PS3

Neue Infos zu Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots

unknown 20. November 2005

Neue Infos zu Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots

In der neuesten Ausgabe der us-amerikanischen Game Informer wurde anhand eines Interviews mit Hideo Kojima von Konami massig neue Infos zu seinem kommenden PS3-Action-Adventure "Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots" preis gegeben.

  • Kojima wählt für seine "Metal Gear"-Spiele vorrangig das PlayStation-Format, weil er und die PlayStation zu damaliger Zeit noch unbekannt waren und gemeisam immer weiter aufgestiegen sind.
  • Die Serie ahat sich im Laufe der Jahre auf den einzelnen PlayStation-Formaten immer und immer weiter entwickelt. Kojima will diese Tradition auch weiterhin mit der PlayStation fortsetzen.
  • Er möchte die einzelnen Titel genau auf die entsprechende Hardware anpassen und perfektionieren.
  • So wurde "MGS 2" exklusiv für die PS2 entwickelt, um möglichst beste Leistungen erreichen zu können und sie in der Lage war, transparente Ploygone darzustellen. Diese konnte man außerdem auch noch kombinieren.
  • Kojima spricht die "Splinter Cell"-Reihe an, die vorwerflich speziell für die Xbox entwickelt wurde und auch nur auf der den vollen Einsatz abrufen kann. Auf der Ps2 sowie auf dem GameCube sieht der Titel dagegen etwas vernachlässigt und nicht so gut aus. Solche Umsetzung versucht Kojima weitläufig außer Acht zu lassen.
  • Genau aus diesem Grunde entwickelt er "Metal Gear Solid 4" exklusiv für die PS3. Er möchte möglichst auf einem System das optimalste aus der Konsole herausholen.
  • Zunächst wollte sich Kojima bei den vierten Teil nur um die Geschichte, die Welt und das Handlungsschema kümmern, während jüngere Mitarbeiter sich mit dem Rest befassen sollten.
  • Allerdings bekam er seit dieser Aussage im März 05 in Europa viele Anrufe, Briefe sowie E-Mails, in denen Fans ihm drohten, ihn quasi umzubringen, wenn er Metal Gear nicht machen wird. Das Team bekam davon Wind und wurde nervös, so dass man ihn später bat, erneut als Director tätig zu werden. Kojima nahm an und ist seitdem nur noch mit Metal Gear Solid 4 beschäftigt, so dass er andere geplante Projekte erstmal zur Seite geschoben hat.
  • Metal Gear Solid wird nur für die Kunden entwickelt und niemanden sonst. Wenn die nicht mehr wollen, dass Kojima ein Metal Gear Solid macht, dann würde er auch die Finger davon lassen. Japanische Kunden würden manchmal sagen, dass er nicht zu Metal Gear Solid zurückkommen soll; ganz im Gegensatz zu europäischen Spielern, die ihm sogar drohen.
  • Metal Gear ist in den USA am populärsten, gefolgt von Europa und Japan.
  • In Metal Gear Solid 4 soll alles realistischer werden und stärker in Richtung Simulation gehen. So will man die Hardware-Leistung nicht nur dafür nutzen, dass etwas besser aussieht (wie es beim Übergang von der PlayStation zur PlayStation2 der Fall war), sondern es sehr wirklichkeitsnah entwerfen.
  • Kojima erwähnt als Beispiel einen Baum. Wenn man ihn gießt, wächst er. Verbrennt man ihn, stirbt er. Auf diese Art von Simulation möchte er sich bei der Schaffung der Spielwelt konzentrieren.
  • Er befürchtet nur, dass dafür sehr viel CPU-Leistung beansprucht wird. Das würde zu Lasten der visuellen Seite gehen und das Spiel könnte grafisch nicht den Standard liefern, den die Kunden erwarten. Deshalb will er schauen, dass er diesen Simulationsaspekt und die Grafik im Gleichgewicht hält.
  • Der Trailer des vierten Teils ist seitens der grafischen Qualität noch nicht die endgültige Version gewesen. Koima möchte den Qualitätsstandart auch hier noch möglichst optimieren und weiter ausbessern bis zur (Fast)-Perfektion.
  • Die Truppen werden nicht zu 100 Prozent eindeutig die Feinde sein, wie man sie aus bisherigen Metal Gear-Spielen kennt. Kojima erklärt, dass es z.B. einen Kampf zwischen A und B gibt. Snake würde zu C gehören. Er ist nicht direkt vom Kampf zwischen A und B betroffen.
  • Wenn Snake eine Mission erhält, die im Kampfgebiet von A und B stattfindet, hat er die Option, in den Kampf einzugreifen oder auch nicht. Die einfachste Lösung wäre, sich einfach ins Kampfgebiet zu schleichen, ohne das A und B davon etwas mitbekommen.
  • Würde er allerdings von Land A angegriffen und einen Soldaten von A töten, dann würde Snake zum Feind von A werden. Kämpft er weiter gegen A, wird er zum Helden für das Land B und dessen Verbündeter. Ab dann liegt es in den Händen des Spielers: Tötet Snake auch jemanden von B, dann wird er auch zum Feind von B. Ab dann hätte Snake zwei Feinde: A und B.
  • Diese Situation wird sich in Echtzeit verändern, je nachdem, ob man in den Krieg eingreift oder nicht.
  • Das Thema \'no place to hide\' hat nichts damit zu tun, wie man sich in den Vorgängern verstecken konnte. Im 3. Teil versteckte man sich im Dschungel. Doch es geht jetzt nicht darum, sich phsykalisch irgendwo hinter zu verbergen. Denn das Kampfgebiet ist weder ein einziger Ort noch ein einziger Bereich oder ein einziges Gebäude. Die Situation würde sich ständig ändern, genau so wie sich der Spieler ständig weiterentwickelt.
  • So kommt es jetzt darauf an, dass man sich der Situation angepasst verbirgt: Wenn Land A am gewinnen ist, dann könnte man beispielsweise deren Uniform tragen. Dadurch könnte Snake sich innherhalb von A verbergen. Wird die Lage für A schlechter und das Land B ist am Zug, dann wechselt man die Uniform und trägt die von B. Auf diese Weise würde sich dauernd die Situation ändern und man muss sich anpassen, um sich verstecken zu können.
  • Der Charakter im Trailer war definitiv Snake. Es ist keinefalls Raiden gewesen, der eine Snake-Maske getragen hätte. Der Grund, warum Snake so alt aussieht, ist, dass er ein Klon von Big Boss ist und die Technologie in den 70er Jahren noch nicht so weit vorangeschritten war wie heute.
  • Ferner will man die Gefühle zeigen, die Solid Snake hat. Denn seine Mission ist jedesmal aufs Neue, Metal Gear zu zerstören und den Krieg zu beenden. Doch das würde niemals der Fall sein, ganz gleich wie sehr er sich anstrengt - es ist ein endloser Krieg, was man durch den Charakter ausdrücken will.
  • Die Metal Gear-Reihe feiert mittlerweile sein 18-jähriges Bestehen. Viele Fans der Serie haben sich wohl wahrscheinlich mit der Zeit auch verändert. Sie haben geheiratet, haben eventuell Kinder oder durchleben gerade eine schwierige bzw. harte Zeit. Kojima will diesen Leuten einen freundlichen Klapps auf die Schulter verpassen und ihnen sagen können: "Snake ist so alt, aber er macht weiter".
  • Vom technologischen Standpunkt aus gesehen, könnte man auf Next Generation Plattformen sehr viel mehr ins Detail gehen. So z.B. beim Entwerfen von Charaktermodellen. Man könnte zwar eine junge Frau mit wundervoller Haut machen, doch das würde nicht das repräsentieren, was die Maschine könnte. Ein faltiger alter Man mit Oberlippenbart ist der bessere Weg zu zeigen, dass man die bestmögliche Technologie verwendet.
  • Wenn die Fans allerdings keinen alten Snake wollen, dann könnte man ihn vielleicht etwas jünger machen.
  • Snakes Visier am Auge heißt Solid Eye. Der Name wurde ursprünglich für das "MGA2" Zubehör entworfen. Kurz vor der Tokyo Game Show hatte Kojima die Idee, diese Augenkappe bei Snake auch Solid Eye zu nennen und beide Spiele so zu verbinden - allerdings ohne es Metal Gear Acid-Director Shinto Najiri zu verraten. Najiri merkte es erst, nachdem er den Trailer gesehen hatte.
  • In einem Promo-Artwork ist anscheinend Raiden zu sehen, wie er ein Baby hält. KHierzu gibt es seitens Kojima keinen Kommentar.
  • Kojima will versuchen, so viele Charaktere wie möglich aus Metal Gear Solid 1 und 2 in Metal Gear Solid 4 auftreten zu lassen. Seit Metal Gear Solid 1 sind sieben Jahre vergangen: Nicht nur die Kunden sind sieben Jahre gealtert, sondern auch die Charaktere in der Metal Gear-Welt. Deshalb kann man durch den Einbau alter Charaktere ihre Veränderung zeigen, die sie in der Zeit durchlaufen haben.
  • Dadurch würde man ein gemeinschaftliches Gefühl bekommen, dass sich z.B. dieser Charakter so und so verändert hat, während der andere Charaktere sich für diese und jene Art des Lebens entschieden hat.
  • Metal Gear Solid 4 handelt eher rund zehn Jahre statt dreißig Jahre in der Zukunft.
  • Die Spielsituation ist psychologischer als bisher. So gibt es im Trailer einen neuen Metal Gear. Wenn er sich nähert, macht er das Geräusch eines Zikade Insekts. Das würde die meisten Japaner an ihre Kindheit erinnern, als sie in die Natur hinaus gegangen sind und die Zikada gehört haben. Das Schrittgeräusch des Metal Gear sei mit dem Trampeln eines Pferdes zu vergleichen, während sein Schrei der einer Kuh sei.
  • Wenn man diese drei Dinge kombiniert, das Geräusch der Zikade, des Pferdes und der Kuh, wird die Person, die es hört, ein bisschen friedlich, weil sie sich in Gedanken an ihre Kindheit erinnern würde. Eigentlich würde man auf einem Schlachtfeld angespannt sein, doch diese drei Geräusche würden die Anspannung beseitigen.
  • Und genau wenn das passiert, greift einen der Metal Gear an. Das ist laut Kojima zwar böse, doch das ist genau das psychologische Handlungsschema des Metal Gear. Der Film \'Apocalypse Now\' zeigt eine andere Herangehensweise an dieses Schema, als sich die Helikopter nähern, um die Truppen zu verwirren. Der Metal Gear benutzt seine Geräusche, um die Truppen sowie den Spieler zu entspannen.
  • Der 4. Teil der Serie wird dieselbe Art von Zwischensequenzen haben wie auch die bisherigen. Allerdings wird sich eine neue Art hinzugesinnen, in der man eine Kamera nahtlos aus dem Blickfeld des Spielers direkt zur Zwischensequenz weiterführen kann.
  • Diese soll man sowohl verändern und auch bestens kontrollieren können. Es wird keine 1:1-Übernahme geben, sondern eine vielseitige gnadenlose Ausbesserung.
  • Auch in "Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots" will man verstärkt auf nette Online-Features & Modis bauen wie auch schon im bevorstehenden "Metal Gear Solid 3: Subsistence".


Quelle: GameFront