Der Designer der "Dragon Quest"-Reihe, Yuji Horii hat mit dem amerikanischen Spielemagazin EDGE über die Herausforderungen bei der Entwicklung von modernen neuen Rollenspielen, "Dragon Quest VIII" und die Zusammenarbeit mit Level 5 in dieer Beziehung gesprochen.
Hier die wichtigsten Statements im Überblick:
- Aus Amerika stammende Rollenspiele hätten zwar eine Menge neuer Spielelemente, die japanische RPGs an sich nicht zu bieten haben. Jedoch liegt Ihr größtes Problem darin, dass sie in den meisten Fällen doch sehr "unfreundlich" gegenüber dem Spieler sind. Dagegen sind japanische RPGs wesentlich feinfühliger gegenüber dem Spieler. So kommen sie nicht nur liebenswürdiger daher und stützen sich nicht nur auf den Schwierigkeitsgrad, sondern konzentrieren sich auch auf Leichtigkeiten wie Verstehen und Begreifen, sodass man schließlich auch überhaupt weiss, was man eigentlich zu tun hat, um ein Ziel zu erfüllen.
- "Dragon Quest VIII" ist komplett in 3D gehalten im Gegensatz zu den 2D-Vorgängern. Horiisagt dazu: "Ich wollte so etwas schon immer machen - Man sieht etwas in der Ferne und kommt immer näher, bis man feststellt, dass es ein Schloss ist und man sich über diesen Fund freut. Das war damals mit 2D-Grafik nicht möglich."
- Den Vorwurf, dass seine Rätsel- und Puzzleeinlagen zu schwer sind, weist er mit einem Lachen zurück: "Was ich mache, kann jeder verstehen und lösen." So sind Horiis Meinung nach die besten Puzzles die, bei denen die Person denkt, die sie löst: "Ich bin der Einzige, der das lösen konnte!"
- Dragon Quest VIII ist genau das Rollenspiel, was Horii liebend gernebereits vor 20 Jahren geschaffen hatte. Nur war damals leider die Technik noch längst nicht ausgereift und ausgepfeilt genug.
- Als Level 5 ihm den ersten "Dragon Quest VIII" Prototypen gezeigt hat, war er äußerst verblüfft und sprachlos. So sagt er: "Als ich das Artwork gesehen habe, wie es lebendig wurde, hat es mich umgehauen."
Quelle:
NextGen.biz