Europaweite Diskussionen um jugendgefährdende Spiele
Die Diskussion um den Inhalt von Computerspielen, um die Altersfreigabe und die Indizierung von Spieleinhalten flammt immer wieder in regelmäßigen Abständen auf. Nicht auch zuletzt die Politik beschäftigt sich mit diesen Theme sehr kritisch.
So äußerte sich die Bundes-Familienministerin Renate Schmidt bei einer Jubiläumsveranstaltung zum 50jährigen Bestehen der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) folgendermaßen: Neue Medien sind für Kinder spannend und wichtig. Nicht alles ist aber für Kinderaugen geeignet. Gerade zu Weihnachten sollten Eltern sehr genau hinschauen, welches Computerspiel sie ihren Kindern schenken oder ob ein eigener Fernseher wirklich sein muss..
Die BPjM will sich neben ihrer Indizierungstätigkeit in Zukunft auch genauer der Sensibilisierung und Beratung der Öffentlichkeit im Bereich jugendgefährdender Medieninhalte widmen und anpassen. Extra dafür hat sie ab 2005 fünf zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.
Doch nicht nur hierzulande sorgt man sich um die Jugendlichen. Auch in Großbritannien wird derzeit über einen verbesserten Jugendschutz diskutiert. So fand am 5. Dezember ein Treffen zwischen der britischen Spieleindustrie und Vertretern der Regierung statt. Patricia Hewitt, die Ministerin für Handel und Industrie in Großbritannien, setzt sich vor allem dafür ein, dass die Gesetze zum Verbot des Verkaufs von als jugendgefährdend eingestuften Spielen besser greifen. Sie betonte ausdrücklich, dass sie auf die florierende Gamesindustrie Großbritanniens stolz sei, aber gleichzeitig auch in Sorge sei, dass zu viele Kinder an nicht für sie geeignete Spiele herankämen. Nicht zuletzt gab es gerade vor einiger Zeit in England einen schlimmen Zwischenfall zwischen 2 Kindern, wo das mittlerweile in Deutschland beschlagnahmte \"Manhunt\" mehr oder weniger als Übeltäter dargestellt wurde.
Am 10. Dezember findet das nächste Treffen statt, an dem auch Vertreter des British Board of Film Classification - vergleichbar mit der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) hierzulande - teilnehmen. Dabei geht es vor allem um die Verbesserung der Alterskennzeichnung von Computer- und Videospielen, damit auch Eltern ohne Gamerwissen besser überprüfen und verstehen können, welche Art von Spiel ihre Kinder spielen.
Quelle: GAMEZONE