Mittlerweile gehört es fast schon zum guten Ton, das man mit PC und Konsole online ist - meistens sogar 24 Stunden am Tag. Auch sollte es niemanden verwundern, dass Daten übertragen werden, sobald man sich im PSN anmeldet. Wie sonst sollen Spiele wissen, das es einen neuen Patch gibt? Oder wie will man sonst in Onlinegefechten gegen andere Spieler antreten?
Doch nun will die Zeitschrift \"Computer Bild Spiele\" herausgefunden haben, das erhebliche Daten auch dann übertragen werden, wenn man a) im Singleplayermodus spielt und b) wenn sich die PS3 im Standby Modus (Idle-Modus) befindet.
Was genau für Daten gesendet werden, konnte die Zeitschrift mit ihren Tests aber nicht feststellen, da die Pakete allesamt verschlüsselt waren. Einzige Ausnahme: EA, dort wurde bei einem Spiel verifiziert, das neben der Mac-Adresse auch noch persönliche Daten (Alter, Spieldauer, Bankverbindung?) übermittelt wurden.
Noch brisanter wird die Ganze Angelegenheit, als die Hersteller Sony und Ubisoft auf Anfragen dazu mit kompletter Ablehnung reagierten.
Zu den getesteten Spielen gehören: Call of Duty: Modern Warfare 2, FIFA 10, Dirt 2, Borderlands, Uncharted 2, Assassin’s Creed 2, Mass Effect 2, Avatar, New Super Mario Bros., Sports Resort und Harry Potter.
Ist der gläserne Spiele bereits Realität? Ist man gekennzeichnet, wenn man nur USK18 Ego-Shooter spielt? Oder viel lieber Spiele billiger aus dem Ausland importiert? Fraglich bleibt, was die Hersteller mit solchen Daten anstellen. Mit Sicherheit werden die dadurch gewonnenen Erkenntnisse in der Werbung verwendet, dennoch hinterlässt so eine Politik eine schalen Beigeschmack, das man ja weder gefragt wird, noch sicher sein kann, wer nach Sony und Co. die Daten erhält...
Wir danken unserem Leser CosH für die Einsendung dieser News.