„Burning Skies“ ist mittlerweile der fünfte Ableger aus dem bekannten Resistance Universum. Nach dem Insominac Games die Geschichte rund um Nathan Hale und Capelli erzählten und sich die Bend Studios mit der Invasion Europas beschäftigten ist nun Nihilistic Software am Zug. Das letzte Projekt der Amerikaner war PlayStation Move Heroes (OnPSX Review), welches nicht gerade ein Paradebeispiel von einem tollen Videospiel ist. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zum Schluss und vielleicht bekommen sie ja mit „Burning Skies“ die Kurve.
Willkommen in 1951!
Der Krieg gegen die Chimären toppt noch immer in Europa und ein Ende scheint nicht in Sicht. Doch zumindest scheint die Lage in den USA noch ruhig zu sein und die Menschen gehen auch ihren normalen Beschäftigungen nach. Dazu gehört auch Tom Riley, ein Feuerwehrmann aus New York City. Doch als er und seine Feuerwehr Kollegen zu einem Einsatz gerufen werden, finden sie sich schon in Mitten der Chimära Invasion und der Kampf ums Überleben beginnt. Die Geschichte scheint sehr einfach gestrickt zu sein und anhand der Trophäen lässt sich jetzt schon ableiten wie die Geschichte enden wird. Tom Riley kommt in den ersten Kapiteln sehr blass rüber und verrät nichts über seine Persönlichkeit. Er ist einfach der Typ, der zur falschen Zeit am falschen Platz war. Zwar werden im Intro kurz die Minutemen angesprochen, welche anscheinend eine wichtige Rolle spielen, aber das Preview verrät noch nicht welche. Auch über die Einbindung in das Resistance Universum verrät man nicht viel. Aber über die Zeit der Invasion gab es noch nie viele Infos.

Upgrade Baby!
„Burning Skies“ ist der erste Ego-Shooter auf der PlayStation Vita und meistert diese Aufgabe eigentlich sehr gut. Die Steuerung erfolgt mit den beiden Analog Sticks und gezielt und geschossen wird mit den L/R Tasten. Auch ein Deckungssystem wurde integriert welches gut funktioniert. Dafür wird das Digikreuz genutzt, wo man auch den Knopf für die Sprintfunktion findet. Die restlichen Eingaben erfolgen über den Touchscreen. An der rechten Seite sind die Knöpfe für die Nachkampfangriff und die Granaten angeordnet. Die Sekundärfunktionen der Waffen erfolgen ebenfalls über den Touchscreen. Wer mit dem Bullseye einen Gegner taggen will, drückt einfach auf den Bildschirm, dabei verlangsamt sich die Zeit. Das System funktioniert, hat aber in hektischen Situationen noch mit einigen Schwächen zu kämpfen.
Neu in „Burning Skies“ sind die anpassbaren Waffen. Immer wieder findet man in der Welt GreyTech, welches mit der Waffe kombiniert werden kann. Dadurch kann man das Magazin erweitern, schneller nachladen oder die Zusatzfunktion aufwerten. Neben dieser Anpassmöglichkeit haben es auch ein paar neue Waffen ins Spiel geschafft. Eine Schrottflinte die auch explosive Pfeile abfeuert, ein Plasma Gewehr und ein neues Scharfschützengewehr. Ausgewählt werden diese Waffen über das bekannte Waffenrad.

Technisch von gestern?
Gleich vorweg, das Spiel wird keine Grafikpreise gewinnen. Texturen und Design sind eindeutig nicht die Stärke von Nihilistic Software. Man kämpft sich durch teilweise Lieblose Aussenlevels ohne viele Details. Gerade dieses „realistische“ Flair trug viel zur Resistance Atmosphäre bei. Bis auf die Kleidung und die Technik erinnert nicht viel an die 1950 Jahre. Dafür blieb aber das Geschehen ganz konstant und flüssig. Zumindest wurde an ein paar nette Details gedacht. Wen man den Chimären auf die Kühleinheit schisst überhitzen diese und explodieren, bei Kopftreffer gibt es einen netten Splattereffekt und Zwischensequenzen werden in Comic Form erzählt. In der Preview Version dürften diese noch nicht ordentlich komprimiert sein, denn sie laufen weder in voller Auflösung noch ist das Bild scharf. Große Probleme bereitet aber der Ton. Das Bullseye klingt nicht nach einem Bullseye und auch die anderen Waffen mangelt es an Wumms. Musik kommt in den Levels nur spärlich zum Einsatz und oft hört man nur seine eigenen Schritte. Ich kann nur hoffen, dass es sich hierbei um eine alte Version handelt.
4 gegen 4
Den Multiplayermodus konnte ich leider noch nicht testen, aber nach den letzten Interviews und Meldungen scheint dieser sehr minimalistisch auszufallen. Insgesamt werden acht Spieler in drei Spielmodi und einer Handvoll Karten gegeneinander antreten können. Die Waffen werden wie im Singleplayermodus ebenfalls anpassbar sein.

FAZIT:
Mein kurzer Bericht ist länger geworden als gedacht - liegt wohl daran, dass mir die Resistance Serie sehr am Herzen liegt. Insominac Games hat hier eine interessante Welt aufgebaut und diese für andere Entwickler hinterlassen, ob Nihilistic Software die Richtigen sind, wird sich zeigen. „Burning Skies“ wird mit Sicherheit kein Toptitel werden, dafür hat das Gezeigte zu viele Schwächen, aber zu einem brauchbaren Ego-Shooter reicht es allemal. Alle wichtigen Zutaten sind da und an der richtigen Stelle. Das Gameplay funktioniert, die Waffen sind abwechslungsreich und die Grafik ist ganz okay. Zwar gibt es hier und da noch ein paar Probleme mit der Steuerung und dem Ton, aber diese sollten bis zum Erscheinungstag behoben sein. Wenn jetzt noch der Multiplayermodus überzeugen kann, besteht noch Hoffnung für das Spiel.
[ Preview verfasst von Andy ]
PS: In der Previewversion war es leider nicht möglich, Screenshots vom Spiel zu machen.