durch die Gammastrahlen denen er bei dem Unfall ausgesetzt wurde sterben müssen, aber etwas in seinem Körper hat ihm das Leben gerettet. Leider sind die Nebenwirkungen verheerend und durch seine innere Zerrissenheit und Wut kommt etwas beängstigendes ans Tageslicht... Der Hulk erwacht, aber was kann ihn Aufhalten?\"
Die Inszenierung ist richtig gut und man fühlt sich wie im Comic. So gibt es viele Bild in Bild Effekte die wieder zu einem Bild werden oder sich in noch mehr Bildern verzweigen. So fügt sich Panel an Panel zusammen und ergibt ein einzigartiges Erlebnis, welches den Film enorm aufwertet. So bekommt ihr die gleiche Szene zur gleichen Zeit aus verschiedenen Blickwinkeln zu Gesicht was sehr dynamisch wirkt. Auch die Umschnitte von einer zur nächsten Szene sind einfallsreich und gekonnt umgesetzt. Leider hat es Ang Lee jedoch nicht geschafft das volle Potenzial aus der Figur Hulk auszuschöpfen.

Dont make me angry
Die ganze Vorgeschichte, um die Selbstversuche von Bruce seinen Vater David Banner (Nick Nolte, Nur 48 Stunden), wird zwar ausgiebig erzählt, kommt aber fad daher und man wöllte am liebsten vorspulen. Der Zuschauer wird hier auf eine harte Probe gestellt, aber in der zweiten Hälft wird dieser mit toller Action belohnt. Die Vorgeschichte hätte man hier stark kürzen können, zumal es im Film sehr viele Flashbacks gibt die eigentlich ausreicht hätten, um die Vorgeschichte zu erzählen. So wird einem hier alles doppelt serviert. Aber so schön man sich in der Mitte des Films amüsiert, bringt einem das Ende wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Den Autoren schien wohl entgangen zu sein das der Hulk nicht wirklich einen Gegner im Film hat und so haben diese schnell noch als Alibi etwas angehangen. Das wirkt arg aufgesetzt und peinlich. Die Schauspieler versuchen das schwache Drehbuch mit tollen Leistungen zu retten, schaffen dies aber nicht wirklich. Eric Bana als innerlich Zerrissener Wissenschaftler macht seine Sache richtig gut und Nick Nolte als böser Vater spielt auch hervorragend. Nur Jennifer Connelly (A beautiful mind) als Bruce Banners Ex und Kollegin Betty Ross wirkt blass uns kann nicht wirklich überzeugen.
Hulk-mania
Ang Lee hat sich mit der Darstellung des Hulk und der Geschichte nahe am Comic gehalten. Banner wird zwar nicht von einer Gammabombe getroffen, doch die Darstellung im Film ist ein Eingeständnis an unsere Zeit und gut umgesetzt. Der Hulk sieht der Comicfigur ähnlich und wurde mit Hilfe von CGI erstellt, welche technisch allerdings nicht wirklich perfekt sind. Ihr werdet also von einem grün angemalten Bodybuilder wie in der TV Serie verschont. Die Fähigkeiten wie Schnelligkeit und Sprungkraft des Hulk kamen bis auf die Selbstheilung auch im Comic vor. Einige der CGI sehen teilweise aber etwas billig aus. So klappt die Interaktion zwischen dem Hulk und den Charakteren nicht immer perfekt.
Bild:
Das Bild ist perfekt und es gibt rein gar nichts zu bemängeln. Die Schärfe ist sehr gut und zeigt auch im Hintergrund viele Details. Die Farben sind auch sehr schön und kräftig. Die Animationen des Hulk wirken zwar teilweise etwas unrealistisch (z.B. bei Sprüngen), jedoch stets flüssig.
Ton:
Auch am Ton gibt es nichts zu bemängeln. Bei Actionszenen rumst es ordentlich aus den Boxen und der Sound wird toll verteilt. Die Sounduntermalung hat mich jedoch nicht so überzeugt. Die Musik kommt zwar von Danny Elfman, ist mir aber zu asiatisch angehaucht und passt nicht zum Hulk. Die deutsche Syncro steht der englischen ins nichts nach.
Bonus:
In der großen Hulk Box befinden sich neben 3 DVDs, noch 10 Artworks in Postkartengröße, ein Booklet die von vier verschiedenen Künstlern in vier verschiedenen Stilrichtungen eine Szene des Films zeigt, diverse Produktionsnotizen und eine Neuauflage des ersten Comics von 1962 in englisch. Alle Extras die sich auf den DVDs befinden sind in englisch und besitzen nur Untertitel in 14 verschiedenen Sprachen. Der Hauptfilm besitzt leider nur englische und deutsche Untertitel. Auf den DVDs enthalten sind:
DVD 1:
-Audiokommentar von Ang Lee
-Hulk-Cam: Im Zentrum der Wut
DVD 2:
-Making Of (Stab, ILM, Musik, Stunts & Effekte)
-Die Enthüllung des Superhelden am 3D Hulk Modell
-Die Evolution des Hulk vom Comic auf die Leinwand
-Der unglaubliche Ang Lee
-Making Of der Hundekampfszene
-Der einzigartige Filmschnitt des Hulk
-DVD Rom Part
DVD 3:
-Hulk: Die ganze Wahrheit 45 minütiger Bericht über die Dreharbeiten
Insgesamt braucht man die ganzen Features nicht wirklich, da es sich hierbei mehr um eine riesige Werbesendung handelt. Auf der dritten DVD wiederholen sich zudem Sachen die schon auf der zweiten DVD Verwendung fanden. Das der Comic in englisch ist, ist ebenfalls schade. Bei Spider-Man war er doch auch in deutsch. Die Box schaut mit der riesigen Hulk Hand jedoch sehr schön und gewaltig aus.
Wer die Box nicht braucht kann noch zwischen zwei weiteren Versionen wählen. Einmal eine normale ohne Extras oder der 2er DVD Version. Auf der zweiten DVD befinden sich die gleichen Extras wie auf der zweiten DVD in dieser Box. Das Cover der 2er DVD und der Box Version glänzt auch im tollem Metallic Look.
FAZIT:
Hulk kam mir vor wie ein riesiger Comicstrip. Die Inszenierung ist wirklich einzigartig und fabelhaft umgesetzt und schon deswegen sollte man den Film einmal gesehen haben. Leider zieht sich die Story ziemlich, wird nicht gerade Spannend erzählt und einige Logikfehler gibt es auch. Zudem ist das Ende mehr als schlecht und nicht gerade die Erfüllung. Hier wäre weniger mehr gewesen. Was bleibt ist ein durchschnittlicher Film mit tollem Schnitt in einer schmucken Box die zwar auf den DVDs keine brauchbaren Extras besitzt, jedoch schöne Comicbooks und tolle Artworks beinhaltet.
Bild - 10/10
Ton - 9/10
Bonus - 7/10
Film - 6/10
Ur-Hulk aus der TV Serie:
[Review verfasst von Shagy]