SONY enthüllte auf dem Halbleiterkongress Hotchips an der
Stanford-University am heutigen Dienstag Details zur
Chip-Plattform der PlayStation Portable. Für den kommenden
Handheld hat SONY drei Prozessoreinheiten mit
4 MByte Embedded-DRAM (eDRAM)auf einem Baustein kombiniert. Die Central
Processing Unit (kurz: CPU) besteht aus einem 32-bittigen R4000-Kern (MIPS) sowie je einer
Gleitkomma- und Vektoreinheit. Gesteuert von diesem MIPS-Kern sorgt
eine dreidemensionale Grafik-Engine, bestückt mit 2 MByte eDRAM,
als
Videospeicher für die Spielverarbeitung. Die Titel sollen auf
einem 4,3-Zoll flachen 16:9-Display in einer Auflösung von
480 × 272
Punkten dargestellt werden.
Die PSP soll außer Spielen auch als portabler Musik- und
Videoplayer dienen. Dafür wurde extra ein separater Mediaprozessor
integriert: ebenfalls ein Mips-R4000-Core mit einer zusätzlichen
rekonfigurierbaren Virtual Mobile Engine für Audio- und
Videodekodierung sowie einem Hardwarebeschleuniger für das
Videokompressionsformat H.264 (MPEG-4 Part 10). Wie die Haupt-CPU ist
der Takt des Mediachips von 1 bis 333 MHz regelbar. Er verfügt
über die
restlichen 2 MByte eDRAM, dessen Bus mit der halben CPU-Frequenz (also
maximal 166 MHz) taktet.
Ein eigens konstruierter UMD-Controller holt über einen externen
Bus
die Spielsoftware von der Universal Media Disc, einem neuen, von Sony
entwickelten proprietären optischen Speicher. Die UMD ist zirka
halb so
groß wie eine DVD und fasst 1,8 GByte. Außerdem sind
Anschlüsse für USB
2.0 und Memory-Stick-Flash-Speicher vorgesehen. Desweiteren ist an
diesen externen Bus eine nicht näher beschriebene Security-Einheit
als
Kopierschutz für Spiele und AV-Dateien gekoppelt.
Der ganze Chip enthält 6 Millionen Transistoren und wird in einem
90-nm-Prozess in SONYs Fabrik in Nagasaki hergestellt. Die Kernspannung
soll zwischen 0,8 und 1,2 Volt betragen, den Stromverbrauch gibt Sony
mit unter 500 Milliwatt für eine H.264-Dekodierung an.
Quelle:
heise.de