Gegenüber einem Bericht von GameSpot haben nun mehrere japanische Publisher in der Zeitschrift Weekly Toyo Keizai über die nächste Konsolengeneration und ebenso natürlich auch über die PS3 gesprochen.
Hier nun die interessantesten Aussagen im Überblick:
Youichi Wada, Präsident von Square Enix:
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Auf der E³ wurden allerlei technische Daten der neuen Konsolen veröffentlicht. Allerdings ist es den Publisher ebenso auch wichtig, welche Art Online-Services es geben wird.
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Die Publisher müssen ihre Firmenstruktur, Entwicklungs- und auch die Verkaufsmethoden komplett ändern. So wird der Markt zwar größer, doch die einzelnen Publisher werden solange nicht erfolgreich sein, bis sie endlich die Veränderungen auf dem Markt realisieren und sich dementsprechend den neuen NextGen-Markt angepasst haben.
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Die Spielepublisher in der Spieleindustrie werden sich ähnlich vereinen, wie die in der Filmindustriebranche. So wird es aller Voraussicht nach in der nächsten Konsolengeneration nur noch wenige, dafür aber wesentlich umfangreichere und größere Publisher geben.
Michihiro Ishizuka, Präsident von Konamis Spielesparte:
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Auf den neuen Konsolen will man zum Launch möglichst zwei außergewöhnliche und voll einschlagende Titel veröffentlichen.
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Die meisten Spiele, die nicht die komplette Leistung und Technik einer bestimmten Konsole benötigen, werden als Multiplattformtitel erscheinen.
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Konami will in der nächsten konsolengeneration die Anzahl der Spieleveröffentlichungen möglichst weitlläufig begrenzen.
Yoichi Haraguchi, Vice President von Namco:
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Die Fusion mit Bandai für zu einer beiderseitigen Firmenergänzung.
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Des Weiteren werden die einzelnen diversen Spielegenres sich nicht kollidieren, so dass sich die Käuferschichten der einzelnen nicht sonderlich überschneiden.
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Die Entwicklungskosten für die PS3 und die weiteren NextGen-Systeme werden ziemlich extrem ausfallen. So werden beispielsweise auch auf den neuen Konsolen die Explosionen per Kalkulationen gemacht. Die gesamte Art und Weise der Entwicklung von Spieletiteln wird sich weitesgehend verändern. Die Anzahl der Programme wird steigen.
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Gesichsausdrücke von Charakteren können mithilfe der neuen Konsolengeneration viel realistischer dargestellt werden. So werden allerdings auch die Kosten für die Lokalisierung der einzelnen Titel höher ausfallen.
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Auf den japanischen Markt wird es aus Erfahrung einen Gewinner im Kampf der NextGen-Konsolen geben. Nach diesen richten sich dann auch die meisten Publisher. In den USA wird es dagegen einen Wettlauf zwischen mehreren Konsolen geben. Europa wird dazwischen liegen.
Masanao Maeda, Senior Executive Manager von SEGA:
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Entwicklungskosten auf den neuen Konsolen werden steigen.
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Die Wettbewerbslandschaft wird sich dramatisch verändern, was eine große Chance für SEGA darstellen wird.
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SEGA hatte 2001 die eigene Hardware-Produktion der Dreamcast gestoppt, wobei man allerdings zwei Jahre als Spiele-Publisher zu spät war. Dieses Mal ist man als Publisher direkt von Anfang an mit dabei und sieht darin eine große Chance, um sich als einer der größten Publisher festzusetzen.
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In der Vergangenheit hat man japanisch entwickelte Spiele auch in den Überseemärkten veröffentlicht. Hierunter gab es auch einige Megakracher, die sich dennoch im Westen nicht ordentlich verkaufen ließen. Die alte Basistrategie bleibt aber dennoch auch weiterhin bestehen.
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Hierzu wurden auch schon bereits die notwendige Struktur aufgebaut.
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Ziel von SEGA ist, einer der 3 beliebtesten Publisher in der Spielebranche zu werden.
Kiyoshi Komatsu, Präsident von KOEI:
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Die Unterhaltungsindustrie wird durch die NextGen-System rapide anwachsen.
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Wenn man die jetzigen Verkaufszahlen betrachtet, wird der Markt noch weiter expandieren.
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Neben den bereits großen Märkten Japan, Amerika und Europa werden auch die Märkte in China, Indien sowie Ost-Europa in Zukunft stark anwachsen.
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Hard- und Software-Hersteller werden auf den Markt gemeinsam wachsen. Hierbei kann es jedoch zu Interessenkoflikten kommen.
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Es wäre nicht gut, wenn eine einzige Konsole auf den Markt alleiniger Herrscher ist mit einer Monopolstellung.
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Es wird in der nächsten Konsolengeneration wichtig sein, dass man die Kontrolle über die Entwicklung und die darin steckenden Kosten behält.