Splinter Cell: Pandora Tomorrow (abgekürzt mit SC PT)
Multiplayer (aka -the Art of War-)
Es war damals Metal Gear, welches das Stealth-Genre erfand. Splinter Cell: Pandora Tomorow erfindet ebenfalls etwas neu, und zwar den „Stealth Multiplayer“. Wie jetzt, ihr wißt nicht was „Stealth Multiplayer“ ist? Nun gut, ich werde es euch erklären. Normale Multiplayer-Möglichkeiten wie Deathmatch, Capture the Flag etc. gibt es ja mittlerweile in jedem zweiten Videospiel.
Anstatt jedoch wieder einen uninnovativen Multiplayer vorgesetzt zu bekommen, bietet Pandora Tomorrow eine neue (erfrischende) Online-Erfahrung. Man kann anfangs zwischen dem Online- und dem LAN-Multiplayer wählen. Insgesamt können max. 4 Leute spielen, pro Team zwei. Positiv finde ich den Trainings-Modus, in diesem kann man vor seinem ersten Online-Spiel etwas trainieren.
Die Spielmodi
In SC PT gibt es drei verschieden Multiplayer-Spielmodi, welche sich im Grunde aber nur gering voneinander unterscheiden.
Die Grafik
Die Grafik vom SC PT Multiplayer-Modus kann zwar nicht mit der des Singleplayers mithalten, ist aber trotz allem alles andere als schlecht. Die Bewegungen sind butterweich und nette Schatten-Effekte sind ebenfalls mit von der Partie. Lediglich die immer gleichen Innenraum-Texturen sind ein kleiner Kritikpunkt. Die unterschiedlichen Maps sind allesamt sehr gut designed und spielen sich ausgezeichnet. Vom Museum über Fabrikanlagen bis hin zu einem Kino wird jede Menge geboten. Unter`m Strich kann man über die technische Umsetzung nicht meckern...
Die Teams
Da Sam Fisher selten Platz in seinem Termin-Kalender hat, musste für den Multiplayer jemand anderes her. Online bekämpfen sich die Shadow-Net Einheit (die Spione) mit den Söldnern. Zwei Gruppen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten:
Spione (Shadownet):
Die Spione steuert man aus der Third-Person, also genauso wie den guten Sam im Singel Player. Dementsprechend hat man auch eine ziemlich gute Übersicht über das Geschehen um einen herum. Die Spione sind deutlich beweglicher als ihre Feinde, denn sie klettern, hangeln und hüpfen durch die Gegend wie ein frisch gebadetes Äffchen in der Paarungszeit. Fast alle von Fishers Moves haben es auch bis zu den Spionen geschafft.
Um euch einen kleinen Überblick über die „Features“ der Spione zu geben, hier mal eine Auflistung ihrer „Gadgets“ und „Moves“:
Gadgets
Moves
Bewegungsmäßig haben die Spione unglaublich viel auf dem Kasten, und zwar so viel, dass es die Grenzen dieses Reviews sprengen würde. Darum habe ich mich entschlossen euch nur die „coolsten“ Moves kurz vorzustellen.
Gameplay Spione
Damit ihr mal seht, wie sich die Spione im Multiplayer spielen, beschreibe ich euch hier ein typisches Spion-Spielerlebnis aus Ubisoft´s Online-Welt.
-Jäger und Gejagter-
Ich starte in einem dunklen Schacht mit meinem Team-Kollegen, nach einer kurzen Unterhaltung (Headset sei dank) entschlossen wir uns loszugehen. Nach wenigen Schritten stellten wir fest, dass wir uns in einer Kanalisation befanden. Einen kurzen Augenblick später waren wir auf einem Dach und sahen zwei nebeneinander liegende Heizungsrohre, welche zu einem höher gelegenen Fenster führten. Wir entschlossen uns dazu, dass jeder eines dieser Rohre erklimmt. Oben angekommen erwartete uns bereits die erste Falle der Söldner: Das Fenster war mit einer Lasersperre gesichert (diese verrät den Söldnern sofort unsere Position). Mein Kollege entschloss sich dazu, kopfüber hängend, die Lasersperre zu zerschießen. Da es jedoch nicht so einfach ist kopfüber hängend zielgenau zu treffen, semelte er die ersten drei Schuss in die Wand. Der vierte traf dann, die Sperre war beseitigt. Jedoch wurden durch seine Schüsse die Gegner auf ihn aufmerksam und so kam es wie es kommen musste: kaum hatte er einen Schritt durch das Fenster gemacht, flog ihm schon eine Granate um die Ohren. Er war tot, mein Teamkollege war erledigt. Ich hatte es gerade noch geschafft vom Rohr abzuspringen und mich im Schatten zu verstecken. Da ich jetzt jedoch den Ehrgeiz besaß, meinen Kollegen zu rächen und durch diese Fenster einzudringen, entschloss ich mich dazu, einen Peilsender durch das Fenster zu feuern. So konnte ich zum einem erkennen das sich im Raum nun beide Söldner befanden und zum anderen ihr Gespräch belauschen. Was ich dort hörte tat mir jedoch nicht wirklich gut, denn sie redeten darüber, erstmal die Stellung zu halten. Mir bliebt nicht anderes übrig als eine Sticky-Cam durch das Fenster zu schießen und mit dieser einen Betäubungs-Qualm auszustoßen. Die beiden Gegner schliefen nun und ich konnte meinem Weg fortsetzen...
Dieser kleine Bericht sollte euch einen Eindruck über die Fähigkeiten des Spions vermitteln.

Söldner (ARGUS-Team):
Die Söldner steuert man aus der Ego-Perspektive, dass heißt man ist in seinem Sichtfeld den Spionen gegenüber deutlich eingeschränkt. Auch bewegungsmäßig sind die Söldner nicht sonderlich agil, außer „hüpfen“ (jedoch nicht hoch), normal laufen sowie geducktem Laufen haben sie nichts weiter drauf. So ist es einem als Söldner nicht möglich, auch nur annähernd so gekonnt durch die Gegend zu schleichen wie ihre Gegner es machen. Aus diesem Grund werde ich ihre Bewegungen auch nicht weiter erläutern. Ein riesiger Vorteil der Söldner ist, dass sie ihre Gegner töten können. Sie schießen mit richtiger Munition (die Spione nur mit Teasern). So ist es für einen Söldner einfach, mit einigen Kugel den Gegner zu töten. Dafür verfügen sie nur über eine begrenzte Menge an Munition, sollte diese verschossen sein, muss man sich erst mal wieder neu eindecken. Auch die Söldner haben eine nette Auswahl an Gadgets, welche ich euch ebenfalls nicht vorenthalten möchte.
Gadgets
Gameplay Söldner Auch hier will ich es euch nicht vorenthalten von einer typischen „Gameplay-Situation“ der Söldner zu berichten. -Lock and Load- Das Spiel beginnt. Mein Kamerad hält anscheinend nicht viel von Teamplay, stattdessen stürmt er wie ein Bekloppter los. Ich jedoch suche als erstes die ND133-Behälter (diese sind das Ziel der Spione). Als ich einen von diese gefunden habe, befestigte ich eine Näherungs-Mine an ihm. Nebenbei wagte ich gleich noch einen Blick aus dem Fenster , doch auf dem kleinen Hof war niemand. Kaum waren die ersten Spielminuten vergangen, teilte mir mein Team Kollege per Headset mit das er angegriffen werde. Ich zögerte nicht lange, nach einem kurzem Blick auf mein Radar war der Aufenthaltsort meines Kollegen bekannt. Als ich jedoch am Ort des Geschehens ankam war es schon zu spät, mein Team-Kollege lag bewusstlos am Boden und die Spione längst verschwunden. Ab diesem Zeitpunkt war Funkstille angesagt, denn ich war mir sehr sicher, dass sie ihm eine Wanze verpasst hatten... FAZIT: Splinter Cell: Pandora Tomorrow bietet einen überaus spaßigen und ebenso innovativen Multiplayer Modus. Nach einer kurzen Einspielzeit macht er extreme viel Spaß und vor allem hebt er sich endlich von den Einheits-Multiplayer-Möglichkeiten anderer Spiele ab. Der gesamte Multiplayer wirkt eher wie ein selbständiges Spiel, daher bekommt er auch einen eigenen Test spendiert. Alles in allem findet man hier eines der wohl besten Konsolen-Multiplayer-Spiele die es in letzter Zeit auf dem Markt gab. [ Review verfasst von Flek ]
Bei den Söldnern ist auf dem Helm eine Lampe angebracht, dank dieser kann man schnell und effektiv dunkle Ecken (und somit perfekte Verstecke der Spione) ausleuchten.
Besonders gemein sind die Minen der Söldner. Denn richtig platziert gehören sie zu den gefährlichsten Waffen der Söldner. Man kann sie mit zwei unterschiedlichen Modi aktivieren: Zu einem wäre da der Laser-Modus, bei diesem geht von der Mine ein Laserstrahl aus und sollte dieser von einem Gegner durchkreuzt werden, explodiert sie. Der andere Modus ist der „Näherungs-Modus“, hierbei explodiert sie wenn sich der Gegner zu nahe an ihr dran befindet. Jedoch gibt sie ein lautes (kaum zu überhörendes) Piepen von sich, was den Spion warnt.
Die Laserfalle ist im Grunde nichts anderes als eine Laser Mine ohne die Explosion. Auch von dieser Falle geht ein Laserstrahl aus, sollte er unterbrochen werden, wird der „Eindringling“ als roter Punkt auf dem Radar der Söldner angezeigt. Im Prinzip ist die Laserfalle das gleiche wie der Peilsender (von den Spionen), nur dass man die Spione nicht abhören kann.
Diese Fackeln erleuchten für eine kurze Zeit sehr hell. Dieses Gadget ist ebenfalls bestens dazu geeignet, die potentiellen Verstecke der Spione auszuleuchten.
Diese Grante erzeugt eine große grüne Rauchwolke, jede Person die durch diese hindurch geht (bzw. von ihr eingehüllt wird) ist mit einem grünem Staub behaftet. Dieser sorgt dafür, dass man die Person selbst in absoluter Dunkelheit noch bestens erkennt. Abgesehen davon hinerläßt der Getrofende noch grüne Fußspuren auf dem Boden. Die Phosphor Granate ist also bestens geeignet, um die agilen Spione zu „markieren“.
Hierbei handelt es sich um ein „Sichtgerät“ . Sobald man es aktieviert sieht man die komplette Umgebung rot. Sollte sich jedoch etwas bewegen (etwa der Spion) wird das sich „bewegende Objekt“ farblich hervorgehoben. So ist es ein Leichtes die Spione zu finden. Negativ ist es jedoch, dass man seinen Team-Kollegen nicht sonderlich gut von dem Gegner unterscheiden kann, so kommt es öfters zu Friendly-Fire .
Auch die Söldner können den Tazer benutzen, seine Funktionsweise ist jedoch nicht anders als die des Tazers von den Spionen.
Bei diesem Sichtmodus werden alle elektr. Geräte hervorgehoben. Sollten die Spione ihre Waffen oder ihre Sichtgeräte (halt alles was Strom braucht) benutzen, sind sie mit dieser Sich besonders gut zu erkennen. Sollten sie jedoch sämtlich Geräte ausgeschaltet haben, sieht man sie nicht.