So schnell kann es gehen. Erschien das erste Splashdown Spiel noch bei ATARI, so wurden die Rainbow Studios inzwischen vom US Spieleriesen THQ aufgekauft und deswegen erscheint jetzt Teil 2, oder sollte ich sagen Teil 1.5 (doch dazu später mehr) bei diesem Anbieter. Um was geht es also? Tja, wie der Vorgänger setzt auch Splashdown 2: Rides Gone Wild auf heiße Jetboot Action mit abgefahrenen Stunts. Dabei fällt sofort ins Auge, dass der Stil gegenüber dem Vorgänger comichafter geworden ist. Für Fans des ersten Teiles, schon eine gewisse Umstellung, denn mir zum Beispiel hat der recht realistische Look von Splashdown ziemlich gut gefallen. Aber durch intensives Spielen habe ich mich daran gewöhnt, der Look sollte somit auch für euch keine Kaufhürde darstellen.
Kaufen, Marsch Marsch!
Das Herzstück des Spieles ist der „Einkaufsladen“. Richtig gelesen, der „Laden“ in dem ihr alles Mögliche kaufen könnt. Denn die Entwickler waren so freundlich, wirklich alle Items; Outfits; Strecken; Zwischensequenzen; Charaktere und vieles mehr durch Punkte freischaltbar zu machen. Dadurch entsteht praktisch kein Frust bei Splashdown 2: Rides Gone Wild, denn wenn man nicht weiter kommt, spielt man auf Punkte und kauft sich das Gewünschte. Neben der normalen Kampange, die in drei Schwierigkeitsgrade unterteilt ist, unterscheiden sich die Wettbewerbe auch noch durch ihren Austragungsort. Denn es gibt neben den obligatorischen Indoor Strecken, acht verschiedene Outdoor Vergnügungsparks. Diese bestechen durch interaktive Umgebungen und einem bestimmten Setting:
Dino Dominion
Bermuda Blast
Polar Plunge
Cannonball Cove
Downtown Downpoor
Blackwater Castle
Goldrush Rapids
Venetian Extreme
Natürlich gibt es überall noch versteckte Abkürzungen und die passende Musikuntermalung verstärkt das Abenteuerfeeling der Strecken ungemein. Dennoch hätten es ein paar mehr sein dürfen, schließlich handelt der Rest der Strecken entweder in Arenen oder vor einem austauschbaren Küstenambiente. Wenigstens wurden die Indoor Tracks gegenüber dem Vorgänger überarbeitet und sehen nun um einiges imposanter und abwechslungsreicher aus. Als letzte Streckengattung im Bunde, gibt es noch die Zeitfahrstrecken, die jeweils vor einer Kulisse (Insel, Hafen…) auf hoher See angesiedelt sind. Hier konzentriert man sich auf das reine Fahren gegen die Uhr und regelt per Einstellung den Wellengrad, der von extrem hohen Wellen bis zu gar keinen Wellengang reicht. Somit ergeben sich insgesamt 45 Strecken, wobei das eher eine Milchmädchenrechnung ist, denn mit den acht Outdoor Kursen, den vier Arenen und den vier Küstenkulissen, kommt man im Grunde nur auf 16 grafisch unterschiedliche Strecken. Letztlich weniger als noch im Vorgänger vorhanden waren.
Nimm das, du….Pad!
Die Steuerung wurde dagegen weiter verfeinert, mit den Schultertasten löst ihr in Kombination mit dem Digikreuz (und ich empfehle euch dieses zu nutzen) verschiedene Stunts aus. Diese abgefahrenen Einlagen bringen euch nicht nur wertvolle Punkte und sehen „cool“ aus, durch die Akrobatik lädt sich auch ein Powerblaken auf. Wenn dieser voll ist bekommt ihr einen (zeitlich begrenzten) Boost, der euch zusätzliche Geschwindigkeit verschafft. Dabei ist zu beachten, dass die Stunts sich in drei Stufen unterteilen und man nur mit den schwierigsten den Balken auch wirklich aufladen kann. Letzten Ende ist das aber nur eine Übungssache und geht nach kurzer Eingewöhnung und dem Absolvieren des feinen Tutorial`s perfekt von der Hand.
Hohe Wellen, seichte Framerate
Und hier kommen wir nun zu einer Verschlimmbesserung von Splashdown 2. Während die Strecken und Arenen um einiges imposanter wirken und gerade die Vergnügungsparks mit unzähligen Animationen am Streckenrand aufwarten, schwankt die Framerate. Von Haus aus nicht sonderlich hoch, knickt sie ab und an ein, was sich dann in kleinen Rucklern wiederspiegelt. Dabei muss man allerdings sagen, dass Splashdown 2: Rides Gone Wild immer noch sehr gut spielbar bleibt. Schade ist es trotzdem, denn die grandiose Wellendarstellung und die netten Animationen hätten besseres verdient.
Abgefahrener Soundtrack
Neben den acht Melodien für die verschiedenen Vergnügungsparks, haben sich die Jungs und Mädels von den Rainbow Studios noch mal ordentlich ins Zeug geschmissen und einen netten Soundtrack aus lizenzierten Titeln zusammengestellt.
Geboten wird ein bunter Mix aus Metal, klassischen Rock, alternative Rock und Techno. Sogar seine eigene Playlist darf man zusammenstellen, jedoch nur für die normalen Strecken, den Vergnügungskursen bleiben die speziellen Nummern vorbehalten. Nervig dagegen gestaltet sich die Sprachausgabe der stereotypen Charaktere, zwar interagieren sie auch im Rennen miteinander, aber die Sprüche wie auch die Sprecher rauben dem Spieler ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach nur noch den letzten Nerv. Etwas paradox zudem ist, dass das Tutorial in Deutsch gesprochen wird, der Rest aber in Englisch bleibt.
FAZIT:
Wie in der Einführung schon erwähnt gibt es bei Splashdown 2: Rides Gone Wild Verbesserungen und Verschlimmerungen. Während der eigentliche Umfang gewachsen ist, neue Ideen in das Gameplay Einzug gehalten haben und es das gelungene Shop-System gibt, sind die Ladezeiten enorm gewachsen, die Framerate nicht smooth und stabil genug und die comichaftere Aufmachung Geschmackssache. Alles in allem also eher Splashdown 1.5 - wer sich dennoch mit den paar negativen Eigenschaften abfindet, erhält ein spaßiges Jetboot Spiel, das den regnerischen und kühlen Sommer vertreibt und Urlaubsstimmung aufkommen lässt.
[ Review verfasst von .ram ]
Pluspunkte:
Minuspunkte: