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PC-& Videospiele machen schlau!

unknown 29. December 2004

PC-& Videospiele machen schlau!

Im Bericht des ZDF, "Computerspiele machen dumm" vom 01.12.04, wurde über erneute Vorwürfe des ZDF-Magazins Frontal 21 gegenüber der Computerspieleindustrie und den Gefahren von Games für die Intelligenz der spielenden Kinder berichtet.

Genau diesen Bericht hat man sich anscheinend nun auch in der Redaktion von "Spiegel Online" angesehen oder über diesen zumindestens gelesen. Denn in einem Artikel auf der Spiegel Online-Website geht man direkt auf diesen ZDF-Beitrag ein und widerspricht ihm mit eindeutigen und tatkräftigen Fakten.

Diese Fakten sind hier einmal kurz zusammengefasst:

  • eine Forschergruppe um Kaveri Subrahmanyam von der California State University stellte fest: "Viele Computerspiele fördern die gleichen Fertigkeiten, die in nicht-sprachlichen Intelligenztests geprüft werden. Computerspiele haben einen unmittelbaren positiven Einfluss auf bestimmte räumliche Fähigkeiten, auf die Vorstellungskraft und die Aufmerksamkeit."
  • Richard De Lisi von der Rutgers University in New Jersey ließ Kinder im Alter zwischen acht und neun Jahren Aufgaben in der räumlichen Vorstellungskraft lösen. Zum Beispiel etwa ein "A", das auf dem Kopf steht, als solches zu erkennen. Die Hälfte der Kinder spielte vor dem Test Tetris und sogar Kinder die zuerst schlecht waren bei der Rotationsaufgabe verbesserten sich nach Tetris deutlich. "Computerbasierte Lernaktivitäten können in Schulen genutzt werden, um die räumlichen Fertigkeiten von Kindern zu verbessern", so De Lisi.
  • Shawn Green von der University of Rochester stellte fest, dass Spieler von Grand Theft Auto 3, Half-Life oder Counterstrike in Aufgaben viel besser abschneiden, in denen es um kontrollierte Aufmerksamkeit und Situationsüberblick geht. Sie konnten schnell Wichtiges von Unwichtigem auf einem Computerbildschirm unterscheiden oder dargestellte Objekte schneller zählen als nichtspielende Vergleichspersonen.
  • Ein weiterer Test von Shawn Green und seine Kollegin Daphne Bavelier belegte, wenn Anfänger zehn Tage lang vor dem Bildschirm geübt hatten, verbesserte sich auch ihre Aufmerksamkeitsleistung. Dabei war Medal of Honor sogar effektiver als Tetris. Die Forscher meinen im Wissenschaftsmagazin Nature, dies sei so weil "Actionspiele es nötig machen, dass man die Aufmerksamkeit aufteilt oder schnell auf dem Spielfeld umherbewegt".
  • Pädagogikforscher Andrew Burn von einer Forschungsgruppe der London University sagte der britischen BBC "Spiele sind eine legitime kulturelle Ausdrucksform und verdienen die gleiche kritische Betrachtung in der Schule, die Film, Fernsehen und Literatur zuteil wird.". Die Forschungsgruppe fordert Computerspiele als Lernstoff in den Unterricht zu integrieren. Am Besten wäre es wenn Kinder sogar ihre eigenen Spiele entwerfen könnten. Burns Kollegin Caroline Pelletier meinte dazu Computersppiele könnten in dem Fall ein Ausdrucksmittel sein "wie Schreiben oder Zeichnen".

Wer nun auf dem Geschmack gekommen ist, hier gibt es den gesamten Artikel dazu.

Quelle: GAMEZONE

Gamesfire